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Boca Chica

Kastrationen in Zeiten von Corona (24.07.2021)

Trotz der Pandemie geht die Arbeit in Boca Chica weiter. Auf unserem Blog https://bocachicastrays.blogspot.com/ berichten wir über alle neuen Entwicklungen. Seit Oktober 2020 fanden in regelmäßigen Abständen kleine Kastrationsaktionen für 5 – 10 Strandhunde statt mit Dr. Emilio Vasquez von San Pedro de Macoris. Bisher konnten 50 Hündinnen und 10 Rüden kastriert werden.

Licht am Ende des Tunnels? (29.08.2020)

Seit nunmehr fast 3 Jahren kämpfen wir für unser Projekt in Boca Chica – Kastration, medizinische Versorgung und Fütterung von Strandhunden – mit immer wieder neuen, riesigen Problemen, über den Erhalt der notwendigen Genehmigungen, den geeigneten Standort für unsere Futterstation und schließlich den Mangel an Helfern zur Betreuung des Projekts vor Ort. Bei Letzterem zeigt sich nun überraschend ein Lichtblick am Horizont, ein Licht am Ende des Tunnels…

 

Eine Freundin von Helena Motta, die die Katzen von Boca Chica betreut, könnte die Leitung der Futterstation übernehmen. Sie ist  wie Helena Italienerin und ganz offensichtlich ein großer Hundefreund. Wann immer es Emily Espinosa gelingt, Futter zu schicken, zieht sie los, um es zu verteilen.

 

Wenn man dieses und die folgenden Videos sieht, wird schnell klar: Es geht bei diesem Projekt nicht darum, verhungernde Hunde zu retten. Die Problematik ist eine ganz andere. Streunende Hunde, die in größeren Gruppen in solcher Nähe von Restaurants, Bars, Hotels, Stränden und anderen touristischen Hot Spots leben, auf Nahrungssuche gehen, ihre Rangordnung klären, bellen, betteln und ihre Exkremente hinterlassen, sind eine Belästigung für alle Urlauber, die keine Hundefreunde sind, und ein großes Problem für alle Gastronomen und Hotelbetreiber, die auch diesen Gästen gerecht werden müssen. Kastrieren allein genügt hier nicht. Nur  ein geregeltes Futterprogramm und die Konditionierung auf eine für alle Beteiligten annehmbare Futterstelle, an der sich die Tiere gern aufhalten, und die Aufklärung der Tierfreunde unter den Touristen über richtiges Verhalten und die Möglichkeiten, den Tieren an ihrem Urlaubsort wirksam zu helfen, bieten eine Alternative zu Vergiftungen.

 

Auch die Umgebung von Mülltonnen, hier in direkter Strandnähe, sind beliebte Aufenthaltsorte für Streuner. Hier durchwühlen sie nachts den Müll, werfen Tonnen um, reißen Säcke auf, fressen, was fressbar ist, und verstreuen den Rest weiträumig. Kein schöner Anblick für Strandbesucher am nächsten Morgen und als Dauerzustand für Restaurantbesitzer unhaltbar.

 

Bei diesem Projekt geht es um viel mehr als nur um die Hunde vor Ort. Gelingt es uns, unser Programm zu realisieren, kann  Boca Chica zu einem Hoffnungsträger für Zigtausende von Hunden an anderen Urlaubsorten werden, deren Leben heute noch von regelmäßigen, saisonalen Vergiftungskampagnen bedroht ist. Darum kämpfen wir seit Jahren so verbissen für die Durchsetzung dieses Projekts. Jetzt, wo Strände, Bars und  Restaurants wegen Corona menschenleer sind, wäre ein sehr guter Zeitpunkt , die Hunde an einen neuen Futterplatz zu gewöhnen und Emily Espinosa tut ihr Bestes, damit es gelingt. Ein Standort scheint gefunden, jetzt möglicherweise auch eine Volontärin, um die Station zu betreiben. Wir halten den Atem an! Noch wissen wir nicht genau, wie wir das finanzieren werden, doch wir werden alles daran setzen.

 

Natürlich dürfen auch die Kastrationen nicht vernachlässigt werden, wie man hier sieht. Immerhin: Während Emily bei ihrer ersten Bestandsaufnahme Ende Dezember 2017 mehr als hundert Strandhunde zählte, liegt ihre aktuelle Schätzung bei etwa fünfzig, was sicher zu einem guten Teil auch auf unsere Kastrationseinsätze der letzten drei Jahre zurückzuführen ist.  Darum wird der erste mögliche Einsatz 2021 mit Claudia Bretthauer in Boca Chica stattfinden!


Was bisher geschah…

Boca Chica, unsere größte Herausforderung…

Es begann im Dezember 2017 mit einem Hilferuf von Touristen - wie schon unzählige Male zuvor - diesmal aus Boca Chica, einem Ferienort in der Dominikanischen Republik, nicht allzu weit von der Hauptstadt Santo Domingo.

8 erwachsene Hunde und mehrere Welpen wurden von der Security des BelleVue Dominican Bay Hotels mit Elektroschockern, Stöcken und Steinen misshandelt, wenn sie am Strandrestaurant des Hotels bettelten.

Beschwerden auf Tripadvisor blieben unbeantwortet. Wir wussten, dass es nicht ausreichen würde, die Tiere zu kastrieren. Einzig und allein eine von allen akzeptierte Futterstelle, die die Hunde vom Betteln am Restaurant abhalten würde, konnte helfen. Bei einer Recherche konnte diese Hundegruppe nicht mehr lokalisiert werden, aber es wurden 117 streunende Hunde und 60 Katzen in unmittelbarer Umgebung des Strands gezählt. Die letzte offiziell bekannte „Säuberung“ des Strands hatte 2014 stattgefunden. Damals wurden alle Hunde vergiftet. Dies sollte nicht nochmal geschehen! Zusammen mit Emily Espinosa, 2. Vorsitzende der Cat Lovers RD, Vorstandsmitglied der Dominican Scouts und jetzt auch Projektleiterin Boca Chica beschlossen wir, uns der bisher größten Herausforderung im Rahmen unseres Programms Tierschutz & Tourismus zu stellen:

Ein „Hunderestaurant“ für die Strandhunde von Boca Chica sollte entstehen, die kastriert und an einer offiziellen Futterstelle täglich gefüttert, überwacht und medizinisch betreut werden sollten. Eine gewaltige Aufgabe, denn bislang gibt es solche Projekte nur vereinzelt für Katzen, siehe die Cat Cafés von St. Thomas, aber noch nirgendwo für Hunde! Sie begann mit dem Einsatz von Anja Heß und ihrem Team im Februar 2018.


Fast 100 Strandhunde wurden kastriert und auf Wunsch eines Sponsoren
mit gelben Ohrmarken gekennzeichnet.

Während des Einsatzes verteilten Emilys Dominican Scouts 1000 Flyer unter Touristen und sämtlichen Geschäftsleuten von Boca Chica und informierten die Bevölkerung über das Projekt. Die Resonanz war von Anfang an überraschend positiv.

Wir starteten ein Crowdfunding auf , um Geld für den Bau unseres „Hunderestaurants“ zu sammeln. Nach nur 3 Monaten hatten wir das Ziel von 1000 Euro erreicht. Viel zu früh…!

Denn für Emily Espinosa begann ein einjähriger Behördenmarathon, um alle erforderlichen Genehmigungen einzuholen…

Die mündliche Erlaubnis gab es bereits, noch bevor unsere Ärzte wieder im Flieger nach Deutschland saßen, doch die schriftliche Genehmigung ließ Monate auf sich warten. Dann bedurfte es einer Sondergenehmigung, um die Futterstation nicht nur aufstellen, sondern auf öffentlichem Land auch fest im Boden verankern zu dürfen.

Dann musste sichergestellt werden, dass die Stadtreinigung bereit wäre, eine von uns aufzustellende Tonne für die Hundeexkremente regelmäßig zu leeren usw/usf… Unzählige Male fuhr Emily Espinosa von Santo Domingo nach Boca Chica, um mit den Behörden zu verhandeln. Mittendrin wurde ein neuer Bürgermeister gewählt – was würde er von unserem Vorhaben halten?

Wir hatten Glück! Er ist ein Mann von Weitsicht, der sich genau bewusst ist, wie positiv sich dieses Projekt auf das Image seiner Stadt auswirken kann: Boca Chica, der erste Ort, der sein Streunerproblem auf humane, tierfreundliche Weise löst!

Neben den behördlichen Anforderungen galt und gilt es, Lösungen für eine Unmenge von Problemen zu finden, um ein reibungsloses Betreiben der zukünftigen Futterstation sicherzustellen:

Es bedarf zuverlässiger Helfer vor Ort, die die Tiere täglich füttern, observieren, Zu- und Abgänge registrieren und die Station und den Platz sauber halten. Ein Supermarkt spendete bereits 1000 Plastiktütchen zum Einsammeln der Hundehäufchen, die dann in der Tonne landen, die die Müllabfuhr entleert… Eine Tierärztin hat sich bereit erklärt, die Hunde einmal im Monat medizinisch und antiparasitär zu betreuen. Jährliche Tollwutimpfungen für die Strandhunde sind ein Muss! Tierfuttermittelfirmen erklärten sich bereit, uns beschädigte Ware günstig zu überlassen. Trotzdem müssen die Restaurants und Hotelküchen dafür gewonnen werden, ihre Fleischreste dem Hunderestaurant zu spenden anstatt sie im Müll zu entsorgen.

Das hilft nicht nur, die Hunde zu füttern, sondern macht den Müll für futtersuchende Streuner auch weniger interessant. Von hungrigen Hunden umgeworfene Mülltonnen und aufgerissenen Müllsäcke, deren Inhalt weit verstreut wird, sind ein immer wiederkehrendes Ärgernis, das auch schon Ursache für so manche Vergiftung war…

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen des Projekts aber ist die Mitarbeit der tierlieben Touristen. Es müssen überall Flyer ausgelegt werden in allen Hotels an der Rezeption und in den Zimmern, in allen Restaurants, Cafés, Bars und von Touristen frequentierten Geschäften, die in mehreren Sprachen über das Projekt informieren und Touristen auffordern, die Tiere nirgendwo anders als an der Futterstation zu füttern. Die täglichen Futterzeiten, wenn die Helfer vor Ort sind, müssen angegeben werden ebenso wie Möglichkeiten, zu spenden und eine Kontaktadresse, im Falle dass Touristen ein hilfsbedürftiges Tier finden. Die Flyer müssen bei Bedarf immer wieder ergänzt werden.

Und das ist noch lange nicht alles!

Es reicht nicht aus, sich nur um die Strandhunde zu kümmern, denn betreute Futterstellen sind, wie schon so manches Katzenprojekt zeigte, immer auch beliebte Orte, um Tiere auszusetzen. Damit aber wäre ein Scheitern des Projekts vorprogrammiert! Also müssen wir in ganz Boca Chica in den kommenden Jahren intensiv kastrieren und Aufklärung betreiben. Emily Espinosa will dazu wieder ihre Dominican Scouts einsetzen und dabei das Schulprogramm in Spanisch verwenden, das uns die ANPA Costa Rica zu Verfügung gestellt hat. Außerdem bedarf es eines Notfallprogramms, mit dem wir armen Menschen helfen können, bevor sie sich gezwungen sehen, ihre Tiere auszusetzen.


In der Zwischenzeit wurde in einer Werkstatt in Santo Domingo fleißig gebaut…


Hier geht es bereits ans Dachdecken…

Unser kleines Hunderestaurant! Doch es ist noch ein weiter Weg, bis es endlich seine ersten Gäste empfangen kann.

Mittlerweile haben wir auch die Rechnungen für das Material und den Bau der Futterstation, die von den Spenden des Crowdfundings finanziert wurden:

Im Januar 2019 fand unser 2. Kastrationseinsatz in Boca Chica statt. Unsere Hoffnung, dass in diesem Zeitraum auch die Futterstation eröffnet werden könnte, erfüllte sich leider nicht.

Anlässlich des 2. Einsatzes wurde eine Recherche gemacht, um zu sehen, was aus den Hunden geworden ist, die 2018 kastriert wurden.

Das Ergebnis war recht erfreulich. Nur 10 Todesfälle konnten definitiv belegt werden; einige Hunde waren durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen, einige hatten für Ratten bestimmtes Gift aufgenommen. Eine gezielte Hundevergiftung war nicht nachzuweisen. Es wurden auch Hunde mit gelben Ohrmarken gesehen.


Sie waren recht gut genährt…


…und werden offensichtlich von Anwohnern mitversorgt.


Einige haben sogar Halsbänder erhalten.


Das zeichnet sie als akzeptierte Einwohner von Boca Chica aus.

Dennoch haben sich die Ohrmarken im Großen und Ganzen nicht bewährt. Es kam zu einigen Infektionen und viele Hunde haben sie sich ausgerissen. Die Verletzungen sind Gott sei Dank gut verheilt.

Wir werden Ohrmarken nie mehr verwenden, sondern stattdessen die Ohren tätowieren und den Strandhunden, die an der Futterstation betreut werden, einfache, zerreißbare und leicht zu ersetzende bunte Halsbänder umlegen, um sie als Projektteilnehmer zu kennzeichnen. Die Tattoos werden unter anderem helfen, Versuche zu unterbinden, Hunde mit gestohlenen Halsbändern zu versehen und an der Futterstation auszusetzen.

Nach dem Kastrationseinsatz im Januar 2019 wurden uns mehrere Termine für das Aufstellen der Futterstation genannt, die allesamt wieder verschoben wurden. Wir waren am Verzweifeln und wussten nicht, was wir unseren Unterstützern sagen sollten.

Erst kürzlich erhielten wir eine Erklärung:

Der Ort, der anfänglich für die Futterstation vorgesehen war, soll nun kommerziell genutzt werden. Eine Reihe von Verkaufsständen soll hier entstehen, die Touristen vom nahen Strand anlocken soll.

Ein neuer Ort musste gefunden werden.

Hier, vor dem Gebäude der Marine, soll es sein!

 

 

Nach dem Prinzip Hoffnung hat Emily uns eine Fotomontage geschickt: Hier also soll unser kleines Hunderestaurant stehen, irgendwann… Der Platz bietet idealen Schutz vor Vandalismus. Einen kleinen Schönheitsfehler hat der Ort: Bei schweren Regenfällen steigt das Abwasser aus einem nahen Kanal…

Bei ihrem letzten Besuch in Boca Chica besuchte Emily auch einen Ortsteil, wo etwa 70 bereits kastrierte Hunde leben, die von der Bevölkerung mitversorgt werden.


Alle Tiere sehen gut genährt aus, sind freundlich und werden sogar in Hauseingägngen geduldet.

Und überall trifft Emily auf Menschen, die von dem Projekt gehört haben und genauso wie wir darauf warten, dass es endlich beginnt.

20.09.2019

Wir hier im fernen Europa haben für den Augenblick alles getan, was wir tun können und haben das Projekt bis auf weiteres in die Hände von Emily Espinosa und ihren dominikanischen Unterstützern gelegt. Ohne Emily und ihre guten Kontakte wäre das Projekt nie soweit gediehen. Der Bürgermeister will für die Zukunft sogar 2 Futterstationen, eine an jedem Ende des Strands. Wir konzentrieren uns nun auf das, was wir von hieraus leisten können, die Organisation weiterer Kastrationseinsätze in Boca Chica. Und das können wir! Für 2020 sind 2 Einsätze geplant: Im Februar werden wir in Kooperation mit der amerikanischen Organisation Caribbean Spay Neuter unseren bisher größten Kastrationseinsatz für 500 Hunde durchführen. Und auf Bitten zweier großer Restaurants soll bereits vorher ein Katzenkastrationseinsatz stattfinden. Wir haben Dr. Josef Beisl um Hilfe gebeten. Er war bereits 2016 bei den Cat Lovers in Santo Domingo und hat 193 Katzen kastriert. Diesmal warten 100 Streunerkatzen und „nicht ganz so viele mit Besitzern“ auf ihn. Und alle dominikanischen Tierärzte, die 2016 mit ihm zusammengearbeitet haben, freuen sich schon auf ihn!

Neues aus Boca Chica! (16.08.2020)

Ende 2019 verstarb überraschend der uns so wohlgesonnene Bürgermeister von Boca Chica, doch trotz dieses großen Verlustes stehen die Behörden weiterhin dem Tierschutz sehr positiv gegenüber. Die geplanten Kastrationseinsätze wurden erfolgreich durchgeführt, im Dezember mit Dr. Beisl und im Februar mit Caribbean Spay Neuter, wobei die angestrebten 500 Katrationen nicht erreicht wurden, doch auch die erreichten 386 OPs haben sich schon bemerkbar gemacht. Zum Dank für die Katzenkastrationen lieferten Boca Chicas Restaurants während des Einsatzes allabendlich Gourmet-Dinner für 20 Personen.

Dann kam Corona und die Touristen blieben aus…

Einige Tierschützer erhielten während des Lockdowns eine Sondergenehmigung, um Tiere zu füttern, und wir konnen Boca Chica mit einer einmaligen Spende Futterhilfe senden.

Es schien die richtige Zeit zu sein für einen neuen Versuch, unser Futterprogramm endlich zu starten; ohne Touristen wären die Hunde leichter auf eine neue Futterstelle zu konditionieren und Emily schien mit einem Platz vor der Feuerwehrstation endlich den richtigen Platz für die Futterstation gefund3en zu haben, ähnlich kontrolliert wie bei der Navy, doch besser geschützt vor Wind und Wetter und frei von Überschwemmungen.

Der Tierschutzverein Diakimyi von San Christobal erklärte sich bereit, das Futter, mit dem sie ihre Hunde füttern, auch für Boca Chica zuzubereiten und anzuliefern und somit das Problem mangelnder Helfer vor Ort zu lösen. Doch dann kam der Kostenvoranschlag, der endgültig alle unsere Hoffnungen zunichtemachte, kurz- bis mittelfristig unsere Idee eines Futterprogramms für Boca Chicas Strandhunde umzusetzen: 400 Euro monatlich für 50 Hunde - eine Summe, die wir unmöglich regelmäßig jeden Monat aufbringen können zusätzlich zu unseren anderen Projekten.

Die einzige Möglichkeit, so ein Programm kostengünstig durchzuführen, wäre durch das tägliche Einsammeln aller Nahrungsreste und Abfälle, die in der Tourismusbranche, in Hotels und Restaurants anfallen, um sie den Hunden an der dafür vorgesehenen Futterstelle anzubieten – also ganz einfach die Verbringung der Ressourcen, von denen die Hunde jetzt auch schon leben, an einen Ort, wo sie toleriert werden und damit das Unterbinden unerwünschten Verhaltens wie Betteln oder Müll durchwühlen an den touristischen Zentren - doch dazu braucht es viele Helfer, die diese Arbeit täglich und zuverlässig entweder ehrenamtlich oder für minimalen Lohn erledigen und die fehlen in Boca Chica ganz einfach.

Dennoch war unsere bisherige Arbeit nicht ganz erfolglos: Nach 3 Kastrationseinsätzen hat sich die Zahl der Strandhunde halbiert, von ca 100 auf etwa 50; natürlich auch durch Todesfälle, die Lebenserwartung von freilaufenden Tieren ist nun einmal niedriger als die behüteter Heimtiere. Doch es gab keine gezielten Vergiftungen. Behörden und Geschäftswelt, auch die Tourismusbranche, stehen unseren Bemühungen positiv gegenüber und wenden sich bei Problemen mit Bitte um Kastrationshilfe an uns anstatt zu Gift zu greifen - das sind Voraussetzungen wie sie wohl so an kaum einen anderen südländischen Feriendomizil existieren und die wir ausschließlich Cat Lovers 2. Vorsitzenden Emily Espinosa und ihren Dominican Scouts zu verdanken haben, die vor unserem ersten Kastrationseinsatz eine so wunderbare Werbekampagne gemacht haben und nach Corona für weitere Aufklärungsarbeit zu Verfügung stehen. Für 2021 ist ein Kastrationseinsatz mit Claudia Bretthauer geplant – so Corona uns lässt! – und wer weiß, vielleicht haben wir eines Tages die Möglichkeit, das Futterprogramm für eine weiter dezimierte Zahl an Hunden und/oder mit mehr Helfern doch noch umzusetzen.