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Kastrationsprojekte 2012

Kastrationsprojekt mit Anja Hess

29.05. - 05.06.2012

Am 29.05. flog Anja Hess nach Puerto Plata, in ihrem Gepäck das in Sosúa so dringend benötigte Nahtmaterial, eine Spende von Henry Schein (ehemals Heiland), und weitere Spenden (OP-Handschuhe, Spritzen, Verbandszeug) von Einhorn e.V. Beiden Spendern unseren allerherzlichsten Dank!


Wieder einmal ein voller Gabentisch!

Die neue Waschmaschine, für die Dr. List und Dr. Bonin die Spenden überbrachten, ist bereits in vollem Einsatz.


Herzlichen Dank an alle Spender!

Ohne solche Materialspenden wäre die Arbeit unserer Ärzte oft nicht möglich.

Auch Dr. Frank Alfano aus Massachusetts und seine Frau Karen waren da, wie schon so oft zuvor. Anja Hess wohnte diesmal im Hotel Tropix, gar nicht weit von der Klinik, wo es ihr sehr gefallen hat.


Sie kastrierte 41 Tiere, 30 Hündinnen, 7 Rüden, 1 Katze und 3 Kater.


Anja , hier assistiert von Dr. Alfanos Frau Karen….


…und Dr. Alfano am OP-Tisch gegenüber


Das A.A.A.S Team arbeitete perfekt wie immer.


Judy legte selbst Hand an, um diesen jungen Hund für die Kastration vorzubereiten.



Patienten vor der OP…


…im Aufwachraum…


…und auf dem Weg nach Hause.

Die Schnitte, die Anja Hess und Dr. Alfano machten , waren so klein, dass die Besitzer der Tiere bei ihrer Rückkehr fragten, ob  überhaupt eine Operation stattgefunden habe. Die gesamte Nachbarschaft kam herbeigeeilt, um "das Wunder" der kleinen Schnitte genau zu begutachten.

Fünf der Hündinnen kamen von El Tablon, einem Fischerdorf in einer wunderschönen Bucht.

"Hätten wir sie jetzt nicht zum kastrieren gebracht, wären wir in den nächsten Monaten von ca 35 Welpen begrüßt worden." sagt Tanya Weppler Whitehead, die mit ihrem Mann Tom das Community outreach Programm der A.A.A.S. leitet und der wir viele schöne Photos verdanken.

El Tablon ist einer der großen Erfolge des Community outreach Programms: Es gibt viele Hunde dort, und die Fischer haben begriffen, wie wichtig es ist, sie zu kastrieren und für ihre Gesundheit zu sorgen.

Die Ernährungslage ist gut, denn es gibt genug Fischabfälle. Tanya und Tom müssen nur einmal im Monat dorthin, um Medikamente zur Parasitenkontrolle abzuliefern, und können sich darauf verlassen, dass die Fischer ihre Hunde damit versorgen.

Bei jedem Besuch werden sie von Boody stürmisch begrüßt, der der absolute Mittelpunkt sein muss. Er brach sich als Welpe ein Bein und die A.A.A.S. Volontäre wurden zu Hilfe gerufen. Mit einem kleinen Fischerboot wurden sie in die Bucht gebracht. Das war ihr erster Besuch in El Tablon.

Die kleine Winnie wurde in der Nähe von El Tablon aufgegriffen, orientierungslos und total entkräftet. Sie musste zunächst an den Tropf. Eine Woche später hatte sie sich total erholt, rannte wieder herum und begrüßte jeden Besucher freudig.

Einer der Patienten, ein junger Rüde von etwa anderthalb Jahren, hatte einen stark vergrößerten Penis. Neben mehreren Stickersarkom-ähnlichen Tumoren hatte er auch eine Verletzung, in die Schraubenwurmfliegen ihre Eier abgelegt hatten, deren Maden sich von lebendem Gewebe ernähren.

Sie verursachen große, sehr schmerzhafte Löcher, denen ein furchtbarer Gestank entströmt. In der Wunde des armen Rüden waren Hunderte dieser Maden geschlüpft. Dr. Alfano operiert ihn und entfernte sie alle in einer mühsamen, langwierigen Prozedur. Die OP-Wunde wurde geklammert und der junge Mann hatte nicht Besseres zu tun als sich nachts alle Klammern zu entfernen, so dass Anja Hess am nächsten Tag noch einmal nachoperieren musste. Er hat aber alles gut überstanden.

Wenige Tage später wurde ein Hund aufgegriffen mit einer Geschwulst am Rücken von der Größe einer Grapefruit - voller Schraubenfliegenmaden! Sie können ein kleine Wunde innerhalb weniger Tage auf ein solches Ausmass vergrößern. Ivermectin ist ein sehr gutes Mittel zur Prävention, in akuten Fällen Capstar, ein recht teures Medikament. Wir werden versuchen, es zu besorgen.

Einem kleinen Patienten konnte nicht mehr geholfen werden: Ein junger Chihuahuarüde hatte sich mit einem größeren Rüden gebissen. nachdem er nach 14 Tagen immer noch nicht wieder laufen konnte und auch keine Kontrolle über Urin und Stuhlgang hatte, brachten ihn seine Besitzer in die A.A.A.S. Klinik. Die Hinterbeinchen waren schon wundgecheuert vom Hinterherziehen. Eine Rötgenaufnahme im humanmedizinischen Hospital bestätigte den Verdacht: Die Wirbelsäule war glatt durchgebissen. Der arme, kleine Kerl musste eingeschläfert werden.

Dieser kleine Hund wurde angefahren. Tanya Weppler Whitehead fand ihn in einer haitianischen Siedlung.

Die Leute dort sind bitterarm. Trotzdem nehmen sie sich der Tiere an, die heimatlos in ihre Siedlung wandern.

Sie waren überglücklich, dass A.A.A.S. Volontäre kamen, um die Tiere zum Kastrieren und zur medizinischen Versorgung zu holen. In Zukunft werden auch diese Tiere durch das Community outreach Programm betreut werden.

Diese kleine Dame ist das "Taxi girl", so genannt, weil sie immer in der Nähe eines Taxistands zu finden ist. Es hat Jahre gedauert, ihren Besitzer zu überzeugen, sie kastriern zu lassen.  "Es war wie in den Anfängen," erinnert sich Tanya, "als wir von Tür zu Tür gehen und betteln mussten, dass die Leute uns ihre Hunde kastrieren liessen."

Diese kleine Katze ist bereits zum 2. Mal Patient der A.A.A.S. Klinik. Vor einigen Monaten war sie da, weil ihr kleiner Besitzer sehr besorgt war wegen eines Knoten an ihrem Bauch, der sich als Nabelbruch herausstellte und operiert wurde. Sie blieb eine Woche in der Klinik und machte sich einen Heidenspass daraus, alle Hunde zuärgern. Nur selten konnte sie in einem so ruhigen Moment, friedlich schlafend, fotografiert werden. Diesmal war sie zur Kastration da.

Ihr junger Besitzer nahm sie bei der Rückkehr glücklich in Empfang und untersuchte sie sorgfältig, ob auch alles in Ordnung sei.

Ein Wiedersehen mit Joey, dem Hund, für den Dagmar Stech Gips mitnehmen musste. Joey ist inzwischen genesen wurde bei Rückkehr zu "seiner Bar" freudig begrüßt und mit Hühnchen verköstigt. Er wird weiterhin ständig von den A.A.A.S. Volontären betreut.

Anja Hess hat versprochen, wiederzukommen: "Wenigstens einmal im Jahr!" Wir  freuen uns schon auf das nächste Mal!

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Kastrationsprojekt mit Dr. List, Dr.Bonin und Dagmar Stech

29.04. - 18.05.2012

Am 29.04. flogen Dr. List und Dr. Bonin mit Spenden bepackt von Frankfurt nach Puerto Plata, im Gepäck neben Abdecktüchern, Nahtmaterial, Tuben und Medikamenten auch das Geld für die so dringend benötigte neue Waschmaschine für die A.A.A.S. Klinik.


Dr. List und Dr. Bonin sind glücklich, wieder in der Dom. Rep. zu sein.


"Dr. Lists Rucksack, voll mit Spenden, war fast so gross wie sie selbst." erinnert sich ein A.A.A.S. Mitglied.

In den ersten Tagen hatten Dr. List und Dr. Bonin viele Patienten in der A.A.A.S. Klinik, unter anderem Joey, ein Hund mit einem gebrochenen Bein, eine Hündin mit einem bösartigen Tumor am Auge, die leider eingeschläfert werden musste, eine kürzlich amputierte Hündin und mehrere hochträchtige Hündinnen, zwei davon Chihuahuas.

Recht häufig sollten die Kastrationsärzte bei diesem Einsatz Geburtshelfer sein, nicht immer mit so glücklichem Ausgang.

Am 1. Mai machten die A.A.A.S. Helfer mit Dr. List und Dr. Bonin einen Ausflug zum Strand, den alle sehr genossen.

Am 04.05. folgte Dagmar Stech, ebenfalls schwer beladen, nachdem sie wenige Tage zuvor eine grosse Spende von OP-Handschuhen, Spritzen und Verbandsmaterial für uns beim Einhorn e.V. abgeholt hatte, dem wir an dieser Stelle herzlich danken möchten.

Kurz zuvor kam noch ein Hilferuf der A.A.A.S.:
"Kann Dagmar Stech Material zum Eingipsen mitbringen? Wir haben einen Hund hier mit gebrochenem Bein und keinen Gips mehr!"
Ja, sie konnte!

Und so bekam Joey sein wunderschönes, neues Gipsbein.

Mehrere Hunde mussten geröntgt werden; die Hündin mit dem Tumor am Auge, der sich als inoperabel erwies, ein sechsjähriger Rottweiler mit Hüftproblemen und der zwölfjährige Weimaraner der A.A.A.S. Volontäre Elaine und Rob, dessen Prostata untersucht werden musste. Die A.A.A.S. Klinik verfügt nicht über ein Röntgengerät; geröntgt wird in einem humanmedizinischen Hospital.


Der Rollstuhl auf dem Gang lässt ahnen, dass die Ausrüstung des Krankenhauses nicht die neueste ist.

Das Röntgengerät ist alt und es gibt nur eine Bleischürze, doch am bemerkenswertesten finden wir die Selbstverständlichkeit, mit der der beste Freund des Menschen hier auf den humanmedizinischen Behandlungstisch gelegt werden kann.


45 Tiere wurden in diesen ersten Tagen kastriert, 24 Hündinnen, 8 Rüden, 7 Katzen und 6 Kater.

Und die beiden Chihuahuas gebaren! Bei der einen Hündin verlief die Geburt normal. Sie verliess mit ihren beiden Kindern die Klinik eine Woche später.


Die Zwerge am Tag ihrer Entlassung

Die zweite Hündin war von einem viel zu grossen Rüden gedeckt worden und konnte nicht normal gebären.

Ihre zwei Welpen mussten mit einem Kaiserschnitt geholt werden, doch sie atmeten nicht.


Alles wurde versucht, um sie zu retten.

Mit einer Spritze wird der Schleim aus dem Mund der Welpen gezogen, um die Atmung zu erleichtern.


Judy versucht es mit Mund-zu-Mund Beatmung.


Und bei einem Winzling hat sie Erfolg!

Der zweite hat es leider nicht geschafft. Die Hündin hat die Geburt gut überstanden.

Mutter und Kind, erschöpft, aber wohlauf.

Vom 07. - 10.05. fand in einem 3-Zimmerhaus in Sosúa Abajo eine aussergewöhnliche Feldklinik statt:

Es ist das Schulhaus der Sugar Kids School, gegründet von Deborah Conabree und betrieben von Lehrern, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Sie unterrichten hauptsächlich Kinder armer haitianischer Landarbeiter, die vorher keinerlei Zugang zu Schulbildung hatten.


Ein Blick auf die niedrig angebrachte Tafel zeigt: Es ist eine Schule für die Jüngsten.


A.A.A.S. Volontäre bereiten den Einsatz vor.


Bald stehen die ersten Patienten vor der Tür.


Auf diesen Kandidaten wirkt die Waage ein wenig bedrohlich…


…doch bald ist die Prozedur überstanden, seine Daten werden eingetragen…


…und der Patientenkartei hinzugefügt.

Während der Feldklinik fand die Schule in Räumlichkeiten auf der gegenüberliegenden Strassenseite statt.


Thema des Unterricht während dieser Tage: Die Liebe zum Tier und seine richtige Behandlung.


A.A.A.S. Volontäre besuchten die Kinder und verteilten kleine Geschenke.


Es sind Kinder, deren Eltern es sich selten leisten können, sie zu beschenken. 
Es wird viel gemalt und gesungen während des Unterrichts.


"Wir operierten oft zur Melodie von Frère Jaques" erinnert sich Dagmar Stech.


Dr. Bonin bei der Arbeit, mit Dagmar Stech…


…und einem A.A.A.S. Volontär.


Dr. List in Aktion.


Dagmar Stech hochkonzentriert.


Die Assistentin hat alle Hände voll zu tun.


Der Aufwachraum


In den Schulpausen klebten die Kinder an den Fenstern, um zu sehen, was in ihrer Schule vorging.


Die Kinder waren fasziniert vom Treiben der fremden Ärzte und konnten sich nicht losreissen.


Andächtig beobachteten sie während der drei Tage in jeder freien Minute, was in ihrer Schule geschah.



Die A.A.A.S. möchte sich bei der Sugar Kids School für diese wunderbare Kooperation bedanken. Die gemeinnützig betriebene Schule sucht nach Möglichkeiten, sich selbst zu erhalten. Kürzlich bekam sie einen Backofen geschenkt. Nun wollen Lehrer und Schüler Plätzchen und Muffins backen und verkaufen. Dazu brauchen sie Backbleche, Backpapier, Messbecher, Löffel, Quirle, Teigschaber sowie Mehl, Zucker, Eier, Butter, Milch, Backpulver ect. Die A.A.A.S. hat einen Aufruf gestartet und sammelt Material für die Sugar Kids im A.A.A.S. Secondhandladen und in der Klinik.

Auch Sie können, wenn Sie möchten, die Sugar Kids auf http://sugarkidseducationalcharity.com besuchen und ihnen mit einer Spende helfen, über paypal oder über das Spendenkonto des Vereins zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. unter dem Kennwort Sugar Kids.

Wir danken Julia Reichel, der ersten Spenderin der Sugar Kids!

Die Ärzte, die zum Teil ja schon das zweite Mal in der Dominikanischen Republik waren, wollten endlich einmal die Lebensumstände ihrer Patienten kennenlernen und begleiteten die A.A.A.S. Volontäre beim Einsammeln der Hunde.

Überall werden die A.A.A.S. Mitarbeiter freudig und erwartungsvoll von Hunden begrüßt, die sie regelmäßig mit Futter und Medikamenten versorgen.


Alte Bekannte folgen dem Truck.

Auch auf dem Weg nach Hause begleiteten die Ärzte ihre Patienten.


Es war auffallend dass alle immer sehr froh waren, wieder heim zu kommen.


Dieser Bewohner einer haitianischen Siedlung war überglücklich über die Rückkehr seiner kastrierten Katze.

Während der Feldklinik kam es zu einem ernsten nächtlichen Notfall: Eine Hündin wurde gebracht, die am Vortag einen Welpen geboren hatte, dann war der Geburtsvorgang ins Stocken geraten. Nur ein schneller Kaiserschnitt konnte die Hündin noch retten.

Doch dann - Stromausfall !!!

Im Schein einer Handytaschenlampe wurden die Instrumente sterilisiert und aufgebaut und die Hündin vornarkotisiert, rasiert und intubiert, bis endlich ein Generator aufgetrieben werden konnte, der eine Not-OP beim Schein von zwei Stehlampen ermöglichte.


Im Inneren der Bauchhöhle die Gebärmutter mit stinkendem Inhalt: Alle Welpen tot!


Die Hündin konnte gerettet werden. Ihr Erstgeborener verstarb leider auch wenig später.

Das ist genau das Horrorszenario, weshalb wir dringendst Spenden sammeln für einen neuen Wechselrichter mit entsprechenden Kapazitäten für das Notstromaggregat der A.A.A.S. Klinik ! Er kostet 683 Euro. Wir hoffen, mit der Hilfe der Freunde des kreolischen Hundes der A.A.A.S. noch dieses Jahr einen Wechselrichter spenden zu können.

80 Tiere wurden während des Einsatzes in Abajo kastriert, 37 Hündinnen, 34 Rüden, 8 Katzen und 1 Kater. Bei der A.A.A.S. ist man sehr erfreut über die zunehmende Bereitwilligkeit, auch Rüden kastrieren zu lassen, zeigt es doch ein Umdenken in dieser südländischen "Macho"-Gesellschaft. Noch vor wenigen Jahren weigerten sich Hundebesitzer schlichtweg, ihre Rüden "degradieren" zu lassen.


Wie immer,so kam auch dieses Mal trotz aller harter Arbeit die Freizeit nicht zu kurz.

Dr. List, Dr. Bonin und Dagmar Stech hatten Gelegenheit, zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern der A.A.A.S. auch die Strände…


…und Strandrestaurants zu geniessen.

Am 11.05. flogen Dr. List und Dr. Bonin zurück nach Frankfurt.


Am 14.05. operierte Dagmar Stech 9 Hunde zusammen mit einer Ärztin aus Kanada, die schon im Januar dieses Jahres volontiert hatte.


Auch diese kleine Hündin war unter den Patienten. Sie lebt jetzt bei Judy in der Klinik.

Tom und Tanya, die in Sosúa das Community outreach Programm für 700 Tiere leiten, brachten eine Hündin aus ihrem eigenen fünfzehnköpfigen Hunderudel zur Untersuchung, die nicht frass und sich erbrach. Danach stand noch ein Hausbesuch an, eine Untersuchung mit Blutabnahme.

Am 15.05. kastrierte Dagmar Stech 4 Hündinnen und eine Katze, die eine total vereiterte Gebärmutter hatte. Ursache: Tote Föten in der Gebärmutter. Ein Tag nach der OP war die Katze schon wieder topfit. Die OP's, die für den Folgetag angesetzt waren, wurden leider abgesagt, und so wurden Tiere in der Klinik und der Pet Lodge behandelt…


…und Joey bekam einen neuen Gipsverband.


Eine Ärztin, verliebt in ihre Patienten…

Am vorletzten Tag holte Dagmar Stech das nach, was sie am 1. Mai versäumt hatte:

Strand…

…Badespass…


…und Reiten!

Genau wie ihre Kollegin Nicola Schmidt ist auch Dagmar Stech eine begeisterte Reiterin und liess sich die Gelegenheit nicht entgehen, auf einem Criollo den Strand entlang zu galoppieren.

Am 18.05., dem Abflugtag, ging es nochmal ins Krankenhaus zum Röntgen. Der Zustand von Toms und Tanyas Hündin hatte sich nicht verbessert. Der Befund war unauffällig und Dagmar Stech entnahm vorsichtshalber Blut, um die Nierenwerte zu untersuchen. Leider hat sich ihr Verdacht bestätigt. Die Hündin ist mittlerweile an Nierenversagen verstorben.

Nach einem Abschiedsessen war dann auch für Dagmar Stech die Zeit zur Abreise gekommen.

Wir sind uns sicher: Diese drei wunderbaren Ärzte, denen wir aus tiefstem Herzen danken, waren nicht das letzte Mal da!

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Das Fernsehen beim kreolischen Hund:
Besuch von Dr. Specht in der Dom. Rep.

13.03. - 20.03.2012

Als Dr. Specht uns im Sommer 2011 mitteilte, dass er gern zu einem Einsatz in die Dom. Rep. kommen würde, mit einem Kameramann vom Fernsehen, war unsere erste Reaktion ungläubiges Staunen: Das Fernsehen beim kreolischen Hund?

Doch Dr. Specht, vor 20 Jahren von Kuba nach Deutschland eingewandert, hat gute Kontakte zum Fernsehen. Und so kam bald der Anruf: "Alles klar, ein Kameramann vom SAT 1 Frühstücksfernsehen und ich fliegen im März 2012 in die Dom. Rep."

Fast bis zum Schluss konnten wir es nicht glauben, doch am 13. März saßen Dr. Specht und Andreas G. von SAT 1 im Flugzeug nach Puerto Plata.


Landeanflug auf Puerto Plata

Ankunft in "POP"

Erste Eindrücke vom Leben und Treiben in der Dom-Rep…


Jugendliche Obstverkäufer in der Nähe des Hotels Tropix, in dem Dr. Specht und Andreas G. wohnten.


Wechselstube in einer belebten Strasse


Das Zweirad ist ein es der beliebtesten Verkehrsmittel.


…und von der Schönheit der Insel

Von Anfang an war klar, dass es sich diesmal nicht um den "Kastrationsmarathon" eines normalen Einsatzes handeln würde, denn die ganze Bandbreite der aussergewöhnlichen Leistungen der A.A.A.S. sollte der Kameramann festgehalten und porträtiert werden. Dazu gehörte es auch, dass Dr. Specht die A.A.A.S. Volontäre des Community Outreach Programms zu Hausbesuchen begleitete, ganz so wie er es von seiner mobilen Praxis in Hamburg gewöhnt ist.

Vom 14. - 16. März fand eine Feldklinik in der kleinen Ortschaft Marinata statt.

A.A.A.S. Volontäre erkunden Marinata. Dabei begegnen sie einer alten Bekannten, der Strassenhündin Diesel, so benannt, weil sie zwischen der Tanstelle am Sosúa-Cabarete Highway und Judys Nachbarn Dr. Bob lebte.

Vor 3 Jahren war sie spurlos aus Sosúa verschwunden. Sie hat sich Marinata als neues Zuhause auserkoren und lebt hier offensichtlich nicht schlecht.


Die Umgebung von Marinata ist ländlich.


Auch der Gastgeber, der sein Haus für die Feldklinik zu Verfügung stellte, betreibt eine kleine Landwirtschaft.


Wie üblich, wurde die gesamte Ausrüstung aus der Klinik in Sosúa zur Feldklinik transportiert.


Der Kameramann nimmt den Ort in Augenschein…


…und probiert erste Einstellungen.

Die A.A.A.S. hatte überall Poster angeschlagen und Zeit und Ort der Feldklinik bekanntgegeben. Wir hatten in aller Eile den von Judy angeforderten Flyer erstellt…



Verein zur Hilfe und Förderung
des kreolischen Hundes e.V.


Association for Aid and Support
of the Creole dogs
Germany


Asociación para la ayuda y el apoyo
de los criollos perros
Alemania



…und so war unser kleiner kreolischer Hund diesmal überall dabei.

Die Leute kamen in Scharen zu dem Arzt, mit dem sie in ihrer Muttersprache über die Nöte und Probleme ihrer Tiere sprechen konnten.


Als Aufnahme, Warte- und Aufwachraum diente die Terasse des Hauses.


Im Inneren herrschte, wie immer bei einer Feldklinik, rege Betriebsamkeit.


Wegen der vielen Stromausfälle wurde diesmal auf den Autoklav verzichtet.


Die Instrumente wurden kalt sterilisiert.

Die Patienten werden auf die OP vorbereitet…

…rasiert und intubiert…
 
…und kommen unter das Skalpell von Dr. Specht und…


…Dr. Sue Harvey, die sich einige Monate in der Dom. Rep. aufhält.

Und der Kameramann…

…ist immer dabei.


In der Aufwachstation…


…wird sich intensiv um die Patienten gekümmert.

Die Katzen des Hauses…

Der kleine rote Kater wurde bei der Gelegenheit gleich mit kastriert.

Viele kamen mit Welpen zum Impfen und Entwurmen.

Wie überall in der Dom. Rep., sind auch in Marinata Chihuahuas als kleine Hunde mit kleinem Appetit sehr beliebt.


Wie immer brachten auch diesmal viele Kinder ihre Lieblinge zum Arzt.

Ein kleines Mädchen von vielleicht zehn Jahren schenkte Volontär Kelli Nixon ihren Ballon als Dank für die Behandlung ihres Hundes.


Kelli war zu Tränen gerührt: "Es war wahrscheinlich das einzige, was das Mädchen besaß."


Die Kinder fassten sofort Vertrauen zu dem spanisch sprechenden Doktor.

Überhaupt passt Dr. Specht, dessen Heimat der Dom. Rep. so nahe liegt, so gut hierher, dass man schon ganz genau auf das Emblem des T-Shirts schauen muss, um zu erkennen, dass es sich hier um einen Arzt aus dem fernen Deutschland handelt.

Raul kam mit seinem Hund zur Kastration, als die Aufnahme-Liste schon voll war. Da sein Hund ein Rüde war und daher einfacher und schneller zu kastrieren als eine Hündin, wurde er gebeten zu bleiben und abzuwarten, ob man ihn einschieben könne.

Raul blieb und entpuppte sich als unschätzbare Hilfe. Er zeigte den Hundebesitzern, wie sie ihre Tiere richtig halten sollten, half, nervöse, ängstliche Hunde aus den Boxen zu holen oder sie wieder hinein zu setzen und öffnete Mäuler, die keine Medizin schlucken wollten. Wächst hier ein zukünftiger A.A.A.S. Volontär heran?


Und natürlich wurde sein kleiner Rüde noch kastriert!

Insgesamt wurden 33 Tiere von Dr. Sue Harvey und Dr. Specht kastriert; 20 Hündinnen, 8 Rüden, 3 Katzen, 2 Kater. Durchschnittsalter: 2,9 Jahre.

Schon am ersten Morgen, noch vor Eröffnung der Klinik, fanden die A.A.A.S. Volontäre ein Geschenk der besonderen Art vor der Tür.

Nach der Erstversorgung wurden die Kleinen nach Sosúa abtransportiert, wo sie auf Adoption warten:


Und auch eine gelungene Adoption gab es während Dr. Spechts Aufenthalt!

Peyton, Preston und Pixie haben ein Zuhause gefunden. Ausstaffiert mit neuen Leinen, Hundeschüsseln und Futter, werden sie zeitlebens vom A.A.A.S. Community Outreach Programm betreut werden.

Dr. Specht möchte für ein großes Impfprogramm zurückkommen, denn noch immer gibt es viele Hunde, deren Gesundheitszustand bedauerlich ist.


Tollwut, Staupe, Leptospirose und Parvovirus gibt es viel häufiger als hier bei uns,…


…genau so wie Räude und andere Hauterkrankungen.


Auch sie brauchen eine Zukunft.

Das SAT 1 Frühstücksfernsehen hat die Reportage über den Einsatz mit Dr. Specht in 4 Episoden gesendet. Verweise zu den Folgen finden Sie auf Aktuelles.

Kastrationsprojekt
mit Dr. Susanne Vogler

04.03. - 12.03.2012

Schon beim ersten Gespräch war klar, dass Frau Dr. Vogler eine aussergewöhnliche Ärztin ist. Wir sprachen über ein Kastrationsprojekt für Hotelkatzen auf Jamaika. "Ich nehme mein Kastrationsbrett mit. Dann kann ich ca 15 Katzen am Vormittag operieren." Uns wurde bewusst, dass wir in Frau Dr. Vogler einen jener raren Chirurgen gefunden hatten, die allein und ohne Assistenz, mit wenigen Mitteln unter einfachsten Bedingungen Großes vollbringen können; wie geschaffen für die Karibik! Welch ein Glücksfall für uns!

Nun können derzeit aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten vorort leider keine effektiven Kastrationsprojekte auf Jamaika durchgeführt werden - Keine Sorge, liebe Katzenfreunde, aufgeschoben ist nicht aufgehoben! - und so flog Dr. Vogler am 04. 03. in die Dominikanische Republik. Helle Begeisterung beim Auspacken der Geschenke.



Dass dieses Jahr schon etwas geleistet worden ist, macht sich natürlich auch beim Schwund der A.A.A.S Vorräte bemerkbar. Dr. Vogler hatte 14 x 10 ml Diazepam,  200 ml Ketamin 10%,  50 ml Xylazin,  100 ml Veracin,  1 x 50 neue OP-Handschuhe,  1 x PGA 3,5 metric Spule 15 m,  Einmalabdecktücher 65 Stück 45x75 cm,  8 x 100 Steirican Einmal-Injektionskanülen 0,9 x 40 mm,  33 op Handschuhe,  22 x Serasynth Nadel-Faden -Kombination USP 0,  4 x 12 Absorbable Wound Closure Device,  5 x Lubricant Gel 65 ml,  Raucodrape 2 x 75 x 90 cm,  Raucodrapew Sectio Set,  Mullkompressen ,  4 x Leukosilk und  10 Advazorb Plus dabei.

Judy hatte etwa 9 OP's pro Tag angesetzt (genaue Zahlen folgen), mit Rücksicht auf die freiwilligen Helfer, die zumeist noch berufstätig sind und bereits einen Großeinsatz im Februar hinter sich und noch 2 weitere Einsätze im März vor sich haben. Viele von ihnen werden den Strand, der quasi vor ihrer Haustür liegt, erst im April wiedersehen, bevor sich im Mai erneut 3 Kastrationseinsätze aneinander reihen.

Wenn wir einen Moment zurückdenken an unsere eigenen bescheidenen Anfänge und den Hilferuf der A.A.A.S. im Frühjahr 2008, ein halbes Jahr nach Fertigstellung der Klinik, erfüllt uns tiefe Dankbarkeit gegenüber all den Tierärzten, die unserem Ruf gefolgt sind!

Dr. Vogler war überrascht, dass nicht mehr OP's geplant waren. Judy sagte: "Dr. Vogler hätte leicht die doppelte Anzahl von Tieren operieren können. Sie muss unbedingt für eine Feldklinik wiederkommen!"


Zwischen den Kastrationen nahm sie sich Zeit, die Fragen der Hunde- und Katzenbesitzer zu beantworten, die wegen Erkrankungen  ihrer Tiere in die Klinik gekommen waren.

Frau Dr. Voglers erster Patient am 05. 03. war Kryptorchid, ein Rüde, bei dem ein Hoden in der Bauchhöhle lag. Kein Problem für die erfahrene Ärztin. Judy geriet ins Schwärmen: "Dr. Voglers Chirurgie ist fantastisch, jeder Schnitt, jede Naht, jeder Handgriff ist absolut perfekt! Die Hunde erholen sich schnell, die meisten können noch am selben Tag entlassen werden."




Auch weitere schwierige Patienten - ein Gebärmutterabriss, eine schwere, alte Halsverletzung, von einem lokalen Tierarzt unzureichend behandelt - waren keine Herausforderung für Dr. Vogler.

Mit Francine und Marina fanden sich zwei Helfer, die der deutschen Sprache mächtig sind, und so gab es genügend Gesprächsstoff.


Der Aufnahmebereich enthält auch Boxen, um die Patienten vor der OP sicher zu verwahren.

In diesem Bereich sind dringend Schweissarbeiten nötig, um das durch das Klima von Rost befallene Metall zu reparieren. Wir sammeln Spenden für diese Reparatur und andere dringende Bedürfnisse der Klinik. Mehr dazu auf Aktuelles.

Vorbereitung auf die OP

Der Patient erhält eine Vornarkose…


…wird rasiert…


…intubiert…


…operiert…


…und danach genauestens überwacht.

Diese junge Dame, die gleich unters Messer kommt,  hatte besonderes Glück. Sie wurde vom Besitzer eines Steakhouse adoptiert, der befand, sie sei mit ihren 6 Monaten zu jung, um allein durch die Strassen zu wandern. Na dann…Guten Appetit!

Viele, die ihre Tiere zu Frau Dr. Vogler brachten, hatten bereits lange bei den World Vets ausgeharrt und mussten dann doch wegen des grossen Andrangs abgewiesen und aufs nächste Mal vertröstet werden, so wie diese zwei…

Namen und Adressen der Besitzer wurden notiert und sie wurden sofort benachrichtigt, als Dr. Vogler eintraf.

Auch Katzen sind immer unter den Patienten.

Dr. Vogler war im Appartement von Judys deutschem Freund WG untergebracht, das nahe bei der Klinik liegt, und konnte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder auch die nähere Umgebung erkunden. Nach den OP's begleitete sie Marina aufs Land, die die Patienten nach Hause zu ihren armen Besitzern brachte.

Nun war es an Frau Dr. Vogler, über die Leistungen des A.A.A.S. Teams zu staunen: "Über jedes Tier wird genau Buch geführt, mit den Daten für die nächste Wurmkur, die nächste Impfung und so weiter… Einfach phantastisch!" Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die A.A.A.S. mittlerweile bereits über 700 Strassentiere und Tiere armer Familien in ihrem kommunalen Programm betreut!

Es braucht eine Zeit, bis man erkennt, dass Tiere auch in solchen Umständen gesund und glücklich sein können…


…so wie Susie…


…und Negrita…


…die es lieben, mit ihrem Herrchen Auto zu fahren…


…wenn, ja wenn sie und ihre Besitzer die Unterstützung der Helfer der A.A.A.S. haben!

Ein Augenzeuge: "Wir sind vor 5 Jahren hierher gezogen. Der Unterschied zwischen den Hunden damals und heute ist unglaublich! Damals verwahrloste, kranke, halb verhungerte Tiere, heute wohlgenährte, gesunde, spielende Hunde, die Vertrauen zu Menschen haben.Und all das aufgrund der Arbeit der A.A.A.S."

Am letzten Tag kam ein Mops zum Kastrieren. Für ihn war es der 2. Versuch. Das erste Mal hatte der Tierarzt die OP abgebrochen, weil der Mops zu ersticken drohte. Judy übernahm die Anästhesie und Dr. Vogler arbeitete schnell und perfekt; der Mops überstand die OP ohne Probleme. Während seiner ganzen Aufwachphase ertönte sein lautes Mops-Schnarchen. Am Samstag, als eigentlich schon keine OP's mehr vorgesehen waren, kam ein letzter Patient, Lassie, eine Hündin mit  Stickersarkom. Lassie ist eine etwa achtjährige Strandhündin, die von einer dominikanischen Familie betreut wird. Sie hat erst kürzlich einen Wurf von 10 Welpen gehabt. Für 9 von ihnen konnten Plätze gefunden werden. Nun konnte die Familie endlich überzeugt werden, die Hündin kastieren zu lassen. Gleichzeitig wurde der Tumor herausgeschnitten und die Hündin erhielt eine chemotherapeutische Behandlung mit Vynchristine, die in einer Woche wiederholt wird, da der Tumor bösartig ist..

Insgesamt wurden 34 Tiere operiert, 19 Hündinnen, 9 Rüden, 4 Katzen, 2 Kater. Durchschnittsalter: 1,9 Jahre.


Abschiedsessen in der Kiosko Strandbar am Tag vor dem Heimflug
Frau Dr. Voglers erster Kommentar nach ihrer Rückkehr: "Es war wunderbar!"

 
Sie will im Februar/März 2013 wiederkommen.

Und wir, wir haben wieder einen grossen Schritt gemacht auf dem Weg zu  unserem Ziel, möglichst viele gute Chirurgen dafür zu gewinnen, einmal im Jahr ihren Urlaub dem karibischen Tierschutz zu widmen.

Kastrationsprojekt
mit Riccarda Schünemann und Sabine Pohl

19.02. – 27.02.2012 in Cafemba, Puerto Plata und Sosúa Abajo

In den ersten Tagen arbeiteten Riccarda Schünemann und Sabine Pohl in Cafemba, Puerto Plata, bei der Asociación Protectora de Animales de Puerto Plata, "Amigos de 4 Patas".


"Amigos de 4 Patas" ist eine noch sehr junge Organisation, der die A.A.A.S. zu helfen versucht.

Gegründet wurde die Organisation von der Kolumbianerin Carolina Beltran-Torres, die vor 3 Jahren nach Puerto Plata zog und die Situation der Straßentiere unerträglich fand.

Riccarda Schünemann und Sabine Pohl waren die ersten ausländischen Tierärzte, die zu den Amigos de 4 Patas kamen.


Die Aufnahme

Die Patienten…

Carolina hatte vorher bekanntgegeben, dass nur Straßenhunde kastriert würden. Hundehalter wurden um Rücksicht gebeten, Anwohner, in deren Straßen Streuner leben wurden aufgefordert, diese Hunde zum Kastrieren zu bringen.


In Puerto Plata steckt der Tierschutz noch in den Kinderschuhen und es mangelt an vielem.


Behandelt wurde auf Zeitungspapier.

Es gab keine Schermaschine. Rasiert wurde mit Einwegrasierern, eine mühsame, zeitraubende Arbeit, bis wenigsten in etwa der OP-Bereich von Haaren befreit war.


Es gab keine Abdecktücher. Am 2. Tag wurden Tücher aus Stoff gebracht.

Es gab kein Diazepam, sondern nur Ketamin und Azepromazin, was die Hunde in eine kurze und nicht sehr tiefe Narkose versetzt, in der sie sich ständig bewegen – für dominikanische Tierärzte der Normalfall, für unsere deutschen Ärztinnen unerträglich! Zum Glück konnte Xylazin aufgetrieben werden. Die Hunde schliefen darauf nach der OP noch eine Stunde tief und friedlich weiter, was wiederum die Helfer zutiefst beunruhigte, weil sie es gewohnt waren, dass die Hunde nach der OP sofort zu sich kommen.

Auch ein Community outreach Programm wie in Sosúa, wo die Straßenhunde regelmäßig betreut und gegen Parasiten behandelt werden, gibt es in Puerto Plata noch nicht. Die Hunde waren so verfloht, dass die Flöhe den Chirurginnen direkt unter Skalpell sprangen und die Parasitenbekämpfung auf dem OP-Tisch stattfand. Eigentlich sollten Riccarda Schünemann und Sabine Pohl an 2 Tischen gleichzeitig arbeiten, aber der zweite Tisch erwies sich als nur halb so hoch. Erinnerungen an Jamaika werden wach…


Das alles hat der fachgerechten Behandlung der Tiere keinen Abbruch getan.

Die Helfer der Amigos de 4 Patas bemühten sich nach Kräften, aber sie haben keinerlei medizinische Vorkenntnisse wie das von Judy geschulte Team der A.A.A.S.

Dieser Hund wurde von Carolina mit einer Hüftgelenksluxation auf der Straße gefunden, wahrscheinlich war er angefahren worden.


Diese Hündin war läufig, hatte einen brüchigen Uterus und eine Ovarie riss ab, viel Blut…

"In Deutschland hätten wir jetzt einen Absauger genommen." erinnert sich Riccarda Schünemann. Hier mussten sie sich mit Tupfern behelfen. Es ist aber alles gut gegangen. Ein Blick auf das Gesäuge zeigt, dass der letzte Wurf noch nicht lange zurückliegt. Höchste Zeit, dem ewigen Kreislauf von Tod und "Wiedergeburt" ins Elend ein Ende zu bereiten.


Auf dem Weg zum "Aufwachraum"


Überall friedlich schlafende Hunde…

…und besorgte Helfer, die nicht verstehen, warum die Hunde nicht, wie nach einer OP durch eien dominikanischen Arzt, sofort wieder wach sind.


Harold, der sein Haus für die Kastrationsaktion zur Verfügung stellte.

Wir erhielten eine Email von den Amigos de 4 Patas, in der sie sich herzlichst beim Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. und bei Riccarda Schünemann und Sabine Pohl bedanken:

"Thanks so much to Aide for Creole Dogs for sending us Doctors Riccarda and Sabine. They had quite an experience here working in the small town of Cafemba,Puerto Plata DR on Feb 21-22. They were not quite expecting to work in such a place and I am sure this opportunity gave them a new perspective on working in third world countries. You just never know what may happen.

Following the two days in the village they joined with another group who was also working in the area and together over 150 dogs/cats were sterilized vaccinated, 200+ treated for parasite and 30 or so treated for other medical problems.

We thank them for donating their time and expertise hope they will visit us again in the future.

Thanks to all."

Und wir, wir haben die allergrößte Hochachtung davor, wie diese beiden jungen Ärztinnen diese schwierige Aufgabe gemeistert haben! Wie die Amigos de 4 Patas wären auch wir über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sehr glücklich.

In der zweiten Wochenhälfte arbeiteten Riccarda Schünemann und Sabine Pohl mit den Ärzten der amerikanischen Organisation World Vets zusammen, die die A.A.A.S. seit längerem mit Materialspenden unterstützt. Die World Vets führen weltweit Kastrations- und veterinärmedizinische Ausbildungsprojekte durch und sind bei Umweltkatastrophen im Einsatz. Ein 14-köpfiges Team mit 6 Chirurgen, Assistenten und Volontären kam im Februar zu einem 3-tägigen Einsatz nach Sosúa.


Ein Reisebus war nötig, um das Team vom Flughafen zu seinem Hotel zu bringen.


Gearbeitet wurde im Ortsteil Sosúa Abajo.


Der Andrang war gross.


Riccarda Schünemann und Sabine Pohl halfen bei den Voruntersuchungen…


…während im OP-Raum letzte Vorbereitungen für den Großeinsatz stattfanden.


Dann setzten sich die Tierärzte die Masken auf und es wurde langsam ernst.


Riccarda Schünemann und Sabine Pohl bei den World Vets


Insgesamt wurden 150 Tiere kastriert, 200 Tiere gegen Parasiten und 30 Tiere wegen Krankheiten behandelt.

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