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Kastrationsprojekt Martinique

2004 fand Isabel Gorski-Grobe einen Wurf ausgesetzter Welpen bei den Mülltonnen der Marina von Le Marin, die Senioren des Vereins. 2005 folgten weitere Hunde und nach einer „Säuberungs“- und Tötungsaktion der Hunde von der Werft in Le Marin die Gründung des Vereins zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. Aufgrund der französichen Gesetze, die temporäre und mobile Kliniken verbieten, der Lobby profitorientierter französischer Tierärzte mit mangelndem Interesse am Tierschutz und dem Fehlen französischer Partner, die bereit gewesen wären, mit uns gegen diese unerträgliche Situation anzukämpfen, gelang es uns nie, in Martinique zu kastrieren. Eine begrenzte Zahl von Adoptionen und Patenschaften blieb die einzige Hilfe, die wir den Tieren in Martinique geben konnten, bis sich 2009 die Aktivitäten des Vereins auf andere Inseln, insbesondere die Dominikanische Republik verlagerten. Als Isabel Gorski-Grobe 2017, 12 Jahre später, nach Martinique zurückkehrte, hatte sich die Situation wenig verändert. Das Elend der Streuner ist dasselbe und wie eh und je sind sie ständig von Tötung bedroht.

Die Marina von Le Marin hat sich entwickelt. Angeschlossen an die ursprüngliche Marina entstand die „Nouvelle Marina“ und dort, zwischen Mülltonnen, Parkplatz und Supermarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite, hat sich eine Katzenkolonie etabliert. Es ist offensichtlich, dass die Tiere dort ein mageres Auskommen haben durch die Abfälle und auch Futter, das tierfreundliche Segler spendieren und auch bislang nicht verfolgt werden, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis es bei unkontrollierter Fortpflanzung zur üblichen Katastrophe kommt…Wir sind entschlossen, den Katzen von Le Marin zu helfen. Es dauerte ein Jahr, auf Martinique eine Tierschutzinitiative zu finden zu finden, mit der wir zusammenarbeiten können: Charlotte Bouquet und ihre freiwilligen Helfer, im Internet auf der Facebookseite als Kat’s Love 972 präsent. Seit April 2018 werden in Le Marin Katzen kastriert, doch Charlotte Bouquet und ihre Helfer tun weit mehr als das: Eine permanente Futterstation wurde eingerichtet, alle Katzen werden medizinisch und individuell betreut; für einige wird ein Zuhause gesucht. Es ist eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass Charlotte und ihre Volontäre von Fort-de-France aus Katzen an vielen verschiedenen Orten verstreut in ganz Martinique betreuen. Wir wollen wenigstens die Kastrationen der Katzen in Le marin finanzieren, obwohl die Kosten pro OP weit über unserem normalen Standard liegen - 55 Euro pro Katze, 35 Euro pro Kater und 77 Euro, wenn eine Katze trächtig ist – denn nur so können wir die Katzen vor den Gefahren schützen, die ihnen bei weiterer Vermehrung drohen. Deswegen bitten wir alle Katzenfreunde um eine Spende für die Katzen von Le Marin an unser Spendenkonto, Stichwort „Katzen von Le Marin“.

Die Katzen von Le Marin…

Hier der Bericht über das Projekt, der ständig aktualisiert wird:

Die Katzen von Le Marin…


Die Mülltonnen des Supermarkts Simply…


…und die Mülltonnen der Nouvelle Marina auf der gegenüberliegenden Straßenseite, das ist das Revier der Katzen von Le Marin.


Hier überleben sie dank der vielen Abfälle und dank tierfreundlicher Segler in der Marina, die immer wieder mal Futter hinstreuen. Und vermehren sich unkontrolliert…


…wie diese Katze hier mit prallem Gesäuge, die unter einem Auto auf dem zwischen Supermarkt und Marina liegenden Parkplatz gefüttert wird und deren Junge Gott weiß wo versteckt sind.


Täglich begegnet man dort denselben Katzen…


Auch diese reinrassige Siamkatze, anscheinend schon vor langer Zeit ausgesetzt…


Sie sitzt immer an der gleichen Mülltonne.

Wir haben es uns in den Kopf gesetzt, diese Katzen kastrieren zu lassen.

Ein Jahr dauerte es, dafür Helfer auf Martinique zu finden, Charlotte aus Martiniques Hauptstadt Fort de France, nicht gerade um die Ecke, und Jessica. Beide kümmern sich schon seit langem mit großem Engagement um Martiniques herrenlose Katzen.


Täglich fährt Jessica seither nach Marin, um die Katzen zu füttern…


…und ihr Vertrauen zu gewinnen.

Am 30. April war es dann soweit: 6 Katzen und 2 Kater konnten gefangen werden. Sie wurden in der Tierklinik Dillon in Fort de France kastriert.

 







Facebooknutzer können sie bei ihrer Rückkehr nach Marin in diesem Video sehen:

Diese Tricolor ist eine echte Glückskatze! Eine Dame aus dem Nachbarort St. Anne sah sie, bemerkte den frischen OP-Schnitt und setzte besorgt ein Inserat in die Zeitung, um etwaige Besitzer zu finden. Die Katze hat keine – und so wurde sie von der Katzenfreundin aus St. Anne adoptiert!

17 hat Jessica bisher in der Marina gezählt, 10 am Supermarkt, die meisten von ihnen weiblich, viele trächtig…

Jessica und Charlotte werden bei ihren täglichen Besuchen von diesem niedlichen Kater begrüßt, der am liebsten ins Auto einsteigen würde. Vermutlich wurde auch er ausgesetzt.


Im Juni wurde eine permanente Futterstelle eingerichtet.


Sie wird gut besucht.

 

2 weitere Katzenmütter konnten zur Kastration eingefangen werden, eine in der Marina und eine am Supermarkt Simply.

 

Im Juli wurde dieser arme Kater beim Simply Supermarkt gefunden, als Charlotte Bouquet ihre Futterrunde machte. Niemand in der Gegend kannte ihn, Er war zum Skelett abgemagert, dehydriert, hatte Fieber und einen enormen Abszess, dazu Spuren von Bisswunden.


Er wurde zum Tierarzt gebracht, der Abszess wurde geleert, eine Drainage wurde gelegt.

Er erhielt Antibiotika und eine Infusion. Mittlerweile haben viele von Charlottes Schützlingen Namen erhalten. Dieser Kater wurde Nomade getauft.

Am selben Nachmittag wurde dieses kleine Katzenbaby am Simply Supermarkt gefunden, fast verhungert und im Begriff zu sterben. Trotz ihrer Schwäche misslang der erste Versuch, sie zu fangen. Erst 3 Tage später konnte sie zum Tierarzt gebracht werden. Sie war dehydriert und anämisch, die Schleimhäute weiß und die Augen zugeklebt und sie war voll von Parasiten aller Art. Gott sei Dank hatte sie kein Fieber...

Die Kleine wurde Cannelle getauft. Sie erhielt Infusionen, wurde entwurmt und ihre Äuglein wurden gereinigt. Sie musste mit der Spritze gefüttert werden, mit kleinen Mengen in Wasser aufgelöstem Futter. Zwei Mal dachte man daran, sie zu erlösen, doch sie kämpfte um ihr Leben wie eine winzige Löwin.


Langsam nahm sie mehr und mehr Futter, besonders kleine Häppchen Sardinen.


Mittlerweile hat sie sich erholt und einen kleinen Freund gefunden, Ebène.
Die beiden sind unzertrennlich.

Nomade, der Kater mit dem Abszess, hat sich erholt. Die Wundpflege erwies sich als schwierig, da es sich um einen wilden Kater handelte, der trotz seiner Jugend nicht mehr zahm wurde. Er musste jedes Mal betäubt werden, wenn die Drainage gespült wurde und musste im Käfig bleiben, bis die Wunden verheilt waren. Er wurde kastriert, negativ auf FIV und Katzen Aids getestet und konnte im August wieder in die Freiheit entlassen werden.

Marlin frisst nicht, weder Trocken- noch Nassfutter. In der Tierklinik fand man heraus, dass er an Zahnfleischentzündung leidet. Er blieb zur Behandlung dort und wurde auch gleich kastriert. Er sucht ein Zuhause.


Zwei weitere Katzen von Marin sind sterilisiert.

Eine von ihnen, Vague, blieb 10 Tage in Nachsorge, da der Tierarzt fälschlicherweise keinen resorbierbaren Faden verwandt hatte. Außerdem gab es ein Problem mit der Kennzeichnung. Normalerweise wird ein Einschnitt ins Ohr gemacht, um die Katzen als kastriert zu markieren. Diese Katze blutete sehr stark und danach war der Einschnitt nicht zu erkennen. Nun wird Vague gechipped, um sie zu schützen. Falls jemals sich jemand über die Existenz der Katzen an der Marina beschweren sollte und sie eingefangen und zur SPA transportiert werden sollten, wären sie unrettbar verloren und würden euthanasiert, wenn sie nicht gekennzeichnet sind. Diese Aussage von Charlotte bestätigt unsere Befürchtungen: Die Katzen von Le Marin können dort überleben – besonders mit der Betreuung, die sie jetzt erhalten – aber sie dürfen sich nicht unbegrenzt vermehren.

Neuankömmlinge in Le Marin!

Hier die neuesten kleinen Ausgesetzten von Le Marin, entdeckt im Abstand von einer Woche. Die stärkere beschützt die schwächere. Sie werden separat gefüttert, denn die anderen lassen sie noch nicht mitessen. Sie sind sehr ängstlich. Sobald wie möglich sollen sie gefangen werden, um sie zu entwurmen und die Weiße zu behandeln; sie scheint ein Hautproblem zu haben. Auf keinen Fall sollen sie getrennt werden.

Am 06. 10. wurde Chipie vom Supermarkt Simply kastriert.

Sie konnte bereits am nächsten Tag wieder freigelassen werden.

Bis zum Jahresende sollen alle Katzen an der Marina und am Supermarkt kastriert werden. Doch sicher werden immer wieder mal welche dort ausgesetzt werden oder auf der Suche nach einer Überlebensmöglichkeit auftauchen, so dass in einem gewissen Rahmen weiter kastriert werden muss…

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