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Kastrationsprojekte

Kastrationsbericht Dominikanische Republik(Juni 2022)
von Emmylou Lynch



Vor der Reise…


Im Winter 2021/2022 haben wir fünf Studenten, Viki Lex, Maximilian Metzger, Paula Wildner, Eileen Bayliss und Emmylou Lynch, uns für das Kastrationsprojekt in der Dominikanischen Republik, organisiert vom Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e. V., beworben. Gefunden haben wir die Anzeige über die Uni und auf Facebook.


Nach einem Telefonat mit der Gründerin Isabel, um schon einmal das Gröbste zu klären, haben wir im Winter dann schon unsere Flüge gebucht. Ein wenig überstürzt vor lauter Vorfreude vielleicht, da wir bis zu dem Zeitpunkt nicht mal einen Tierarzt/eine Tierärztin hatten die uns belgleiten würden. Wir waren jedoch überzeugt, dass alles am Ende klappt.


Zu unserem Glück haben wir die liebe Alma gefunden, unsere letzte Rettung, denn unsere eigentliche Tierärztin ist kurzfristig abgesprungen und Alma hat sich bereit erklärt, spontan einzuspringen.


Mit Almas Hilfe haben wir dann das gesamte OP-Material und die Medikamente besorgt, besser gesagt, wir mussten uns um nichts kümmern. Alma hat alles selbst organisiert! Gemeinsam mit Isabel haben wir eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der wir alles Organisatorische geklärt haben. Auf der einen Seite praktisch, da jeder regelmäßig in die App schaut, aber mit so vielen eine solche Reise nur darüber zu planen vielleicht etwas zu unübersichtlich.


Wir haben es dann letztendlich doch bis in die Dom. Rep. geschafft und auch mit all unseren Sachen, jedoch war es bis dahin ein etwas holpriger Weg. Wir haben leider nicht richtig kommuniziert, wie viele Koffer jeder mitnimmt, bzw. wie viel Platz jeder haben wird und mussten einen Abend vor dem Flug noch spontan einen Koffer dazu buchen, da wir das Material sonst nicht untergekommen hätten. Hier also schon einmal der erste Tipp: Bucht euch alle einen extra Koffer (20kg) dazu! Man unterschätz wie viel Material das alles ist. Und teilt euch bei der Organisation vielleicht etwas auf, damit jeder seine Aufgabe hat und dieser Punkt dann sicher bearbeitet wird.


Falls ihr schon approbierte Tierärzte seid, dann unterstützt den mitreisenden Tierarzt bei der Materialienbeschaffung und dem Transport der Medikamente. Alma wollte uns ursprünglich allen ein Päckchen zuschicken mit Materialien, das wir dann in unseren Koffer gepackt hätten. Was im Nachhinein wohl die einfachste Lösung gewesen wäre.


Ich habe mich allerdings mit ihr in Gießen getroffen und
alles entgegen genommen, da wir bis dato dachten,
es wird alles in einen großen Koffer passen.


Wir haben am Ende vier gebraucht!


Nach dem leicht holprigen Start lief es dann allerding etwas leichter.
Wir sind gemeinsam aus Frankfurt in die Hauptstadt, Santo Domingo geflogen.

Nur Viki, die aus Österreich kam, ist separat geflogen. In Santo Domingo angekommen, wurden wir von zwei Studenten abgeholt mit einem Mini Van, in den wir samt Gepäck gerade so gepasst haben. Beide haben kaum englisch gesprochen, es wäre also von Vorteil, wenn mindestens eine Person etwas Spanisch spricht.


Man darf auch keine schwachen Nerven haben wenn man in der Dom. Rep. in ein Auto steigt, der Fahrstil dort ist, milde ausgedrückt, verrückt…


Wir sind, kaum zu glauben, am Ende aber alle heile in Santiago angekommen
und erstmal völlig müde aber sehr glücklich ins Bett gefallen.


Zur Unterkunft: Es ist die Air B&B Wohnung der Eltern der Tierärztin, in deren Klinik wir arbeiten durften.


Die Wohnung ist typisch dominikanisch eingerichtet.



Es gibt drei Zimmer mit jeweils einem Doppelbett und eine sehr dünne kleine Matratze auf der man, wenn man sich beim Schlafen nicht schwer tut, aber gut schlafen kann. Für den Preis den wir gezahlt haben hätten wir dort allerding eine noch größere und besser ausgestattete Wohnung bekommen können wie wir am Ende festgestellt haben.



Der erste Tag…


An unserem ersten Tag sind wir in die Klinik gefahren…


….haben das Team kennengelernt und haben uns eingerichtet.


Wir haben immer ein Uber bestellt, in das wir uns gemeinsam hineingequetscht haben.

Giselle, die Tierärztin spricht Englisch, ein paar ihrer Studenten auch, aber der Rest nur Spanisch, mit denen man sich dann entweder mit Händen und Füßen oder mit Google Übersetzter unterhalten konnte.


Der Hund des Hauses…


Hunde im Klinik-Shelter…


Insgesamt haben wir 113 Tiere Kastriert. Davon waren eine Handvoll Shelter-Tiere.


Der Rest hatte tatsächlich Besitzer, kamen aber ursprünglich von der Straße


Hunde mit Räude…


…eine in der Karibik sehr häufig auftretende Erkrankung.


Das Katzenareal des Shelters


Zufälligerweise kam an diesem Tag schon die erste Katze zum Kastrieren, welche Alma dann spontan, demonstrativ für uns zum Zuschauen, kastriert hat.


Der Raum, den wir zur Verfügung gestellt bekommen haben, hatte
schätzungsweise 10-12qm, also recht eng zu sechst, aber es hat gereicht.


Eine Klimaanlage gab es leider nicht, somit wurde es tagsüber sehr warm und schwül. Wir haben immer reichlich Wasser dabei gehabt, jedoch muss man sich darauf einstellen, dass es körperlich schon anstrengend wird.


Wir haben zwei Teams gebildet.


Eines war zuständig für die Anästhesie und Narkoseüberwachung…


…und das andere Team hat operiert.


Kater und kleinere Eingriffe haben wir auch teilweise alleine gemacht.


Am 7. Juni schrieb Josephine Lange: “Heute 4 tragende Katzen…


…und 2 mit Pyometra. Heute haben die Studenten einiges gesehen.“


Auch am Kastrationsbrett…


… wurde fleißig geübt.


Mit Rüden…


…ging es weiter.


Bei den ersten Hündinnen…


…arbeitete die leitende Ärztin Josephine Lange
mit jeweils einem Studenten zusammen.


Die nächsten 4 Tage liefen alle relativ gleich ab: Wir sind morgens gegen 8 Uhr in die Klinik gekommen, haben uns kurz eingerichtet und dann direkt mit den OPs losgelegt.

Da wir jeden Tag Tiere von der Klinik zugewiesen bekommen haben, wussten wir nicht was uns erwartet, ob Kater, Katze, Rüde oder Hündin.

Uns wurden die Tiere morgens mit Nummern an der Box vor die Tür gestellt und wir haben sie dann nacheinander kastriert.


Mittags haben wir uns über die Klinik etwas zu essen bestellt und gemeinsam Mittagspause gemacht und den weiteren Tag geplant.


Abends gegen 18/19 Uhr habe wir Feierabend gemacht, sind nochmal einkaufen gefahren oder haben gemeinsam gekocht.


Wir waren immer sehr müde und sind meist früh ins Bett gegangen. Wir haben die ersten Tage hauptsächlich Katzen und Kater kastriert und kamen so am Tag auf um die 20 Tiere. Als dann die Hunde dazu kamen haben wir immer um die 10 Tiere am Tag geschafft.


Jeder sollte mindestens eine Katze…


…und einen Hund pro Tag kastrieren,…


…sowie assistieren und Anästhesie machen.


Somit war unsere Lernkurve recht steil und wir haben schnell dazugelernt.

Bei den Hündinnen und Kätzinnen waren mehrere Trächtige dabei, sowie einige mit einer Pyometra.


Somit haben wir eigentlich alles gesehen und sowohl OHEs als auch OEs durchgeführt.


Nach 5 Tagen Kastrieren haben wir uns ein Wochenende frei genommen und sind nach Puerto Plata ans Meer gefahren.


Dort waren wir Canyoningen im Dschungel und haben am Strand entspannt.


Die letzte Woche sind wir dann etwas ruhiger angegangen, auch weil uns langsam das Material ausgegangen ist. Somit haben wir und vor allem auf die Hündinnen konzentriert und konnten uns für jede mehr Zeit nehmen. Gegen Ende konnte eigentlich jede/jeder von uns sagen, dass sie/er sich sicher fühlt und weiß was zu tun ist bei einer Hündin unter Assistenz.

Am letzten Tag wurde uns von Giselle noch die Urkunde überreicht, die wir uns als Praktikum anreichen lassen konnten.


Am nächsten Tag sind wir mit Giselle und ihrer Familie in die Hauptstadt gefahren.


Straßenszene in Santo Domingo…


Maler bieten ihre Bilder an. Zu ihnen haben sich Katzen gesellt.


Wir sind von dort in unser Air B&B gefahren, in dem wir noch einige Tage Urlaub gemacht haben bevor es dann zurück nach Deutschland ging.



Kastrationseinsatz in Yonu mit Dr. Astrid Patzak (24./25.04.2021)

Nach 7 langen Jahren ist Dr. Astrid Patzak wieder für uns in der Dominikanischen Republik! 2014/15 kastrierte sie in Punta Cana; diesmal war sie in Yonu bei Gabi Schummer, wo wir 2019 einen ersten Einsatz mit Claudia Bretthauer hatten. Dr. Patzak kam in Begleitung ihrer langjährigen Assistentin, die fließend Spanisch spricht. Gabi Schummer hatte ein sehr schönes Hotel für sie ausgesucht; die Art Villa Dominicana, ein kleines Bed and Breakfast mit 28 Zimmern, nur 500 m vom Strand Arena Gorda entfernt.


Der Morgen des 24. April verging mit Vorbereitungen und dem Aufbau des OPs.


Das nahm einige Zeit in Anspruch, Gabi Schummer hat das in diesem Video festgehalten:

Operiert wurde in derselben Halle, in der auch schon Claudia Bretthauer arbeitete. Sie bietet viel Platz, Luft und Schatten. Jeder Patient hatte mehrere zweibeinige Begleiter.


Auch viele Kinder und Jugendlich sind mit ihren Tieren mitgekommen.


Ein Chihuahua durfte natürlich auch nicht fehlen…


Und das war der jüngste Patient, ganze 4 Monate alt.


Dr. Patzak operierte wegen der Lichtverhältnisse in der Nähe des Ausgangs. Die erste Hündin auf dem OP-Tisch…


Bald darauf liegt sie in einem Bettchen, um sich auszuschlafen.


Derweil wird der nächste Hund operiert.


Auch der kleine Kimi mit seinen 4 Monaten übersteht den Eingriff gut.


6 Hunde wurden an dem Tag kastriert, 3 Hündinnen und 3 Rüden.


Der erste Patient ist bereit für den Heimtransport.

Es hätten 7 Kastrationen werden können, doch ausgerechnet der bildhübsche Boca Negra vertrug die Narkose nicht.

Es musste abgebrochen werden und Dr. Patzak, ihre Assistentin und Gabi Schummer hatten alle Hände voll zu tun, um ihn zurück ins Leben zu holen; und das möglichst ohne den Besitzer zu beunruhigen, der gar nicht begriffen hatte, wie ernst es um seinen Hund stand.


Hier geht es ihm schon wieder besser…


An einer Tankstelle freundeten sich Dr. Patzak und ihre Assistentin mit Adelina an.

Adelina ist eine sehr liebenswürdige Hündin, die sich über ein Stück Brot genauso zu freuen scheint wie über eine Mahlzeit mit Hundefutter. Und Adelina hat kürzlich geworfen…


Ihre Welpen sind hinter einem Pappkarton zwischen ein paar Steinen versteckt, 7 an der Zahl.


Adelina lässt sich von ihren neuen Freunden verwöhnen, dann werden die Babys begutachtet.


Für heute heißt es Abschied nehmen. Adelina muss bei ihren Kindern an der Tankstelle zurückbleiben.

Diese Hündin ist ein weiteres Sorgenkind. Sie war in so schlechter Verfassung, dass der lokale Tierarzt sich nicht traute, sie zu kastrieren.


Und das ist das Resultat: 9 Welpen, die die ausgemergelte Hündin säugen muss.


Am nächsten Morgen begann die Arbeit früh. Die kleine Hündin Tai war die erste auf dem Tisch.


Dann folgt diese Hundedame.


Am 25.04. wurden viele sehr junge Tiere kastriert.


Neben 3 fünf Monate alten Hündinnen, offensichtlich Schwestern,…


…waren 2 Rüden da mit 8 und 7 Monaten, Watchiman und King,
und die kleine Tai war auch erst ein halbes Jahr alt.


Negrita heißt diese Patientin. Von ihr gibt es auch ein Video:


Allmählich füllen sich die Boxen mit schlafenden Tieren.


Ein Kater ist heute auch dabei…


Dann ist die Reihe endlich an diesem geduldig wartenden Herrn...


Vor der OP wird nochmal das Herz abgehört.


Insgesamt wurden am 25.04. elf Tiere kastriert; 6 Hündinnen, 4 Rüden und ein Kater.

Wie schon am ersten Tag waren auch diesmal wieder viele Kinder dabei und in den Pausen gab es Sprachunterricht für alle…


Die Patienten erholten sich währenddessen…


…und verschliefen ihren Narkoserausch.


Am Abend dann die Hiobsbotschaft aus Deutschland: Wegen eines familiären Notfalls musste Dr. Patzak sofort zurückfliegen. Zurück blieben ihre gesamte Ausrüstung, denn sie will so schnell wie möglich wiederkommen…


…und 2 Hundemütter mit insgesamt 16 (!) Welpen…


…deren aller Schicksal Dr. Patzak sehr am Herzen liegt.




Kastrationsprojekt in Boca Chica und Las Terrenas
mit Claudia Bretthauer (25.02 – 06.03.2022)


2 lange Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet…


Der Einsatz in Boca Chica war besonders für Helena Motta geplant,
einer Italienerin, die dort 180 bis 250 Katzen und Hunde füttert;
genau weiß man die Zahlen nie.


Meist am Abend zieht sie los…


Im Schutz der Dunkelheit kommen die Tiere en masse zu den Futterplätzen.

Schon lange hatte Helena um Hilfe gebeten für ihre Katzen, die teilweise dreimal im Jahr rollig werden. Jetzt war es soweit.


Außerdem wurden Hunde der Einwohner Boca Chicas kastriert;
ein besonderes Augenmerk auf Strandhunde gab es diesmal nicht. Uns fehlten die Fänger.



Eine leerstehende Pizzeria stand als OP bereit.

Am 25.02. traf sich Claudia Bretthauer mit ihrem Team am Rande der Autobahn kurz vorm Flughafen. Es wurde ein letztes Mal umgepackt, um die gesamte Ausrüstung zu verteilen und zu verstauen. Dann ging es ab zum Flieger…

In Santo Domingo wartete Wilkins Mesa, um das Team nach Boca Chica zu fahren. Er musste die Tour zweimal machen, denn Menschen und Gepäck passten nicht alle auf einmal in sein kleines Auto.

Ankunft in Boca Chica! Das Team war in zwei Unterkünften untergebracht, eine davon gehörte zu einer Pizzeria, deren Besitzer gleichmal das Abendessen spendierte.


Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt karibisches Ambiente.


Der Tag beginnt mit der Einrichtung des OP-Raums.

Kastrationsbretter müssen angebracht
und sauberes Wasser muss besorgt werden.


Viele fleißige Hände verwandeln das Reich eines Pizzabäckers…


…bald in eine Feldklinik.


Gegen Mittag ist alles bereit; es kann losgehen.


Der erste Patient…


…ist eine Katze.


Im Team stark vertreten ist diesmal die Tierklinik Posthausen:
Tierarzthelferin Vivien Lear, zuständig für Vorbereitung und Anästhesie…


…und Chirurg Sebastian Rauth.


Claudia Bretthauers Freunde Danica und Dominik sind für die Registrierung
und Nachsorge zuständig und packen überall mit an, wo Hilfe gebraucht wird.


Dominik mit Liste und Tättowierzange.


Danica beim Rasieren.


Eine von Dominiks Aufgaben ist das Tätowieren.


Jedes Tier bekommt ein Tattoo ins Ohr.


Die Katzen erhalten zusätzlich ein Ear Tip.


Milli, eine in Boca Chica lebende Deutsche, war eine unverzichtbare Stütze des Teams.


Auch sie war überall zugegen, wo helfende Hände gebraucht wurden.

Milli und Eduardo wollen unser Strandhundeprojekt in Zukunft tatkräftig unterstützen, aber erst einmal findet in den nächsten Tagen ihre Hochzeit statt. Wir wünschen ihnen alles Glück der Welt!


Die ersten Zuschauer tauchen auf…


Und bald stellt sich die ganz normale Betriebsamkeit einer Feldklinik ein,
die nur auf den ersten Blick chaotisch wirkt.


Wartende Patienten überall…


14 Hündinnen, 12 Katzen und 6 Kater wurden an diesem ersten Tag kastriert.


Am Abend ein Spaziergang am Strand;

das Team traf sich zum Abendessen bei Vivien und Sebastian.


Am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit…


Dominik wirft noch einen kurzen Blick auf die Listen…


…und schon werden die ersten Patienten gebracht.


15 Hündinnen…


… 8 Rüden, 16 Katzen und 6 Kater werden am zweiten Tag kastriert.


Das ist Fließbandarbeit!


Nicht nur die Chirurgen,…


…auch die Helfer haben alle Hände voll zu tun…


…und kommen keinen Augenblick zur Ruhe.


Schnell füllt sich der Aufwachbereich.


Und bald liegen schlafende Patienten überall da,…


…wo sich noch ein Plätzchen findet.


Mittagspause vor der Tür; es gibt Hühnchen mit Reis vom Schnellimbiss.

Am Nachmittag wird es nochmal ernst. Eine relativ schwere Hündin kam mit Pyometra auf den Tisch. Mehrere große Gefäße in ihrem Fettgewebe begannen zu bluten und mussten mehrfach abgebunden werden. Es kam zu hohem Blutverlust. Die Hündin hatte Schwierigkeiten beim Aufwachen und wollte gar nicht mehr aufstehen.


Ihr Frauchen war sehr besorgt um sie.


Für die Heimreise hatte sie ein Fahrzeug organisiert,
das sonst der Müllabfuhr dient.


Vorsichtig wird die kostbare Fracht nach draußen getragen…


…und in dem Karren deponiert.


Luna scheint sich dort ganz wohl zu fühlen.


Und der Müllmann freut sich sichtlich über seine ungewöhnliche Fuhre.

Am dritten Tag laufen alle nochmal zu Hochform auf. Die Gruppe ist jetzt ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt. 7 Hündinnen und 2 Rüden wurden kastriert.


Ansonsten stand dieser Tag ganz besonders im Zeichen der Katzen.


37 wurden kastriert, 20 Katzen, 17 Kater…


Die Kastrationsbretter waren konstant im Einsatz.


Claudia Bretthauer demonstriert in diesem Video das, was Anja Heß 2018 während Ihres Einsatzes in Palo Alto und anlässlich der Diskussionen um die Verwendung von Kastrationsbrettern bei der Kastration weiblicher Katzen beschrieb: "In dieser Position gleiten Milz und Darm in Richtung Zwerchfell und geben dem Chirurgen den bestmöglichsten Zugang zu den Ovarien. Ein geübter Chirurg macht jetzt nur noch einen Schnitt von 1 cm und braucht etwa 5 - 10 min für die OP."


Vor dem Haus warten nicht nur Menschen…


Auch Hunde scheinen sich dafür zu interessieren, was da drinnen vor sich geht.


Und Luna kommt zur Nachkontrolle. Es geht ihr wieder bestens!


Ihr Frauchen ist sehr glücklich.

Die beiden kommen gerade, als auch das Fernsehteam da ist, das Milli organisiert hat, und werden so zu Fernsehstars.



Später werden die Katzen abgeholt; eine reiche Ernte!


Und ganz zum Schluss dann doch noch das, wovon jeder Karibikreisende träumt!


Das Team im kristallklaren, warmen Wasser der Karibik…


Dominik drückt das Glücksgefühl aus, das vermutlich jeder in diesem Augenblick empfindet!


Beim anschließenden Essen im Strandrestaurant kann man den Blick auf das karibische Meer noch einmal genießen…


Am nächsten Morgen muss Abschied genommen werden vom Strand und seinen Bewohnern.

Vivien entdeckt Hunde mit abgeschnittener Ohrspitze. Das sind die Hunde, die Dr. Emilio Vasquez 2021 für uns kastriert und mit einem Ear Tip gekennzeichnet hat. Wir freuen uns natürlich sehr, dass es ihnen gut zu gehen scheint und sie gut zu erkennen sind.


Zeit für den Abschied! Im Oktober soll es hier weitergehen.


Wilkins Mesa wartet schon…


…diesmal mit 2 Autos, eines für die Menschen, das andere fürs Gepäck. Es geht zur Parada Samaná.


Dort steigt das Team in einen der bequemen, klimatisierten Reisebusse mit großen Stauräumen für Gepäck.


Die Reise geht nach Las Terrenas,
wo man seit 2020 sehnsüchtig auf die Rückkehr von Claudia Bretthauer wartet.



Las Terrenas und El Limón

In Las Terrenas wartete in der Villa von Stephanie ein gedeckter Tisch auf die Gruppe. Claudia Bretthauer, Danica und Dominik wohnten auch hier; Vivien Lear und Sebastian Rauth waren in einer Pension untergebracht.


Kastriert wurde ebenfalls bei Stephanie.


Die Villa ist umsäumt von einer großen, überdachten Veranda,
die viel Platz und Schatten bietet für wartende Patienten…


…und operierende Ärzte.


Direkt gegenüber der Chirurgie liegt der Pool.


Es waren viele Helfer da; auch Tierarzt Dr. Romy packte mit an.


Er hielt die Tiere fest während sie in Narkose gelegt wurden.

Eine zum OP-Tisch umfunktionierte Massageliege wurde mithilfe von Bausteinen auf die richtige Arbeitshöhe eingestellt. Und auch die gute alte Frischhaltefolie kam wieder zum Einsatz; diesmal allerdings zum Fixieren und nicht als Ersatz für Abdecktücher.



Auch für den Aufwachbereich war genügend Platz vorhanden.


Die Freundin von Dr. Romy übernahm die post-operative Überwachung.


5 Katzen, 4 Rüden…

…und 39 Hündinnen, 4 davon trächtig, eine mit Pyometra, wurden an diesem Tag kastriert. Eine Hündin mit inoperablem Sticker Sarkom verstarb in der Narkose. Sie hätte sonst euthanasiert werden müssen, denn der Tumor war so weit fortgeschritten, dass sie in wenigen Wochen keinen Urin mehr hätte absetzen können und sehr elend gestorben wäre.


Nach der Arbeit Badespaß im Pool…

Auch am Abend lockte der beleuchtete Pool, doch es gab Wichtigeres zu tun: Eine Hündin musste nachoperiert werden, denn die Ligatur an einem Blutgefäß war abgerutscht, was zu inneren Blutungen führte.

Dominik schlief die ganze Nacht mit ihr im Arm; sicher kein sehr tiefer Schlaf, denn im Unterbewusstsein wachte er über jeden Atemzug der Patientin.


Diese Nacht blieb nicht ohne Folgen!

Dominik und Danica verliebten sich in die Hündin, der es am nächsten Morgen schon wieder viel besser ging. Sie tauften sie Babe und beschlossen, sie zu adoptieren. Jetzt wird sie bei Patricia vorbereitet und nach dem nächsten Einsatz im Oktober fliegt sie mit nach Deutschland.


Die Rezeption am nächsten Morgen; es herrscht noch Ruhe vor dem Sturm.



Doch wie am Vortag gibt es bald wieder jede Menge zu tun!


Transportboxen stehen überall da, wo sich auch nur ein bisschen Schatten findet.


Ein besonders nettes Paar…


Diese Dame wacht selbst über ihren Hund im post-operativen Narkoseschlaf.


Ihre Tochter kümmert sich derweil um den zweiten Familienliebling.

36 Hündinnen, 9 davon trächtig und eine mit Pyometra, 7 Rüden, 9 Katzen, 2 Kater, einer davon ein Kryptorchid, wurden am zweiten Tag kastriert.

Einer der Hunde kam mit einer schweren Verletzung unter dem Auge, die von einem Machetenhieb herrührte und bis auf den Knochen ging. Zum Glück war das Augenlicht nicht davon betroffen.

Dr. Romys Mutter brachte Vitamin K für Babe. Eigentlich wollte sie mit 7 Hunden zu Kastration kommen, die alle am Tag zuvor vergiftet wurden. So etwas kommt leider immer wieder und immer noch vor und zeigt, dass es mit Kastrationen allein nicht getan ist, sondern dass die Einstellung der Menschen im Umfeld der Tiere geändert werden muss. Dazu sind mehr Schulprojekte nötig, so wie das auf Barbados, und mehr Projekte in Ferienorten, so wie wir es in Boca Chica versuchen.

Am letzten Einsatztag ging es nach El Limón zu dem Tierheim Coconut Hound Haven, das vom Verein Dogs and Cats of the Dominican Republic betrieben wird.

Beth und Jesse Levendis leiten das Heim, das im Januar 2021 eröffnet wurde und auf 4000 Quadratmetern etwa 45 Hunden ein temporäres Zuhause bietet. Man versucht die Tiere soweit wie möglich zu vermitteln, hauptsächlich nach Kanada.




Lautstarkes Gebell empfängt das Team; die ersten Leute warten schon mit ihren Tieren auf die Ärzte.


Diese Dame ist zuständig für die Registrierung; vor ihr liegen Listen, Tape, Stifte und Handy zum Fotografieren.


Operiert wird diesmal im Innenraum, doch irgendwas fehlt dem OP-Tisch. Ach ja, die Beine…


Ein kreativer Unterbau macht’s möglich! Claudia Bretthauer operiert wie immer in der Karibik barfuß.


Sebastian Rauth hat sich auf der Anrichte neben der Spüle eingerichtet.


Während drinnen die Chirurgen fleißig arbeiten…


…bildet sich draußen eine Warteschlange von Menschen mit ihren Tieren.


Bald füllt sich der Aufwachraum.


Auch dieses Hundekind wartet auf die Kastration.


Diese Dame begleitet den Narkoseschlaf und die Aufwachphase.


Und da ist sie wieder! Das Hundemädchen hat die OP sehr gut überstanden
und schaut bereits wieder munter in die Welt.

An Einfallsreichtum bei Transportmöglichkeiten hat es den Menschen in der Karibik noch nie gefehlt. Hier reist ein schlafender Hund in einer Pappschachtel heim, mit Tape gesichert.

37 Hündinnen und 11 Rüden werden an diesem letzten Einsatztag kastriert. Außerdem operierte Claudia Bretthauer einen Hund, der an einem Blutohr litt.


Trotz der vielen Arbeit finden sich Momente, in denen man sich etwas gönnen kann;
ein Drink in einem Restaurant…


…oder ein Bummel durch ein Souvenirgeschäft bei tropischem Regen.


Das Team genießt ein letztes Mal Strand und Meer…


…auch wenn das Wasser des anbrandenden Atlantiks nicht ganz so klar und türkis ist wie die karibische See im Süden der Dominikanischen Republik.


Danica gönnt sich noch ein Getränk, das verdächtig nach
einer Piña Colada in Originalverpackung aussieht.


Dann wird Inventur gemacht. Alles, was nicht verbraucht wurde, bleibt da fürs nächste Mal.


Der Einsatz endet wie er begann; mit einem Essen unter Freunden.

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