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Kastrationsprojekte

3. Kastrationsprojekt in Grenada

mit Claudia Bretthauer 7. – 14.4.2019

Am 07. 04. 2019 flog Claudia Bretthauer mit fünf Helfern nun bereits zum dritten Mal auf die Karibikinsel Grenada. Diesmal ging es wie schon 2017 wieder in den Norden der Insel.


Am 4. April sind 70 kg Medikamente gepackt; der Countdown läuft…

In den Wochen davor hatte es jede Menge Aufregung gegeben wegen Buddy, der von der Tierärztin Felicia Krämer während ihres Aufenthalts im Carriacou Animal Hospital adoptiert worden war und der mit Claudia Bretthauer nach Deutschland reisen sollte. Nach zweiwöchigen Verhandlungen bewilligte Condor endlich das Flugticket für Buddy. Viel hat sich geändert, seit der kleine Hari 2015 mit Theresa Conze und Dr. Uwe Linzer nach Deutschland flog.

Damals war alles ganz einfach, die Tierärzte konnten Hari gleich mitnehmen. In der Zwischenzeit ist der Staat Grenada, zu dem auch die Insel Carriacou gehört, ein sogenanntes nicht gelistetes Drittland und das heißt, dass Tiere von dort vor ihrer Ausfuhr eine viermonatige Vorbereitung durchlaufen müssen, Chippen, Tollwutimpfung, Bluttest nach einem Monat und dann nochmal drei Monate Wartezeit…Noch dazu ist es in der südlichen Karibik besonders schwierig, Flüge zu finden, auf denen Tiere transportiert werden, denn sie werden nur auf Direktflügen mitgenommen und bei Flügen zu und von den südlichen Antillen sind Zwischenlandungen häufig. Tiere von Tobago und Barbados müssen daher über England reisen. Buddy hatte Glück; der Heimflug von Claudia Bretthauer und ihrem Team führte auf direktem Weg nach Frankfurt.


In aller Herrgottsfrühe auf dem Weg zum Flughafen am Morgen des 7. Aprils…

Die Maschine steht bereit. Wieder einmal startet ein Ärzteteam zu einem Kastrationseinsatz für den Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. Es ist unser 43. Einsatz in 11 Jahren und viele von ihnen begannen hier, auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.

Das Team von links nach rechts: Claudia Bretthauer, ihr Lebensgefährte Alexander Nauseda, Mirco Flach, seine Frau Sonja Schmidt – Flach - Tierarzthelferin - , Larissa aus Würzburg und Anais Sauerwein aus Körbecke, beide Studentinnen der Veterinärmedizin in München.

Auf dem Hinflug gab es eine Zwischenlandung auf Curaçao mit einem halbstündigen Aufenthalt. Die ersten Jacken werden ausgezogen…

Ankunft auf Grenada um 18 Uhr Ortszeit. Hier wartete Luana, die Vorsitzende der GSPCA. Nach einem Willkommenstrunk ging es zu Lylette und Kim Russell auf das Crayfish Bay Organic Cocoa Estate, wo Claudia Bretthauer und ihre Helfer bereits 2017 im „Little House“ wohnten, einem Holzhäuschen, das sonst von Ökotouristen und Rucksackreisenden genutzt wird, die den Norden der Insel kennenlernen wollen.

In der Zwischenzeit ist ein zweites Häuschen gebaut worden, wunderschön, doch mit nur 4 Schlafplätzen. Die alte Unterkunft war belegt und Kim und Lylette hatten nicht mit mehr als 4 Leuten gerechnet.


Larissa und Anais schliefen daher die ersten Nächte auf einer Matratze auf der Terrasse,
bis „Little House“ frei wurde und umgezogen werden konnte.


Das Frühstück, bestehend aus selbstgebackenem Brot, Marmelade ohne Konservierungsmittel, frisch gepresstem Obstsaft und Kakao vom Crayfish Bay Organic Cocoa Estate entschädigte für alles…


…genau wie der Blick vom Frühstückstisch.

Am Morgen des 8. Aprils begann der Einsatz. · Der Open Air OP lag im Garten der St. Rose Modern Secondary School in Gouyave. Unterhalten wird die Schule, wie das Banner besagt, mithilfe der „Sisters of the Sorrowful Mother“, einem katholischen Orden von Franziskanernonnen. Gouyave ist mit 3378 Einwohnern nach der Hauptstadt St. George’s der zweitgrößte Ort auf Grenada und liegt an der Westküste der Insel. Gouyave lebt vom Fischfang und ist bekannt für seinen „Fish Friday“, ein jeden Freitag stattfindendes Straßenfest, wo neben Musik und Tanz Fisch in jeder erdenklichen Zubereitungsart von Verkaufsständen entlang zweier Straßen angeboten wird, die extra dafür gesperrt werden. Das Fest ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt.


Auf dem Schulgelände standen 2 Pavillons zur Verfügung; der eine, eine Art Bierzelt, diente als Rezeption, der zweite als OP.

Die Klinik musste erst einmal aufgebaut werden, Der OP hatte drei Wände, neben der offenen Seite befand sich eine Mauer, sodass eine zweite Seite aufgemacht werden musste, um genug Tageslicht hineinzulassen. Es waren drei Campingtische vorhanden, Wasser nur aus Flaschen oder von der Schultoillete, und kein Strom. Der Versuch, Strom mithilfe eines Verlängerungskabels zu legen, scheiterte.


Um Ablagefläche zu schaffen, wurden ein Schulpult und 2 Stühle geholt und aus der Rezeption ein Brett abgebaut.


Einen Großteil der Zeit war es sehr windig. Claudia Bretthauer schrieb. „Über Nacht fliegt immer die Hälfte weg.“ Mirco und Alexander organisierten Bambusstangen…


…um den Pavillon zu stabilisieren. Die Höhe der OP-Tische wurde mit Steinen korrigiert.


Die Bambusstangen wurden mit Mullbinden befestigt. Sie erfüllten ihren Zweck.


Trotz der improvisierten Ablageflächen war der Platz knapp und vieles fand am Boden statt, wie die Kaltsterilisation…


…oder die Rasur von Hund…


…und Katze.


Zwei zusammengerollte Handtücher ersetzen hier die professionelle Schale, in der der Patient stabil liegt.


Und so sieht es dann in der Praxis aus, wenn der Patient ausgebunden und für die OP fertiggemacht wird.


Claudia Bretthauer über den ersten Tag: „Da wir erst spät angefangen hatten, konnten wir nur neun Hündinnen…

…achtzehn Rüden und eine Katze kastrieren. Die Katze hatte zudem einen stark entzündeten Gesäugekomplex, den wir mit entfernen mussten. Ein Rüde hatte einen in der Bauchhöhle liegenden Hoden.


Abendstimmung in Crayfish Bay…

Alle entspannen sich. Mit dabei sind auch die Hundefänger Ronaldo und Boy O. Ronaldo übernachtete ebenfalls auf dem Estate und fuhr das Team jeden Morgen zur Arbeit…

…bevor er mit Boy O auf Hundefang ging, Buddy an der·Leine, der inzwischen von Carriacou nach Grenada gebracht und bei Ronaldo in Pflege gegeben worden war.


Und bald ist die erste Fuhre da…


Eine bildhübsche, aber sehr ängstlich dreinblickende junge Dame…


Nur wenige Hunde wurden diesmal von ihren Besitzern gebracht.

Die GSPCA hatte den Einsatz zwar auf Facebook gepostet, aus personellen Gründen war es aber nicht gelungen, in Gouyave und Umgebung Flyer aufzuhängen und so waren die Hundefänger diesmal doppelt gefordert.

Es fehlten daher auch die üblichen Menschentrauben, die unseren Einsätzen oft eine volksfestähnliche Stimmung verleihen. Nur die Kinder kamen auf dem Weg von und zu der Schule.


Sie interessierten sich aber mehr für das, was in der Rezeption geschah als für die OPs.


Auch ohne Bier war das für sie höchst interessant.


Und einige Kinder aus der Nachbarschaft kamen auch in ihrer Freizeit, um zu sehen, was die Fremden da auf dem Gelände ihrer Schule taten.

Der Wartesaal…Ronaldo und Boy O taten ihr Möglichstes, damit er immer gut gefüllt war. Trotzdem klagte Claudia Bretthauer einige Male über Pausen und Wartezeiten auf Nachschub. Das mag sie so gar nicht…!


Boy O bei einer wohlverdienten Pause.


Jeden Tag kamen zwei - drei amerikanische Studenten der Universität von Grenada zum Helfen.

Sie nutzen die guten, aber im Vergleich zu den USA kostengünstigen Studiumsmöglichkeiten der Uni in St. Georges. Bis zu drei Jahren können sie auf Grenada bleiben.


Amanda Getto war schon letztes Mal dabei.


Für Larissa aus Deutschland ist es das erste Mal.


Anais ist schon zum dritten Mal mit Claudia Bretthauer unterwegs.

Sie hat viel gelernt und kann schon selbstständig arbeiten. Auch als fertige Tierärztin will sie dem Tierschutz treu bleiben. Man beachte das Zeitungspapier, das als „Pipiunterlage“ verwendet wird, denn viele Hunde entleeren ihre Blase in der Narkose: Es zeigt deutlich an, wie windig es die meiste Zeit war.


Larissa beim Zunähen, Anais kontrolliert.


Am zweiten Tag wurde dieser abgemagerte, völlig entkräftete Hund gebracht.


Die Studentinnen nahmen ihn erst mal mit zum Aufpäppeln.


. Am selben Tag kam auch ein Hund mit einer Bissverletzung.

Deutlich sieht man das Loch, wo der Fangzahn eines Artgenossen tief eingedrungen ist. Die Wunde hatte sich natürlich infiziert und wollte ohne Behandlung nicht heilen.


Auch diese kleinen Kätzchen wurden erfolgreich kastriert.


Immer mit dabei: Buddy; wenn er nicht mit Ronaldo unterwegs ist, dann ist er in der Obhut der Studenten.


Claudia schrieb nach dem zweiten Tag: „Heute haben wir 17 Hündinnen, 13 Rüden, 3 Katzen und 3 Kater kastriert. Alle Tiere hatten sehr viele Flöhe, bisher noch keine Abtreibung,“


Am dritten Tag brachte ein Mann brachte seinen sehr bissigen Rottweiler zur Tumor OP.

Der Tumor – kein Stickersarkom - war gigantisch. Leider durfte Claudia Bretthauer den Rüden nicht kastrieren. Der Besitzer hätte eingewilligt, doch seine Frau wollte es nicht. Vielleicht wollte sie den Hund noch als Deckrüden verwenden und Geld mit ihm verdienen. Der Rottweiler ist in der Karibik ein Statussymbol und Wertobjekt. Viele fristen ihr Leben deshalb an der Kette, denn der Besitz muss geschützt werden. Man lässt ihn nicht frei herumlaufen wie die einheimischen Mischlinge.

Diese Hündin, die zum Kastrieren gebracht wurde, sollte offensichtlich für Hundekämpfe missbraucht werden. Ohren und Schwanz wurden extrem kurz kupiert, damit sie von ihren Kontrahenten schwerer zu fassen sei. Anscheinend wurde sie rechtzeitig aus den Fängen dieser Kriminellen gerettet, denn ihr Fell weist keine Narben oder Bissverletzungen auf. Hundekämpfe sind überall in der Karibik strengstens verboten, doch leider finden sie auf jeder Insel im Verborgenen statt, auch auf Grenada.


Mirco bereitet den nächsten Patienten vor…

…doch heute ist mittags Schluss - „Leider!“ vermerkt Claudia Bretthauer – denn Ronaldo hat noch andere Verpflichtungen außer Hunde einzusammeln. Er spielt in einem Fußballverein und an diesem Nachmittag hatte seine Mannschaft ein Spiel, an dem er teilnehmen musste. Trotzdem wurden 15 Hündinnen, 5 Rüden und 1 Kater kastriert.

Das Team hatte einen freien Nachmittag, Zeit, ein bisschen die Landschaft zu genießen…


…und dann den Strand. Das ist so gar nicht nach Claudias Geschmack, aber ihre Mitarbeiter haben es sicherlich genossen.


Ein neues Stück Ausrüstung; eine Küchenwaage, die sich in den folgenden Tagen noch als sehr nützlich erweisen sollte.

Am nächsten Morgen machten sich neben den Hundefängern auch die Studentinnen auf, um in der Nachbarschaft Hunde einzusammeln. Das klappte hervorragend.

 

Ronaldo, der seit drei Jahren ein fester, nicht weg zu denkender Teil von Claudia Bretthauers Grenada-Team ist, kann nicht nur ausgezeichnet mit Hunden umgehen; er ist auch ein begabter Fotograf, der uns wunderschöne Aufnahmen geschickt hat und uns so auf einen Streifzug durch seine Heimat mitnimmt.

On Tour mit Ronaldo…!


Ronaldo, Boy O und ihre jugendlichen Helfer begeben sich auf eine Rundfahrt, um Hunde und Katzen zum Kastrieren einzusammeln.


Sie fahren in die entlegensten Winkel, zu den ärmsten Häusern…


Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Der kleine Hund…


…wird in eine Box gesetzt, die sorgfältig verschlossen wird.


Diesem Jungen gelingt es, eine Katze zu fangen.


Sie wird sehr komfortabel untergebracht. Sie hat eine Hundebox ganz für sich allein.


Dann geht es an das Verstauen der Boxen im Auto.


Egal, wie groß und schwer die Box ist, die Kinder schleppen sie mit Begeisterung und Stolz.


Geschafft!


Jede Box wird noch einmal kontrolliert, um sicher zu sein, dass kein Tier während der Fahrt entwischt. Dann geht es zurück nach Gouyave.

Dort werden die Boxen entladen; die Katze in ihrer Luxusunterkunft und die Hunde werden bald an ein schattiges Plätzchen verbracht, bis sie für die OP vorbereitet werden. Ronaldo und seine Helfer machen sich wieder auf den Weg.

Immer wieder erleben wir in der Karibik solche Szenen, die offenkundige Zuneigung der Menschen zu ihren Tieren bezeugen. Viele Kinder, die ohne Spielsachen aufwachsen, hängen sehr an ihren Tieren. Oft sind sie ihr kostbarster - und einziger - Besitz. Aber auch viele Erwachsene schätzen ihre vierbeinigen Gefährten sehr und für manch alten Menschen bedeuten sie Trost und Gesellschaft. Zwar führen Armut und Bildungsferne, zwei Faktoren, die Hand in Hand gehen, hier wie überall sonst auf der Welt zu den immer gleichen Problemen. Erhöhte Gewaltbereitschaft innerhalb der Familie ist eines davon. Das spiegelt sich auch im Umgang mit Tieren wider. Dazu kommt oft die Unkenntnis, wie man Tiere richtig behandelt. Dennoch verspricht die Tierschutzarbeit in der Karibik langfristig sehr erfolgreich zu werden.


Unter der Veranda des Hauses befindet sich eine Werkstatt. Dort sind mehr Hunde…

Irgendwo kocht ein Topf mit Hühnerköpfen – Hundefutter. Wenn man sich durchliest, was in industriellem Hundefutter verarbeitet wird, so ist dies gar nicht so unähnlich.


Und dann das: Ein Wurf Welpen!


Sie werden eingesammelt und mitgenommen.


Das Auto füllt sich allmählich…


Aber dieser Rüde muss noch mit, obwohl er gar nicht mag, denn er hat offensichtlich ein Hautproblem, vermutlich Räude.


Auf der Straße hebt er nochmal das Bein und ist dann ganz entspannt.


Ob beim Hunde einsammeln…

…oder beim Zurückbringen; die Kinder sind unermüdlich. Sie sind die Zukunft des karibischen Tierschutzes, der nur erfolgreich sein wird, wenn wir ihn in die Hände der Einheimischen legen können. Es ist natürlich unsinnig, zu erwarten, dass Menschen, die in bitterer Armut leben und denen es oft am Nötigsten fehlt, ehrenamtlich arbeiten wie viele Tierschützer hierzulande – genauso wie es unsinnig ist, in Hütten zu gehen, wo zehn hungrige Kinder sitzen und sich nur um den Hund oder die Katze zu kümmern. Natürlich können wir als kleiner Tierschutzverein nicht viel humanitäre Hilfe leisten. Aber wir wollen - und müssen, um den karibischen Tierschutz voranzutreiben! - Arbeitsmöglichkeiten zum regionalen Mindestlohn für einheimische Tierschutzmitarbeiter schaffen, die viele praktische Tätigkeiten im Tierschutzalltag übernehmen können, für die die lokalen Tierschutzvereine keine personellen Kapazitäten haben. Dolores Rohrer hat es uns im Südwesten der Dominikanischen Republik vorgemacht.

Hier, im ärmsten Teil des Landes, hat sie mit einheimischen Mitarbeitern ein Parasitenbekämpfungsprogramm aufgebaut, das hervorragend lief. Täglich wurden in Alonse Hunde gebadet und behandelt. Die Tiere wurden nicht nur von ihren Plagegeistern befreit; es wurden auch die in der Karibik am häufigsten vorkommenden, von Zecken und Milben übertragenen Krankheiten wie Ehrlichiose und Räude bekämpft. Gleichzeitig wurden Hundehalter aufgeklärt und Kastrationskandidaten für den nächsten Einsatz gelistet. Dolores leitete das Programm von der Schweiz aus jahrelang erfolgreich, bis es aus finanziellen Gründen zusammenbrach. Ihr engster Mitarbeiter, von allen Tierärzten als Assistent geschätzt, musste auf Arbeitssuche in die Hauptstadt abwandern, weil 60 Euro monatlich – sechzig! – für den vierfachen Vater nicht mehr zu Verfügung standen. Wir konnten Dolores damals leider auch nicht helfen, hoffen aber, dass unsere Unterstützer uns in der Zukunft bei solchen Projekten beistehen werden. Der Einsatz ist gering, der Gewinn unendlich groß! Niemand kann die Menschen in der Karibik besser aufklären, sie Tierliebe und den richtigen Umgang mit Tieren lehren als die Einheimischen selbst. Bessere Behandlung der Tiere erhöht nicht nur deren Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung, ein Faktor, der entscheidend ist für den Erfolg unserer Kastrationen: Nicht nur werden die Reviere von herrenlosen kastrierten Hunden nach ihrem Tod sofort wieder von fruchtbaren Tieren übernommen; auch die Hundebesitzer, für die das Streunen lassen immer noch die übliche Art der Tierhaltung ist, schaffen sich sofort wieder einen neuen – fruchtbaren! – Hund an, wenn der Vorgänger einer der zahllosen Gefahren des Streunens zum Opfer gefallen ist.

Auch die GSPCA hat erkannt, dass zusätzliche Arbeit notwendig ist für den Erfolg von Kastrationen und bemüht sich seit Jahren im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Kindern im Schulunterricht Tierliebe und Kenntnisse über die richtige Tierhaltung zu vermitteln.

 

Zurück in Gouyave…

Die Welpen sind angekommen, aufgeregt, aber munter. Man kann über Welpenkastrationen denken, was man will: Dreimonatige Welpen sind in 5 Monaten geschlechtsreif, der Tierarzt kommt in frühestens 12 Monaten wieder. Bis dahin könnten viele dieser Zwerge bereits zum zweiten Mal trächtig sein!


Die Hundekinder bezaubern alle, die amerikanischen Studentinnen…


…und auch Anais.

Hier kommt die Küchenwaage zum Einsatz. Der Zwerg wird in ein Handtuch gepackt und an die Waage gehängt, um die Dosierung der Narkose genau zu bestimmen.


Eine Fingerbreite, länger ist der Schnitt nicht.


Und so klein ist dann der Eierstock…


Insgesamt 20 Welpen wurden an diesem Tag kastriert.


Nach der OP…


…erhalten alle Babys natürlich besonders liebevolle Zuwendung.

Ergebnis des vierten Tags: 54 Tiere; 28 Hündinnen, 24 Rüden, 2 Katzen. Die Chefin strahlt!

Der nächste Morgen bringt eine böse Überraschung: Es gießt wie aus Kübeln, alles ist nass geregnet und es sieht nicht so aus, als wolle sich das Wetter bessern. Der Wind ist so stark, dass Claudia Bretthauer erst mal eine herumfliegende Wasserflasche an den Kopf bekommt. In aller Eile wird aus Brettern eine Art Markise gebaut. Dieses Video zeigt die Arbeitsbedingungen am 12. April:

 


Trotzdem klappt alles…


Larissa hat in den letzten Tagen viel gelernt…


Im Sturm kastriert sie ihren ersten Rüden.

Das Wetter bleibt den ganzen Tag schlecht. Um 14:00 ist Feierabend 15 Hündinnen, 16 Rüden und eine Katze sind operiert.

 

Letzter Tag…


Noch einmal macht sich Ronaldo auf den Weg, um Hunde einzusammeln.


Auch hier sind die Jüngsten voller Interesse…


…und wollen sich nach Möglichkeit beteiligen.


Eine Ladung sehr braver Hunde…

Auch am letzten Tag wurde ein Wurf Welpen kastriert. Der erste ist schon wieder munter, seine Geschwister schlafen noch. Wir gehen bei unseren Vermehrungsstatistiken immer von Würfen mit durchschnittlich 5 Welpen aus; das heißt, wir rechnen im Schnitt mit zehn Nachkommen pro Hündin und Jahr. Hier sehen wir, dass es auch wesentlich mehr sein können.


Für die ältere Dame daneben war es der letzte Wurf.

 

Die Bezeichnung „Hundefänger“ für Ronaldo und seine Helfer ist eigentlich falsch. Es müsste heißen: Hunde-Einsammler, denn die meisten Hunde in der Karibik haben einen Besitzer, der sie halt streunen lässt. Größere Gruppen wirklich herrenloser Tiere können sich nur auf Müllkippen halten oder in der Umgebung von Ferienorten, wo sie von Vergiftungen bedroht sind. Sonst reicht das Nahrungsangebot zum Überleben einfach nicht aus. Daher sieht man in der Regel auch keine starken Rudel, sondern Tiere, die allein oder zu zweit auf Nahrungssuche unterwegs sind.

Die wenigen wirklich herrenlosen Hunde in den Dörfern sind den Menschen dort bestens bekannt. Sie werden oft irgendwie mit durchgefüttert und erhalten Namen aufgrund äußerlicher Merkmale oder, wie hier, ihres bevorzugten Aufenthaltsortes. Diese Hündin heißt „Old lady by Rasta shop“: Die alte Dame vom Rasta shop.


Und das ist „Old man by bridge“, der alte Mann von der Brücke.


Nach den OPs werden die Tiere zu ihren Besitzen zurückgebracht.


Viele von ihnen wohnen sehr abgelegen, besitzen kein Auto und hätten ohne Ronaldos Fahrservice keine Chance, ihre Hunde kastrieren zu lassen.


Zwischendurch ein Besuch bei einer alten Dame…


Auf der Veranda wartet ein leckeres Essen…


29 Tiere wurden am letzten Tag kastriert. Hier das Team mit dem letzten Patienten Nr. 200!

Insgesamt wurden 94 Hündinnen , 93 Rüden, 8 Katzen und 5 Kater kastriert in 6 Tagen – eigentlich fünf, denn zweimal wurde nur halbtags gearbeitet - , dazu drei Nabelbruch-OPs, eine Tumor-OP, diverse Wundbehandlungen und Gabe von Antiparasitika. Zwei der Rüden waren Kryptorchide und die trächtigen Patientinnen hätten ohne Abbruch zusammen 27 Welpen zur Welt gebracht.


Das Ergebnis wird gefeiert! Alle Beteiligten haben Grund, stolz zu sein!

Abschied von Buddy…Claudia Bretthauer schrieb am 15. April: „Gestern durfte Buddy mit Rolando, dem besten Tierarzthelfer Grenadas, der sich seit dem 4.4. super um ihn gekümmert hat, ein letztes Mal am Strand toben.“ Danach ging es zum Flieger nach Deutschland…


Buddy hat den Flug gut überstanden…

…und eine sehr glückliche Felicia Krämer kann ihren Hund nach langen Monaten endlich in die Arme schließen!

Kastrationsprojekt in Alonse, La Cienaga und Boca Chica

mit Anja Heß, Ingrid Stegemann, Dr. Alfred Huber und Dolores Rohrer 3.1.-11.1.2019

Am 2. Januar flogen Anja Heß, Ingrid Stegemann, Dr. Alfred Huber und Dolores Rohrer in die Dominikanische Republik. Diese wunderschöne Fotocollage schickte uns Anja Heß als ersten Gruß von dort und man sieht die Freude, die sie empfindet, wieder da zu sein, obwohl das nun schon ihre fünfte Reise in diese Region ist und sie genau weiß, dass harte Tage vor ihr liegen.

Am 3. Januar um 3:00 morgens landeten Anja Heß, Ingrid Stegemann, Dr. Alfred Huber in Santo Domingo, suchten ihren Leihwagen und fuhren zu ihrer Gastgeberin Adele Williams, wo sie sich erst mal von dem langen Flug erholten.

Danach wurden die Vorräte sortiert, die noch vom letzten Einsatz bei Adele lagerten, und einige Einkäufe getätigt, bevor es wieder zum Flughafen ging, um Dolores Rohrer abzuholen, die von der Schweiz über Spanien geflogen war und erst am Nachmittag ankam.

Endlich ist sie wieder dabei!

Dolores Rohrer, Vorsitzende der Associazione suizzera per l'aiuto e il supporto dei cani creoli und eng befreundet mit in der Schweiz lebenden, aus der Provinz Azua stammenden Dominikanern, hat das Projekt Dom. Rep. Südwest 2013 aus der Taufe gehoben, nachdem sie jahrelang mit ihren Freunden in diesen ärmsten und unterentwickeltsten Teil des Landes reiste und wusste: Hier muss etwas geschehen!

In den letzten 3 Jahren konnte Dolores aus beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen und so konnte in Alonse und in der Favela von Santo Domingo nicht kastriert werden; Orte, wo nur Dolores‘ persönlichen Beziehungen und ihre Sprachkenntnisse die Einsätze ermöglichen.

Direkt nach ihrer Ankunft ging es nach Alonse, wo am 04.01. die Arbeit begann.


Gewohnt und gearbeitet wurde im Haus der Oma eines Freundes von Dolores, das über eine offene Pergola und einen geschlossenen Garten verfügt; ideale Arbeitsbedingungen mit viel Platz und Schatten.


Und da sind sie wieder, die wunderschönen OP-Tische, die Dolores 2013 hat schreinern lassen, extra auf die Größe von Anja Heß abgestimmt und sehr rückenschonend für die Chirurgen. Sie lagerten in den letzten Jahren in Alonse und wurden offensichtlich sehr gut aufbewahrt.


Rosalito, Gärtner, Hausmeister und Helfer der Hausherrin, erwies sich als guter Assistent.


Rosalito und Mali, Dolores‘ jahrelanger Helfer vor Ort, holten die Kastrationskandidaten mit dem Moped und sorgten dafür, dass den Chirurgen die Arbeit nicht ausging.


Der erste Patient des Einsatzes erhebt sich bereits wieder.


Die Nummer 2 noch vor dem Eingriff. Dolores schickte uns eine Nachricht vom Einsatzbeginn: „Erst 1,5 Stunden und wir sind schon beim 11. Hund!“


Auffällig viele sehr junge Tiere wurden zum Kastrieren gebracht.


Die meisten weit vor der Geschlechtsreife… Das zeigt, dass trotz der langen Pause bei den Menschen hier nichts von dem verlorengegangen ist, was Anja und ihr Team vor Jahren über Sinn und Zweck von Kastrationen zu vermitteln versuchten.


Alle Trächtigkeiten befanden sich in einem sehr frühen Stadium.

12 Hündinnen, 4 Rüden und eine Katze wurden am ersten Tag kastriert.


Am nächsten Morgen wurde noch ein Rüde in Alonse kastriert. Dann ging es nach San Francisco, einem kleinen Ort nahe Alonse, der 2015 zum letzten Mal Tierärzte gesehen hatte.


In diesen kleinen Orten, wo im Freien operiert wird, kommt es durchaus vor, dass der OP-Platz im Laufe des Tages wechselt…


…und der Ausblick vom OP-Tisch auch mal so aussieht. 10 Hündinnen und 3 Rüden wurden in San Francisco kastriert, alle auffallend gut genährt, dafür aber sehr stark von Flöhen und Zecken befallen.

Der 6. Januar, Heilige Drei Könige, ist ein hoher Feiertag in der Dominikanischen Republik und die Leute tun wenig anderes als in die Kirche gehen. Doch zum Glück meldete sich Vicky, Weggefährtin früherer Einsätze, aus El Corozo, wo einige Leute trotz Feiertag ihre Hunde kastrieren lassen wollten und so wurde der Leihwagen beladen mit Menschen, Ausrüstung und OP-Tisch…


Und los ging’s!


El Corozo, ein armes Dorf, das das Team bereits 2014 besuchte…


Viel hat sich seither hier nicht getan in Richtung Entwicklung. Auch die Sanitäranlagen sind immer noch dieselben.


Die Dorfbewohner haben sich bereits im Schatten eines großen Baumes versammelt. Es passiert nicht viel in diesen kleinen Dörfern. Der Besuch der Ärzte ist ein großes Ereignis – und Heilige Drei Könige gibt es schließlich jedes Jahr!


Jedes Tier wird nummeriert – hier die Nummer 34 - mit Nummer und Angaben zu Art, Geschlecht, Name des Tieres, des Besitzers und des Chirurgen, der Medikation, dem Datum der OP und dem Wohnort des Tieres in eine Liste eingetragen und dann einmal mit dieser Nummer fotografiert.

Hier handelt es sich also um die Hündin Dormenta von Senora Aileira, die am 06.01.2019 von Anja Heß in El Corozo kastriert wurde. Die Kamera zeigt ganz offensichtlich zwar das richtige Datum, nicht aber die lokale Uhrzeit an…


Nur ein OP-Tisch hat in den Leihwagen gepasst. Dr. Alfred Huber muss sich mit einem örtlichen Küchentisch begnügen.

In solchen Situationen wird jede Möglichkeit genutzt, um sauber und hygienisch zu arbeiten. Die Tische sind mit Folie überzogen, die ständig sterilisiert und gewechselt wird. Es werden buchstäblich Gallonen von Haut- und Flächendesinfektion bei jedem Einsatz verbraucht. Die sterile Innenseite der Verpackung der OP-Handschuhe dient als Ablage.


7 Hunde wurden in El Corozo kastriert…


…darunter ein Pärchen Chihuahuas, Priscilla und Monky, der zwar geistig behindert war, aber trotzdem heiß geliebt wurde.


Danach gab es eine Führung durch das Dorf.


Die meisten Leute hier betreiben etwas Landwirtschaft und halten sich ein paar Schweine, für die es aber auch keinen Tierarzt gibt…


Und so wurden dann eben 14 Schweine von Alfred Huber mit Ivomec gegen Parasiten behandelt.


Eine wohlverdiente Ruhepause vor der Rückfahrt nach Santo Domingo, denn für den 07. 01. steht die Favela La Cienaga auf dem Programm.


La Cienaga, eine Stadt in der Stadt, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert…Wie jede Favela auf der ganzen Welt errichtet von Menschen, die es in die Großstadt zog, um der Armut auf dem Land zu entkommen und die dann feststellen mussten, dass ihr Traum von einem besseren Leben hier nicht in Erfüllung ging.

Erst einmal, 2015, waren unsere Ärzte hier, wohin sich keine Polizei, keine Feuerwehr, keine Müllabfuhr und kein Krankenwagen traut…


Enge Gassen…


…an deren fernen Ende man den Fluss erahnen kann.

Die Menschen hier leben in drangvoller Enge. Obwohl viele von ihnen die Favela täglich verlassen und in Santo Domingo arbeiten, reicht der Verdienst nicht für besseren Wohnraum. Die Regierung plant, die illegal erbaute Favela abzureißen, um Platz zu schaffen für neue Häuser, die für die jetzigen Bewohner unerschwinglich sein werden. Kein Mensch weiß, wann diese Pläne in die Tat umgesetzt werden sollen.


3 Katzen und eine Puppe, ein Stillleben der besonderen Art…


Mena, wie bereits 2015 die Schirmherrin der Kastrationskampagne.

Nari, Menas Sohn, der das Team sicher in die Favela und wieder hinausgeleitet, vor einem riesigen Berg Plastikflaschen, die er aus dem Fluss fischt und an eigens dafür eingerichteten Sammelstellen abgibt. Dafür erhält er dort Lebensmittelmarken für Reis, Mehl und andere Grundnahrungsmittel.


Olga heißt die Dame in dem roten T-Shirt. Sie stammt aus Spanien und hat in die Favela hineingeheiratet. Sie war sehr hilfsbereit, putzte Bestecke und sorgte für Getränke.


Bis in die Favela haben es die OP-Tische aus Alonse nicht geschafft. Hier wird auf Küchentischen operiert, die die Leute herbeischleppen.


Während Ingrid Stegemann einen Patienten auf dem Tisch hat, packen Dolores und der Hundebesitzer einen bereits operierten, noch narkotisierten Hund in frische, weiße Tücher ein. Sein Besitzer wird ihn nun während der Aufwachphase keine Sekunde aus den Augen lassen.


Die Bewohner von La Cienaga haben die Ärzte aus dem fernen Europa nicht vergessen.


Das Misstrauen, das noch beim ersten Mal herrschte, als viele, die noch nie ein narkotisiertes Tier gesehen hatten, meinten, die Patienten wären tot, ist geschwunden. Die Menschen sind froh, dass die Ärzte zu ihnen kommen.


Alfred Huber operiert eine Katze, bei dem niedrigen Tisch und in gebückter Haltung eine anstrengende Angelegenheit…


Anja, die Größte des Teams, operiert deswegen teilweise im Sitzen.


Die bunten Häuschen haben Hausnummern, obwohl sich wahrscheinlich niemals ein Postbote hierhin verirrt.


Heute aber ist etwas los vor dem Haus 322, was die Nachbarn magisch anzieht…


Vor dem Haus 329 ist dann Schluss. 10 Hündinnen, 3 Rüden und 4 Katzen wurden kastriert. Für das nächste Mal ist ein ganzes Wochenende in La Cienaga eingeplant, wo alle Bewohner zuhause sind und Zeit haben.

Der 08. 01. war ein freier Tag. Ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann ein Bummel durch die Zona Colonial standen auf dem Programm. Am Nachmittag fuhr das Team dann nach Boca Chica und wurde von Mara Brasola empfangen, die bereits den letzten Einsatz dort organisiert hatte.


Untergebracht waren sie wie beim ersten Mal in dem kleinen Hotel Neptuno’s Refugio

Das Haus, in dem das letzte Mal operiert wurde, ist leider abgerissen worden, doch Mara hat ein geeignetes Haus ganz in der Nähe gefunden, mit mehreren Räumen, teils abgeschlossen und einem Bad. Ihr Bekannter Roberto holte das Team jeden Morgen vom Hotel ab und fuhr sie in die Klinik.


4 – 5 Helferinnen waren immer da, um die Instrumente zu reinigen…


…die Listen zu führen und Fotos zu machen.


Wie schon beim letzten Mal ersetzten Paletten die Tische, eine ebenso einfache wie geniale Lösung, um für jeden Arzt und jeden Helfer immer eine Arbeitsfläche in optimaler Höhe zu haben.


Der Aufwachraum…

Eine der Helferinnen war Nancy, eine Veterinärmedizinstudentin, die bereits Kater und Rüden kastrieren konnte und eine große Bereicherung für das Team war.


Sehr bewährt haben sich Rettungsdecken zum Warmhalten der Tiere im postoperativen Stadium.


Diese Decken werden von nun an ein fester Bestandteil der Ausrüstung sein.

Gleich die erste Hündin war ein medizinischer Notfall. Sie hatte 2 Tage zuvor eine Totgeburt gehabt. 3 tote Welpen steckten noch in ihrem Bauch und sie hatte ein walnussgroßes Stickersarkom.


Eine Pyometra in fortgeschrittenem Stadium…Auch Stickersarkome kamen öfter vor.


Im Verlauf des Tages brachte Mara eine Plane als OP-Unterlage, die sich hervorragend bewährte.


33 Tiere wurden am ersten Tag in Boca Chica kastriert, 15 Hündinnen, 9 Rüden und 9 Katzen.


Viele der Tiere waren ehemalige Straßentiere, die sich an Pflegestellen befanden oder bereits adoptiert waren mit dem Versprechen, sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zu kastrieren.


Die Nummer 100, der letzte Patient des ersten Tages in Boca Chica


Der 10.01. begann mit Hunden. Diese Dame brachte gleich zwei, einen Rüden…


…und eine Hündin.


Dann folgte eine „Katzenschwemme“.


20 Katzen wurden an diesem Tag kastriert.


Hier wird der Venenkatheder schon auf dem Boden gesetzt. 18 Hündinnen und 7 Rüden wurden an dem Tag kastriert.


Als die Ärzte am Morgen des 11. 01., dem letzten Einsatztag, in der Feldklinik eintrafen, hatten die Helfer bereits 10 Leute mit ihren Tieren weggeschickt, die einfach nicht mehr zu bewältigen waren. Dennoch wurde bis um 19:00 gearbeitet.


41 Tiere wurden kastriert, 20 Hündinnen, 6 Rüden und 15 Katzen.


Bei Patient 141, einer Katze, musste Dolores Rohrer das Team verlassen. Ihr Rückflug ging bereits am 11.01.


2 Rüden waren Kryptorchiden, ein Hund hatte einen Nickhautvorfall, ein Hund hatte einen Herzkreislaufstillstand, konnte aber erfolgreich reanimiert werden. Eine Hündin hatte Pyometra.


Trotz aller Arbeit, die dominikanischen Helferinnen blieben immer gutgelaunt.


175, der allerletzte Patient des diesjährigen Einsatzes…

Dr. Alfred Huber, der ein paar Tage länger blieb als die anderen, kastrierte noch 6 Katzen für die Cat Lovers RD.

Wir danken allen Einsatzkräften, allen Spendern und Sponsoren, die dies ermöglicht haben, von ganzem Herzen!Gern hätten wir während des Einsatzes die geplante Futterstation für Strandhunde in Boca Chica eröffnet, doch der Supervisor der Stadtverwaltung, der die Errichtung des Fundaments auf öffentlichem Land überwachen soll, hatte Urlaub. Und so geht es mit kleinen Schritten weiter dem großen Ziel entgegen, ein Modelprojekt für den humanen Umgang mit Streunern in Urlaubsparadiesen zu schaffen.


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