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Kastrationsprojekte

Erster Kastrationseinsatz auf Grenada
mit Claudia Bretthauer

26.01. – 06.02.2017

Die Grenada SPCA besteht seit 1936 und ist eine der ältesten Tierschutzvereine in der Karibik. 2008 wurden wir zum ersten Mal auf die GSPCA aufmerksam anlässlich ihrer Präsentation auf der Karibischen Tierschutzkonferenz in Santo Domingo. Die damalige Vorsitzende erzählte auf der Konferenz: „Es scheint fast immer ein Arzt auf Grenada zu sein, bis auf wenige Wochen im Jahr. Die meisten kommen aus England, USA und Kanada. Wir haben ein Appartement im 1. Stock unserer Klinik in St. George und ein Strandhaus auf unser er Schwesterninsel Carriacou, in dem ein Zimmer zu einem OP-Raum umfunktioniert wurde. im Norden haben wir zwei Stationen zum Kastrieren…


…ein Privathaus, dessen Veranda zur Verfügung steht…


…und eine Plantage.

Alles Benötigte transportieren wir in unserem OP-Van, einer mobilen Klinik, die von der WSPA gespendet wurde. Wir besuchen damit auch abgelegene Dörfer und operieren den ganzen Tag im Van, solange Stromanschluss und Zugang zu Wasser möglich ist. Es können 15 - 20 Tiere pro Tag sterilisiert werden. Wir kastrieren 1200 Hunde pro Jahr.“ Sie sandte uns nicht nur Fotos, um unseren Bericht zu illustrieren, sondern auch für unseren noch jungen Verein sehr wertvolle Tipps zur Durchführung von Feldkliniken. Damals war Grenada führend in Sachen Kastrationen im gesamten karibischen Raum.

Im Januar 2016 schrieb uns die jetzige Vorsitzende Sharon Yawching: „Das, was uns am meisten fehlt, sind Ärzte für Feldkliniken, die hinausgehen in die abgelegenen, armen Dörfer…“

Als Claudia Bretthauer anfragte, ob wir Interesse an einer Zusammenarbeit mit ihr hätten, wussten wir, wir haben die richtige Ärztin für Grenada gefunden!

Claudia Bretthauer liebt den Marathon…

…sei es privat als sehr erfolgreiche Distanzreiterin…


…oder im Beruf, hier bei einem Einsatz in Spanien im November 2015…

…wo sie zusammen mit nur einem Kollegen innerhalb von nur vier Tagen etwa 180 Katzen und 150 Hunde kastrierte. Später sagte sie, die logistische Glanzleistung des Helferteams sei ausschlaggebend für dieses Ergebnis gewesen.

Der Einsatz fand auf dem 200 Jahre alten Crayfish Bay Organic Cocoa Estate im Norden Grenadas statt.


Kim und Lylette Russell bauen hier nach den Prinzipien von Fair Trade bio-dynamischen Kakao an und erzeugen feinste organische Schokolade.


Viel mühevolle Arbeit musste in das völlig verfallene Estate investiert werden…


…bevor Crayfish Bay in neuem Glanz erstrahlte…


So sieht das Crayfish Bay Organic Cocoa Estate heute aus.

Das Land wird von Kims und Lylettes einheimischen Mitarbeitern bewirtschaftet, die 90% des Preises für das Rohprodukt erhalten und darüber hinaus auf dem Land anbauen dürfen, was und wie viel sie wollen, für den Eigenbedarf oder zum Verkauf, vorausgesetzt, dass die Produkte biologisch erzeugt werden und die Pflanzungen dem Kakaoanbau nicht schaden.


Aus dieser wunderbaren Pflanze…


…entsteht nach der Ernte…


… und vielen, vielen Arbeitsgängen…


…feinste biologische Schokolade!


Das „Little House“ von Crayfish Bay…


…sonst Ferienunterkunft für Rucksacktouristen, die den abgelegenen Norden der Insel erkunden wollen…


…diente Claudia Bretthauer und ihrem Team als Unterkunft und OP zugleich.
Sie konnten sozusagen von Zuhause aus arbeiten…


Der Verandapfeiler sollte während des Einsatzes zum Katzenkastrationsbrett werden…

Die Einsatzvorbereitungen verliefen nicht ohne Zwischenfälle.

Beim Versand des Equipments an Claudia Bretthauer wurden unsere Schermaschinen entwendet. DHL ersetzte nur etwa ein Fünftel des Gebrauchtwerts, aber unsere treuen Spender ließen uns nicht im Stich! Dank ihrer Hilfe konnten wir neue Maschinen anschaffen.

Doch sobald Claudia Bretthauer ihren Fuß auf Grenada gesetzt hatte, begann der erfolgreichste Einsatz, den wir je hatten. Innerhalb einer guten Woche wurden 252 Tiere kastriert. Dazwischen fand die begnadete Chirurgin noch Zeit, einen sehr persönlichen Reisebericht in Form eines Tagebuchs zu schreiben, dem wir nichts hinzuzufügen haben.

Reisebericht von Claudia Bretthauer

Am 26.01.17 brach unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus meiner ehemaligen Helferin Sonja, dem Tierarzthelfer Dominik, meinem Mann Carsten und mir, auf in Richtung Grenada. Ankunft war gegen sechzehn Uhr ostkaribischer Zeit. Abgeholt wurden wir von Luke, dem Freund von Hayley, die uns in den nächsten Tagen als Tierärztin zur Seite stehen wird. Nach einer kurvenreichen Fahrt im Dunkeln an der Küste entlang ohne Leitplanke berghoch und runter kamen wir nach ca. 1 Stunde bei Kim Russell an. Er betreibt eine Kakaofarm in St. Mark im Norden Grenadas zusammen mit seiner Frau Lylette und wird in den nächsten zwei Wochen sein Gästehaus für unsere Kastrationsaktion zur Verfügung stellen. Wir wurden enthusiastisch mit einer leckeren Fischsuppe empfangen…


…und bauten bis tief in die Nacht auf der Terrasse unserer Ferienhütte unseren OP Saal auf.


Es kann losgehen!


27.01. Morgens gegen elf kamen die ersten Hunde.

Insgesamt sollten es 12 Hündinnen, 14 Rüden…

…drei Katzen…


…und 20 Abtreibungen werden.

Hayley übernahm davon auch zwei Hündinnen und drei Rüden. Sie operiert sehr gut! Von links nach rechts: Jolanda aus St. Georges, Dominik, Sonja, ich, Ronaldo aus St. Georges, Luke und am OP Tisch Hayley.


Alle Tiere wurden gegen Flöhe und Zecken behandelt…


…und bekamen eine Tollwutimpfung und Wurmkur. Flöhe haben hier scheinbar alle Tiere.

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Ein Rüde einer älteren Dame sollte nur geimpft werden, dies erfuhr ich allerdings erst, nachdem ich schon einen Hoden operiert hatte. Leider durfte ich trotz aller Überredungsversuche den zweiten nicht mehr entfernen. Für Morgen sind dreißig Tiere geordert.

28.01. Heute ging es etwas früher los, da Samstag war und die Leute mehr Zeit hatten. Teilweise standen um die 15 Einheimische vor unserer Open Air Klinik. Es kamen viele junge Leute, die uns ihre Hunde brachten.


Zettel, die überall befestigt waren…


…und Flyer, die an den Hauswänden der umliegenden Dörfer klebten, wiesen ihnen den Weg.

Teilweise waren sie an sehr interessanten Leinen fest gemacht, die aus Ketten, Stromkabeln und Haltebändern bestanden. Zwei Hündinnen, die von einem kleinen Jungen gebracht wurden, sollten wohl nur entwurmt und geimpft werden, sie waren nämlich schon kastriert. Leider sagte er es uns nicht und Narben am Hundebauch rühren erfahrungsgemäß nicht immer von einer Kastration. Ein Rüde hatte einen doppelten Leistenbruch, in dem sich fast der ganze Dünndarm befand.

Ca. 99% aller bisher kastrierten Hunde waren Bluter aufgrund der durch Zecken übertragenen Ehrlichiose. Sie alle bekamen Doxycyclin von uns.  Gegen Nachmittag kam Hayley und übernahm drei Hündinnen und fünf Rüden.

Die neuen Schermaschinen, hier im Vordergrund, bewähren sich im Einsatz. Insgesamt wurden heute 16 Hündinnen, 23 Rüden und eine Katze kastriert, vierzig Tiere, wir fallen abends müde ins Bett.

29.01. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Spiegelei, Bohnen, Speck , Tomaten und frisch ausgepressten Grapefruitsaft brachte uns unser Gastgeber Kim an einen einsamen Sandstrand in einer Bucht.


Als Touristen verkleidet…

Es war herrlich, allein im warmen Meer zu baden und auf den Felsen herum zu klettern, um kleine Krebse zu beobachten! Da Kim noch Termine hatte und daher nicht bei uns bleiben konnte, machten wir uns nach zwei Stunden zu Fuß auf den Weg Richtung Unterkunft.  Es ging über schmale Pfade durch kleine Dörfer die Steilküste entlang durch den Regenwald bis hinunter ans Meer, wo die Fischerboote lagen. Alle Menschen, die uns begegneten, waren sehr freundlich zu uns. Am Meer sahen wir plötzlich, wie ein Mann seinen kleinen Hund vermeintlich ertränken wollte. Wir rannten schnell hin und sprachen ihn an. Er erklärte uns, dass er den Hund nur entflohen wolle, indem er ihn mehrfach komplett unter Wasser drückte. Wir klärten ihn über unsere Aktion auf und er versprach uns, in den nächsten Tagen vorbei zu kommen und Flohmittel zu holen. Abends gingen wir zufrieden früh schlafen und pflegten unseren Sonnenbrand.

30.01. Der Tag begann wie immer mit einem super Frühstück, diesmal gab es Spiegelei und Speck. Gegen halb elf trudelten die ersten Hunde ein, allen voran ein Rüde, den wir zwei Tage zuvor kastriert hatten. Er hatte sich die OP Wunde aufgenagt. Leider war er so bissig, dass wir ihn in Narkose legen mussten, um uns einen Überblick zu verschaffen. Zum Glück war es nicht so schlimm, ich nähte einen zusätzlichen Faden ein, danach konnte er in Ruhe ausschlafen. Nachmittags kam noch eine "Reklamation". Der Rüde mit dem Leistenbruch hatte mit einer Wundschwellung zu kämpfen. Fieber hatte er zum Glück keins. Wir verabreichten ihm Antibiotika und Schmerzmittel und baten die Besitzer, in zwei Tagen wieder zu kommen. Schön, dass die Leute sich anscheinend doch um die frisch operierten Tiere sorgen.

Wir schafften heute 18 Hündinnen, 10 Rüden, 1 Katze und 1 Kater (diesen übernahm Dominik). Bei einer Hündin entfernte ich noch einen Gesäugetumor. Hayley hatte heute leider keine Zeit zu helfen.  Drei Hunde legten wir vorsichtshalber an die Infusion, da sie so stark an Ehrlichiose litten, dass die Schleimhäute weiß waren. Allen ging es nach überstandener Operation gut.


Zecken, Überträger der Ehrlihiose, werden entfernt…


…und in einer Wasserschüssel entsorgt.


Dann geht es an den Tropf…

Das Resultat der ersten drei Tage kann sich sehen lassen, wir haben schon 99 Tiere kastriert, fast die Hälfte der Tiere, die wir machen wollten.

31.01. Nach einem reichhaltigen Omelettfrühstück mussten wir erstmal eine Weile auf unsere Hundefänger Luke und Ronaldo warten. Sie haben den halben Vormittag ihre Kreditkarte suchen müssen, um tanken zu können.

Bei der ersten Hundelieferung dann passierte es: Eine Hündin entkam aus einer nicht richtig schließenden Hundebox und verschwand im Gebüsch des dicht bewachsenen Regenwald-Grundstücks von Kim. Zum Glück war teilweise ein Zaun vorhanden und der Hofeingang von den beiden hofeigenen Hunden bewacht. So konnten wir zu sechst sofort ausschwärmen und mit Hilfe der Hundeschlinge die Hündin wieder einfangen. Heute waren einige recht große und einige sehr junge Hündinnen zu kastrieren. Bei einer jungen Hündin mit unheimlich marodem Gewebe aufgrund von Ehrlichiose riss ein Eierstock leider komplett ab. Die Blutungen gingen zu stillen, aber aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes musste ich die Operation abbrechen. Die Hündin wird möglicherweise zwar läufig, kann aber nicht mehr trächtig werden. Zum Glück war es keine Straßenhündin, so dass wir die Besitzer informieren konnten. Wir kastrierten heute 9 Hündinnen, 20 Rüden und zwei Katzen. Hayley hatte keine Zeit, dafür durfte Dominik sechs der Rüden übernehmen.

01.02. Heute ging die Hundeanlieferung schleppender vonstatten, da Luke und Ronaldo in ziemlich abgelegen Gegenden unterwegs waren.


Die letzten zwei Hunde und Katzen mussten daher im Dunkeln unter einer Hängelampe…

…bzw. im Taschenlampenschein kastriert werden, was natürlich viele Insekten anzog, die mir um die Ohren schwirrten. Zwischendurch wurde uns die Zeit vertrieben durch eine amerikanische Reisegruppe, die Fotos von uns machte. Wir kastrierten 12 Hündinnen, 16 Rüden, 2 Katzen und 1 Kater, drei Katzenwelpen wurden dabei abgetrieben. Heute hatten wir ein paar Hündinnen mit massiv Wasser im Bauch. Eine davon war so schlimm, dabei auch schon so abgemagert, dass wir schon überlegt hatten, ob wir sie nicht besser einschläfern.

02. 02. Nach dem Frühstück fuhr ich eine Runde mit unseren beiden Hundefängern. Wahnsinn, was sie leisten! Wir waren in entlegenen Dörfern und sprachen mit den Einheimischen.

Alle mussten ein Formular unterschreiben, in dem sie erklären, dass sie sich über die Risiken einer Operation bewusst sind und mit allen notwendigen medizinischen Maßnahmen einverstanden sind. Erst dann nahmen wir die Hunde mit. Da nur wenige Leute ein Auto haben, werden die Hunde quasi "frei Haus" transportiert. Kurz danach kam der Mann, der vor ein paar Tagen im Meer die Hundeflöhe ertränken wollte. Er hatte sich auf unsere Worte besonnen und nahm dankbar Spot On gegen Zecken und Flöhe für seinen Hund mit.

Gegen Nachmittag kam ein Mann mit zwei Schafen. Sie hatten Milben und wurden direkt von uns mit behandelt. Ein Hund wurde von seinen  Besitzern gebracht.

Leider holte ihn abends niemand ab, so dass er die Nacht in Sonjas Bett verbringen durfte. Wir kastrierten heute 15 Hündinnen, 16 Rüden und eine Katze. Vorhin kam die Nachricht, dass die Hündin, die gestern in so schlimmem Zustand war, Gottseidank gestorben ist. Ich habe Hayley  gefragt, woher das Wasser im Bauch kommt, sie meinte auch dass es von massivem Wurmbefall kommt. Wichtig ist für den nächsten Einsatz auf jeden Fall Wurmkur zum Spritzen!

03.02. Heute ging es früh los mit vielen sehr jungen Hunden. Fast alle hatten Wasser im Bauch, alle Operationen sind trotzdem gut gelungen.


Eine ganze Familie, Mutter, Sohn und Söhnchen – alle kastriert!


Alle Babys werden kastriert, egal wie alt.


Anbei ein Foto von einer Gebärmutter…


Und nochmal mit dem Faden daneben zum Vergleich. Die Gebärmutter ist kaum dicker…

Ich bin froh, so viele Tiere zu bekommen! Und auch so Junge, die ja nicht jeder operieren kann. Wenn es irgendwie geht, kastriere ich alles. Wir hatten noch keinen ernsthaften Zwischenfall, was natürlich auch viel an Dominik liegt, der ein Top Tierarzthelfer ist.


Der jüngste Patient ist ein ca. 6 Wochen alter Rüde.


Auch bei ihm ist die OP gelungen.


Der Patient schläft seinen Rausch aus.

Ein paar Anwohner fragten vorhin, ob wir nochmal wieder kommen und eine 45 Minuten entfernt wohnende Frau wurde extra von ihrer Tochter her gebracht samt ihrem Rüden zum Kastrieren. Der Anfang ist gemacht! Wir schafften 12 Hündinnen, 21 Rüden und 1 Kater. Eine Hündin hatte tote Welpen im Bauch. Das Fruchtwasser war schon dunkel und hart, was ein Glück dass wir sie operieren durften! Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre es sonst ihr Todesurteil gewesen. Haben übrigens gerade Feierabend gemacht. Die Hündin von gestern Abend ist soeben abgeholt worden. Da heute Abend der so genannte "Fish Friday" ist, an dem alle auf der Straße feiern, mischen wir uns unters Volk und fahren zum Fisch essen in Grenadas wichtigstes Fischerdorf Gouyave, herrlich!

04.02. Leider erfuhren wir nach dem Aufstehen, dass unsere Hundefänger nicht kommen können. So frühstückten wir in Ruhe und räumten ein bisschen auf. Gegen Mittag schlug unser Gastgeber Kim vor, mit uns ein paar Hunde zu holen, so dass wir immerhin 4 Hündinnen und drei Rüden kastrieren konnten. Außerdem kamen noch vier Leute aus der Umgebung vorbei, deren Hunde wir entwurmen und entflohen, leider jedoch nicht kastrieren durften.

05.02. Heute, am Sonntag, verbrachten wir den Tag mit Hayley, Luke und Ronaldo.


Wir badeten in paradiesischen Lagunen unter Wasserfällen…


…stiegen auf einen hohen Berg, von dem man das Meer und mehrere kleine Inseln sehen konnten…


…und schwammen im Meer. Es war perfekt!

Leider knickte Dominik unterwegs um und wird uns für die restliche Arbeit nur noch bedingt zur Verfügung stehen.

06.02. Letzter Tag heute... Der Morgen begann wie immer mit einem super Frühstück bei Kim. Dann räumten wir ein letztes Mal unseren OP ein. Die Anlieferung der Hunde ging leider sehr schleppend vonstatten, da morgen Unabhängigkeitstag ist und heute alle schon vor feiern. Wir müssen teilweise zwei Stunden auf das nächste Tier warten.


Ein Rüde, den ich vor ca. 1 Woche kastriert habe…


…kommt mit starker Hodensackschwellung.


Ich muss nachoperieren und die Hodensäcke entfernen.

Ein Rüde hat zwei stark blutende Lidrandtumore, die bis über das Auge ragen. Ich konnte beide gut entfernen. Eine Hündin hat ein Othämatom. Es war schon so alt, dass Narben zurückbleiben werden. Der kleine Rüde mit der Hernie kam ein letztes Mal zur Nachkontrolle und konnte als gesund entlassen werden, es sah super aus!

Drei Kühe wurden gegen Tollwut geimpft, sie mussten allerdings erst auf einer großen Wiese eingefangen werden. Morgen werden noch 30 Ziegen entwurmt…

Das Resümee:

252 Tiere kastriert, davon

106 Hündinnen

131 Rüden

11 Katzen

4 Kater

1 Leistenbruch, 1 Nabelbruch, 1 Othämatom, 1 Lidrandtumor, 2 Mammatumore, 80 Tiere gegen Tollwut geimpft, davon 6 Kühe, 2 Schafe gegen Milben behandelt, 1 Hund gestorben, 1 Hund Hodensackentfernung wegen zu großer Schwellung eine Woche nach der Kastration, 2 Narkosezwischenfälle, alle beide überlebten.

Ein großes Dankeschön an Isabel Gorski-Grobe, die aus der Ferne eine hervorragende Arbeit gemacht hat, indem sie eine große Kastrationsaktion durchführte, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein. Wahnsinn!  Dank auch an Luke und Ronaldo, unsere Hundefänger, die einen körperlich anstrengenden und sehr gefährlichen Job hatten. Sowie an Hayley, die im Hintergrund Impfstoff und Doxycyclin besorgte. Und natürlich an Kim und Lylette, die uns hier arbeiten und wohnen ließen und immer super lecker für uns gekocht haben.

Uns bleibt nur noch, Claudia Bretthauer und ihrem Team für diesen großartigen Einsatz zu danken und zu hoffen, dass wir das 2018 wiederholen können.

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