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Mali

Selten haben so viele verschiedene Menschen zur Rettung eines Hundes beigetragen, und selten hat ein Hund dabei so oft seinen Namen gewechselt…

Im November 2015 fand eine Touristin 4 Welpen am Strand von Las Galeras, Samaná Peninsula, Dominikanische Republik. 2 davon lagen im Sterben. Sie kontaktierte den Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. und bat um Hilfe. Wir schalteten Kim Beddall, Samaná Dogs, ein, die die überlebenden Welpen mit Futter und Medikamenten versorgte. Sie blieben in der Obhut eines alten Dominikaners, der am Strand von Las Galeras einen Stand hat und Touristen seine Dienste anbietet. Juan ist arm, aber ein Tierfreund, der selbst immer ein – zwei Chihuahuas durchfüttert. Die Welpen, beides Mädchen, wurden Sarah und Carmina getauft; Sarah erhielt ihren Namen nach der Touristin, die sie gefunden hatte.

Am 13. März sandten die Geschwister Gau über Facebook einen erneuten Hilferuf an uns, der uns nicht erreichte: Sie machten Urlaub im Grand Paradise Samaná in Las Galeras, wo sie den beiden Hundemädchen begegneten, die sich ihnen anschlossen. Aus Sarah und Carmina wurden Ariel; und Manibell und Claudia und Michael Gau, die sich sehr bewusst über das Schicksal von Streunern in Urlaubsparadiesen waren, taten ihr Möglichstes, um Ariel und Manibell vor einem frühen Tod durch Gift oder andere grausame Methoden zu schützen. Viel Zeit blieb ihnen nicht, sie hatten nur eine Woche, bevor ihr Flieger zurück nach Deutschland ging und so hörten sie auf den Rat eines dort ansässigen Deutschen, Inhaber des Sunshine Holiday, der ihnen von einem anderen Strand erzählte, wo Hunde angeblich nicht vergiftet werden und überleben können. In ihrer Not brachten sie Ariel und Manibell dorthin und hinterließen Geld und Futter bei einem Dominikaner, der die beiden versorgen sollte. Vor ihrem Abflug kontaktierten sie Kim Beddall, die ihnen zusicherte, dass die beiden Hündinnen während unseres Kastrationseinsatzes im April 2016 kastriert würden. Kim erzählte mir im April, dass sie schnell herausgefunden hatte, dass die Hündinnen an dem neuen Strand noch mehr von Vergiftung bedroht waren als zuvor und sie ließ sie daher nach Las Galeras zurückholen.

Am 17. Mai 2016, nachdem der Bericht über unseren Kastrationseinsatz in Samaná online war, schrieb Claudia Gau über ihren Aufenthalt im Grand Samaná an mich über Facebook: „Wir hatten den größten Stress mit dem Chef des Hotels, als die Hunde entdeckt wurden. Der Chef wollte mich und meinen Bruder wegen den Hunden aus dem Hotel schmeißen. Das nächtliche Wachpersonal ist skrupellos und haben von unserer Terrasse aus Wut immer wieder Sachen gestohlen, wie Handtücher, Badebekleidung und die Näpfe der Hunde. Die Sicherheitsleute haben nachts die beiden von unserer Terrasse getreten, sind mit Funkgeräten zu mehreren ausgeschwärmt und haben versucht.......Ja, was eigentlich? Dieses Hotel ist extrem hundefeindlich und wenn es zu viele werden, verschwinden diese auf wundersame Weise.“

Auch dieser Bericht erreichte mich nicht! Erst im Januar 2017, als sich Messenger ohne mein Zutun auf meinem PC installierte, erhielt ich unter vielen veralteten Posts auch die Nachrichten der Geschwister Gau!


Trauriger Abschied von Ariel und Manibell…


Zurück am Strand von Las Galeras…


…beim alten Juan und seinen Chihuahuamischlingen…

 

Am 05. April wurden die beiden Hündinnen, jetzt wieder Sarah und Carmina, von Dr. Julia Neumann und Dr. Monika Eickhoff während unseres Einsatzes in Las Pascualas kastriert.

 

Sarah und Carmina in der Aufwachstation; sie erhalten Krallenpflege und Tollwutimpfung.


Die jungen Damen beim Erwachen…


Sarah alias Ariel…

Carolina, eine der Helferinnen, die während des Einsatzes Tiere zur Kastration brachten, hat sich besonders um Carmina gekümmert und wir haben die Information, dass Carmina nach Frankreich vermittelt wurde. Sarah blieb in Las Galeras und pendelte zwischen Juan und dem Grand Paradise Samaná…

 

Hier verliebten sich im Mai 2016 zwei weitere Touristen in sie, Sarah und Marco, die ebenfalls im Grand Paradise Samaná Urlaub machten und sich genauso wie Claudia und Michael über die Gefahren bewusst waren, die Sarah in diesem hundeunfreundlichen Hotel drohten. Diesmal erreicht uns ihre Bitte um Hilfe; um Hilfe, Sarah zu adoptieren.

Sarah war mittlerweile so von Touristen verwöhnt worden, dass sie das Grand Paradise Samaná als ihr Zuhause betrachtete…

…und als Sarah und Marco uns Fotos schickten, die den arglosen, jungen Hund auf dem Hotelbett zeigten, wussten wir, dass höchste Eile geboten war! Der Hund schwebte in tödlicher Gefahr! Doch auch Sarah und Marco mussten bald wieder abreisen – ohne Sarah, denn die Dominikanische Republik ist nun einmal ein nicht gelistetes Drittland und die Vorbereitung eines Hundes zur Einfuhr in die EU nimmt mindestens 4 Monate in Anspruch…

Sie und einige andere Gäste beschworen die Hotelmanager, dem Hund nicht zu tun, bis er adoptiert werden konnte. Kim Beddall war zu dem Zeitpunkt in Kanada und es gab keine andere Möglichkeit, den Hund sicher unterzubringen. Wir versuchten, positiven Druck auf das Hotel auszuüben und rieten Sarah und Marco dazu, einen Kommentar auf Tripadvisor zu schreiben, in dem sie das Hotel für seine „Tierfreundlichkeit“ loben und dafür, dass Sarah unversehrt blieb, bis sie weggeholt werden konnte.

2 weitere Gäste, Carmen S. und Gerti Baur, beteiligten sich an der Aktion und schrieben ebenfalls positive Kommentare auf Tripadvisor über die angebliche Tierfreundlichkeit des Hotels. Mit der Hilfe unserer Freunde auf Facebook und den Unterstützern unserer Petition gelang es uns, 126 Likes für diese Kommentare zu bekommen. So viele Likes hat vermutlich noch keine Kritik auf Tripadvisor je erzielt. Es funktionierte! Das Hotel äußerte sich nicht, aber Sarah blieb unbehelligt, bis Kim aus Kanada zurück kam und Sarah in ihrem Haus in Santa Barbara de Samaná aufnahm.

Hier begannen die monatelangen, kostspieligen Vorbereitungen für eine Reise nach Deutschland: Chippen, Impfen, Blutabnahme nach einem Monat zur Bestimmung des Tollwuttiters, weitere 3 Monate Wartezeit…


Probesitzen in der Reisebox…


Es ist soweit, Sarah wird verladen…


Das Auto bringt sie nach Sosúa zu Judy’s Pet Lodge, wo sie auf Marco warten wird…


…der sich in Köln auf den weiten Weg nach Puerto Plata begibt.


Endlich wieder vereint!


Dieses strahlende Gesicht lässt keinen Zweifel zu, Sarah hat ihren Menschen gefunden!

Marco und Sarah am 04. 11. 2016 in Judy’s Petlodge. Judy schrieb später: „ Sie hatte ihn nur 2 Wochen gekannt und dann 6 Monate nicht gesehen. Sie brauchte genau 2 Sekunden, um ihn wiederzuerkennen und dann gab es kein Halten mehr!“


Der Abflugtag, es wird ernst. Noch einmal muss Sarah eine weite Reise machen…


Zuhause angekommen und schon gut eingelebt!
Und da zwei Sarahs in einem Haushalt zu viel sind, heißt sie jetzt Mali!


Sie freut sich ihres Lebens…

 
…braucht keine Leine…


…und ist auch nicht wasserscheu!


Obwohl Mali im November aus der Karibik nach Deutschland kam, hat sie sich erstaunlich schnell akklimatisiert…


…und der Schal ist nur Dekoration.


Nach dem Herumtollen draußen kann man sich zu Hause prima entspannen…


…schlafen…


…schmusen…


…oder weiterspielen…


Am liebsten ist Mali immer ganz nah bei ihren Menschen…


Kuscheln mit Herrchen…


Ein Lacher, der Herr im Hundekorb, der Hund auf dem Bett…


Doch bald wird es Mali dort zu einsam und im Korb haben auch zwei Platz, schließlich gehörte er einmal einem Rottweiler…


Ein rundum glücklicher, zufriedener Hund…

Mali feiert 2016 ihr erstes Weihnachten in Deutschland. Für Sarah und Marco war sie bestimmt das schönste Weihnachtsgeschenk!

Liebe Touristen und Tierfreunde

Wir wissen um die herzzereißenden Erfahrungen, die viele von Ihnen im Urlaub in südlichen Ländern machen und bemühen uns seit Jahren, Tieren dort zusammen mit den Touristen zu helfen. Unsere Petition hat schon viel dazu beigetragen, Hoteliers klarzumachen, dass die meisten ihrer Gäste humanen Umgang mit Tieren an ihrem Urlaubsort wünschen und in unserem Hotelführer sind schon 65 Hotels in 15 Karibikstaaten aufgeführt, die nicht vergiften. Doch es ist noch ein weiter Weg und es gibt noch viele Hotels wie das Grand Paradise Samaná, die jeden Vorwand als willkommenen Grund nehmen, unschuldige Tiere zu vergiften – so ein Grund kann zum Beispiel jederzeit die Beschwerde eines nicht so tierfreundlichen Gastes sein, der sich von Tieren belästigt fühlt – und die gibt es und wird es immer geben! Bitte helfen Sie uns bei unserem Kampf, südliche Urlaubsparadiese auch zu tierfreundlichen Orten zu machen, indem Sie unsere Ratschläge auf Tierschutz und Tourismus befolgen:

Fordern Sie unbedingt das Hotel, in dem Sie Ihren Urlaub verbringen, dazu auf, mit dem örtlichen Tierschutz zusammenzuarbeiten und Tiere kastrieren zu lassen anstatt sie zu vergiften. Machen Sie klar, dass Ihre Wiederkehr davon abhängt und dass Sie Ihre Erfahrungen zuhause öffentlich bekanntmachen werden. Und machen Sie sich bitte nach Ihrer Heimkehr die Mühe, Ihre Erfahrungen und Wünsche in ein paar Zeilen auf Tripadvisor zu schildern. Auf die Bewertungen auf Tripadvisor legen die Hotels besonders viel wert.

Nehmen Sie nie ein Tier mit in Ihr Hotel, füttern Sie kein Tier in oder in der Nähe von Restaurants, ermutigen Sie kein Tier, die Strandliege oder das Hotelhandtuch mit Ihnen zu teilen. Nach Ihrer Abreise sind diese Tiere, die zutraulich und vertrauensselig geworden sind und Zuneigung und Hilfe bei anderen Menschen suchen, die ersten Opfer von Vergiftungen!

Informieren Sie sich vor Reiseantritt auf unserer Seite Tierschutzadressen in der Karibik über Tierschutz-organisationen in der Nähe Ihres Urlaubsortes, die Ihrer Unterstützung bedürfen, auch wenn Sie selbst während Ihres Urlaubs kein Tier finden, das Sie retten möchten. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, eine Organisation zu kontaktieren oder verweigert ein Verein die Aufnahme eines Tieres, obwohl Sie die Kosten für seine Rettung übernehmen möchten, kontaktieren Sie sofort . Wir haben vielleicht noch andere Möglichkeiten, Ihnen zu helfen.