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Situation der Streuner in der Karibik

Dieser Bericht entstand anlässlich einer Recherche für den Artikel von Juliane Peschel-Paetzold und Philip Alsen „Mein Freund vom Strand – Wenn Streuner mit uns Urlaub machen“ in Dogs, Ausgabe Juli / August 2015:


Wir danken allen karibischen Organisationen, die uns dabei unterstützt haben!

Auch die Ausgabe 2/15 des Magazins Planet von Vier Pfoten hat unter der Rubrik Reiseservice den karibischen Streunern eine Seite gewidmet:

Allgemeines

Tierschutz begann im Vergleich zu den Mittelmeerländern in der Karibik sehr spät. Die meisten Tierschutzorganisationen sind erst vor wenigen Jahren entstanden, Ende des letzten oder Anfang dieses Jahrhunderts. Sie wurden hauptsächlich von Menschen aus Nordamerika und Europa gegründet, die sich in der Karibik niederließen und bald die Schattenseiten des Paradieses kennenlernten. Sie sind klein, verfügen über wenig Mittel und können auf ihren Inseln keine Spenden erheben. Sie sind auf Unterstützung von aussen angewiesen aus den Herkunftsländern der Gründer und von Tierschutzorganisationen ausserhalb der Karibik wie dem Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V. , die den Tierschutz auf den Inseln fördern. Vermittlungsmöglichkeiten auf den Inseln sind gering, in andere Länder meist aufwendig und teuer. Es gibt wenige Aufnahmemöglichkeiten, meist begrenzt auf die Zahl, die Mitglieder der Tierschutzorganisationen bei sich aufnehmen können. Es gibt wenige Tierheime in der gesamten Karibik, die kommunalen sind durchweg Tötungen, die Tiere nach einer begrenzten Zahl von Tagen einschläfern, wenn sie nicht abgeholt/vermittelt werden, aber auch die wenigen Tierheime, die von Tierschutzvereinen unterhalten werden, sehen sich meist gezwungen, regelmäßig zu euthanasieren wegen der geringen Vermittlungsquote und des großen Zugangs/Platzmangel, Geldmangel…

Eine Beobachtung

…, die generell zutreffen dürfte: Ich habe den größten Teil der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der Karibik verbracht und immer wohltuend bemerkt, dass die Einheimischen zwar genauso wenig Tierliebe und -verständnis hatten wie Bewohner anderer südlicher Länder, dass es aber einfach nicht soviele Tiere, d. h. Hunde und Katzen, gab und deshalb eine wesentlich bessere Situation herrschte als z.B. in den Mittelmeerländern. In den Neunzigern war ich von der Karibik abwesend, kehrte 2003 zurück, seinerzeit auf die Französischen Antillen, und war entsetzt über die Explosion der Strassentierbevölkerung und deren Zustand. Diesselbe Beobachtung wurde zur gleichen Zeit in Belize gemacht: Die gebürtige Belizerin Madi Collins kehrte nach 12 Jahren, die sie in New York verbrachte, 2003 in ihre Heimat, auf die kleine Insel Caye Caulker, zurück und machte genau dieselbe Erfahrung: Wenig Tierliebe, aber auch wenige Hunde und Katzen, als sie die Insel verließ, eine Populationsexplosion und schockierendes Tierleid bei ihrer Rückkehr. Sie gründete P.A.W.

. Diese Entwicklung schreitet fort, trotz der ungeheuren Welpensterblichkeit - von vielen Würfen überlebt kein einziger Welpe -, der generellen kurzen Lebenserwartung und der ständigen Verfolgung.

Seit 2002 findet regelmäßig eine karibische Tierschutzkonferenz statt, meist alle 4 Jahre, immer in einem anderen Land, gesponsort von Humane Society International, Pegasus Foundation, IFAW u. a. Sie dient dem Erfahrungsaustausch zwischen den karibischen Tierschutzorganisationen.

Kastrationen

In den letzten Jahren haben die Bemühungen, die Strassentierpopulationen durch Kastrationen unter Kontrolle zu bringen und damit das Tierleid einzudämmen, überall stark zugenommen. Ärzte aus USA, Kanada, von uns aus Deutschland gesandt, u. a. volontieren, um zu kastrieren. Das Problem ist die ungeheure Menge an Tieren, denen Ärzte und Organisationen gegenüberstehen.

Als grobe Faustregel kann man sagen, dass auf jeden 4. Einwohner einer Insel ein Hund kommt, auf manchen Inseln sind es sogar mehr. Die Zahl der Tiere, die kastriert werden können, hängt nicht allein von den zu Verfügung stehenden Ärzten ab, sondern auch von der Verfügbarkeit der dazu benötigten Medikamente und Materialien. Die Pharmaindustrie zeigt sich bisher wenig hilfreich!

Es gibt immer behördliche Bestimmungen zu beachten zur Genehmigung der Tätigkeit volontierender Ärzte und der Einfuhr der dazu benötigten Mittel, die teilweise zeitraubend u. recht aufwendig sind. Auf einer ganzen Reihe von Inseln sind die Tierschutzorganisationen gezwungen aufgrund von Gesetzen und dem Einfluss der ansässigen Tierärzte, nur mit dort niedergelassenen Tierärzten zu arbeiten. Das führt generell zu einer Verringerung der Kastrationen.

Abgesehen davon, dass besonders an abgelegeneren Orten Tierärzte (falls es sie gibt) häufig keine Ausbildung zum Chirurgen haben, sind einheimische Kleintierärzte gezwungen, vom Tierschutz zu leben, da es keine Mittelschicht gibt, die es sich leisten kann, mit ihren Haustieren zum Arzt zu gehen, d. h. dass die Ärzte nicht umsonst kastrieren können; sie müssen Materialkosten und eine Behandlungsgebühr verlangen. Und selbst wenn diese gemessen an hiesigen Preisen gering ist für ein Tier, so addiert sich dies doch bei der Zahl der Tiere, denen sich der Tierschutz gegenüber sieht, zu unerschwinglichen Summen.

Unter den niedergelassenen ausländischen Ärzten gibt es, je nach Insel, viele, die kein Interesse am Tierschutz haben und dieselben Gebühren verlangen wie in ihrer Heimat. Insofern kann man sagen, dass nur einige wenige Prozent der Gesamtpopulation der Tiere auf jeder Insel bisher kastriert sind. Es ist nur möglich, an einzelnen Orten zu beginnen, die Tiere in möglichst grosser Zahl zu kastrieren, dort den Populationszuwachs unter Kontrolle zu bekommen und von solchen Zellen aus weiter zu arbeiten.

Das funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die entsprechende Arbeit mit der Bevölkerung in der Umgebung erfolgt, um sie zu Toleranz und Akzeptanz den Kastraten gegenüber zu bewegen. Werden die Tiere weiter verfolgt, können sie ihr Revier nicht besetzt halten, das dann sofort wieder von fruchtbaren Tieren aufgefüllt wird, die auf der Suche nach Nahrung sind. Die Einheimischen müssen zunächst Sinn, Zweck und Nutzen der Kastrationen verstehen lernen, was seine Zeit dauert. Sie projizieren gern die eigene Sexualität auf die Tiere, auch wenn sie sich sonst um deren Wohl nicht viele Gedanken machen.

So opponieren Männer meist vehement gegen die Kastration von Rüden, während Frauen entsetzt über die Kastration einer trächtigen Hündin sind. Der ungewollte Nachwuchs wird dann ausgesetzt, an einsamen Orten zum Verdursten/Verhungern abgelegt oder auch gern, wo möglich, in der Nähe von Europäern und Nordamerikanern deponiert, von denen man weiss, dass viele sich um Tiere kümmern. Das ist eher als Zeichen von Hilflosigkeit und Ignoranz als von Grausamkeit zu werten.

Viele Einheimische scheuen sich, Welpen und Kätzchen eigenhändig umzubringen, obwohl es natürlich auch Sadisten gibt, die Freude daran haben, Tiere mit Säure zu übergießen, sie anzuzünden, sie mit der Machete zu verstümmeln ect. Hunde- und Hahnenkämpfe gehören vielerorts, obwohl häufig verboten, noch zum oft geheim ausgeübten Volkssport. Die beste Reklame für Kastrationen sind die Tiere von Einheimischen, die man überzeugen konnte: Im Umfeld wird wahrgenommen, dass diese Familien sich nicht mehr mit ungewolltem tierischem Nachwuchs herumschlagen müssen, die Männer sind stolz auf ihre Rüden, die plötzlich an Gewicht zunehmen, ein besseres Fell kriegen und so gar nicht unmännlich wirken!

Die Lebenssituation der karibischen Streuner

Man findet in der Karibik zwei verschiedene Situationen mit Gegensätzen, wie sie größer nicht sein könnten: Tourismuszentren an den Küsten und einheimische, städtische oder ländliche Gebiete mit großer Armut, Bildungsmangel, extrem niedrigem Lebensstandard, in den Städten Slums. Hohe Streunerpopulationen finden sich überall, besonders da, wo es ausreichend Abfälle gibt, die Nahrungsgrundlage Nr. 1 für Strassentiere. Sie bewohnen Müllhalden, durchwühlen Mülleimer und -container, suchen auch gern die Nähe touristischer Einrichtungen, wo sie auf besonders viele Abfälle sowie tierfreundliche Urlauber treffen.

In den einheimischen Gegenden haben die Streuner häufig ein sogenanntes Zuhause, streunen aber den ganzen Tag und vermehren sich ungehindert, weil die Besitzer sich nicht um sie kümmern und die Häuser aus Armut seltenst eingezäunt sind. Auf den ersten Blick und für Uneingeweihte sind sie von herrenlosen Tieren nicht zu unterscheiden. Ihre überlebenden Nachkommen werden dann oft zu wirklich herrenlosen Strassentieren, die in kleinen Gruppen oder auch einzeln, (z.B. starke Rüden oder Hündinnen, die Welpen haben u. ihnen allein eine bessere Überlebenschance geben wollen) auf Nahrungssuche unterwegs sind.

Hunger, Durst, die Suche nach einem Platz, um sich auszuruhen, wo sie nicht vertrieben, gequält etc. werden, sowie der Zwang, sich fortzupflanzen bestimmen ihr kurzes Leben. Sie sind ständig bedroht von Gift, Verkehrsmitteln u.a. Ein dreijähriger Hund in der Karibik ist alt, ein 4-5jähriger ein Greis, die meisten erreichen ein derart hohes Alter nicht. Vom 8. Monat bis zum Tod pflanzen sie sich mindestens zweimal im Jahr pausenlos fort. Von den Welpen überleben die wenigsten:

Ab der 4-5 Woche haben die Mütter keine Milch mehr, es gibt keine welpenverdauliche Kost, die unentwurmten, ungeimpften Welpen fallen heerscharenweise Würmern, Wanderlarven (Lebendfleischfressern, die aus von Fliegen in kleinste Körperöffnungen abgelegten Eiern schlüpfen und sich ihren Weg durch die Körper fressen), Leptospirose, Staupe oder ganz einfach Hunger und Durst zum Opfer. Die Überlebenden setzen den Zyklus fort. Die häufigsten Krankheitsbilder bei erwachsenen Hunden sind Ehrlichiose, Herzwurm, Lungenwurm, Räude. Die typischen Mittelmeererkrankungen wie Leishmaniose und Babiose treten nicht auf, da der Erreger fehlt.

Krankaussehende, besonders räudige Hunde werden von den Einheimischen aus Angst und Unkenntnis geschlagen, vertrieben ect, bis sie oft nicht an der Krankheit selbst, sondern an Erschöpfung und Unterernährung eingehen. Der allgemeine Ernährungs- und Gesundheitszustand ist häufig miserabel, hängt aber von der verfügbaren Nahrung ab. In Tourismusgebieten kann man während der Saison auch einigermaßen gut genährte Tiere antreffen.

Freundliche Touristen können aber auch eine tödliche Gefahr darstellen, wenn sie wohlmeinend und ahnungslos die Tiere während ihres Urlaubs füttern und gut behandeln: Diese Tiere suchen nach Abreise ihrer Gönner Zuneigung und Futter bei neuen Touristen. Sie sind die ersten Opfer von Vergiftungen.

Die wenigsten Hotels arbeiten bis jetzt mit dem Tierschutz zusammen und wo nicht kastriert wird, wird vergiftet! Auch wenn die Hotelmanager das Gegenteil beteuern…, die Population würde mit Zugang zum Wohlstandsmüll rasend explodieren. Da sofort neue Tiere nachrücken, müssen Vergiftungen regelmäßig durchgeführt werden, am besten in der Vor- u. Nachsaison, von Touristen unbemerkt.

Die legale Situation

Die Karibik ist aufgeteilt in eine Vielzahl von Inselstaaten und genauso unterschiedlich ist die legale Situation auf den verschiedenen Inseln. Alle Inseln sind auch heute noch geprägt von ihrer kolonialen Vergangenheit. Viele sind heute selbstständig. Einige, wie die Französischen Antillen gehören zum Staatsgebiet der ehemaligen Kolonialmacht, andere, wie die US Virgin Islands und Puerto Rico, zu den USA.

Auf diesen Inseln gelten die Gesetze der Staaten, zu denen sie gehören. Deren Tierschutzgesetze sind von Haus aus verbesserungsbedürftig und erst recht keine Hilfe für den Tierschutz auf Inseln, die zwar politisch Mitglieder der jeweiligen Staaten sind, aber alle Merkmale von Entwicklungsländern haben und kulturell einer ganz anderen Welt angehören. Auf vielen unabhängigen Inseln gibt es entweder noch kein Tierschutzgesetz oder es existiert erst seit kurzem, dann ist es weitgehend unbekannt und generell werden Tierschutzgesetze weder durchgesetzt noch von Einheimischen eingehalten.

Bemühungen, durch Kennzeichnungspflicht, Lizensierung ect von Haustieren den Tierbestand zu kontrollieren, bergen auch immer die Gefahr in sich, zu mehr Kettenhaltung, Aussetzungen, Euthanasien usw. zu führen. Wir propagieren eine mehr der Karibik und der Mentalität ihrer Bewohner angepasste Lösung.

Anstatt die Tiere aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwinden lassen zu wollen, in einer Region, wo ein Großteil des Lebens sich öffentlich und im Freien abspielt, versuchen wir mit unseren lokalen Partnern, die Bevölkerung aufzuklären und zu tierlieben Menschen zu erziehen, so dass die Tiere in ihren Gemeinden verbleiben und ein besseres Leben führen können, entweder in ihren Familien oder an betreuten Futterstellen.

Dazu gehört, dass Mitglieder unserer Partnervereine regelmäßig die Armenviertel besuchen, die Menschen über Kastrationen informieren, ihre Tiere medizinisch und gegen Parasiten behandeln, bei Bedarf zum Tierarzt bringen, Futter zu Verfügung stellen, Tiere zu Kastrationseinsätzen holen und ein offenes Ohr für die menschlichen Nöte haben.

Ein Schulprogramm wird zukünftig diese Arbeit unterstützen, um Kinder und Jugendliche zur Tierliebe zu erziehen, gleichermaßen sind Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene für Gegenden mit hoher Rate an Analphabeten geplant, die ebenfalls die Erziehung zur Tierliebe zum Ziel haben, um möglichst viele einheimische Menschen aktiv in den Tierschutz integrieren zu können, so dass sie, mit der notwendigen Unterstützung, eines Tages Probleme in ihren Gemeinden/Wohngebieten auch selbst angehen können.

Wie Touristen Tieren in der Karibik helfen können

Die wenigsten Touristen werden je einen Fuss in die Armenviertel der Karibik setzen. In den Tourismusgebieten aber sind sie die stärkste Waffe, die der Tierschutz im Kampf für die Rechte der armen Tiere in der Karibik hat! Denn der Tourismus ist die Industrie Nr. 1 in der Karibik und die Touristen haben es in der Hand, Einfluss zu nehmen, wenn sie sich nachdrücklich äußern.

1) Im Namen aller karibischen Tierschutzorganisationen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben, bitten wir Reisende, die die Karibik besuchen: Informieren Sie sich vor Reiseantritt, welche Tierschutzorganisationen es an Ihrem Urlaubsort gibt, und unterstützen Sie sie mit einer Spende, damit Kastrationen durchgeführt und Notfälle betreut werden können. Informationen hierzu finden Sie in unserem Online - Reiseführer Tierfreundliche Hotels in der Karibik Eine Liste mit allen Adressen karibischer Tierschutzorganisationen, auch von Inseln, die auf dieser Seite noch nicht aufgeführt sind, finden Sie hier unter Tierschutzadressen in der Karibik. Bei Fragen kontaktieren Sie gorskiisabel@t-online.de / Telnr.:09952 2311

2) Fordern Sie Ihr Hotel/Resort dazu auf, mit dem lokalen Tierschutz zusammenzuarbeiten und die Tiere im Umkreis des Hotels kastrieren und an Futterstellen betreuen zu lassen. (Unser Projekt Tierschutz und Tourismus bietet allen Hotels in Zusammenarbeit mit dem lokalen Tierschutz die Kastration der Tiere in Hotelnähe an und deren Weiterbetreuung an Futterstellen inklusive medizinischer Versorgung, ausserdem Flyer mit der Information, was für die Tiere getan wird, den Kontaktadressen des örtlichen Tierschutzes und der Aufforderung, Tiere nirgendwo ausser an den dafür vorgesehenen Futterplätzen zu füttern.) Lassen Sie es das Hotel wissen, dass Sie Ihre Forderung veröffentlichen werden und Ihre Wiederkehr, sowie die Urlaubswahl von Bekannten und Verwandten von der Erfüllung dieser Forderung abhängt. Oder wählen Sie ein Hotel, das in unserem Reiseführer als tierfreundlich gelistet ist. Schreiben Sie nach Rückehr über Ihre positiven oder negativen Erfahrungen über den Umgang mit Tieren in Ihrem Hotel/Resort in einem Portal wie holidaycheck oder tripadvisor, aber unbedingt auch auf unserem Wiki Touristen berichten Während wir häufig Klagen hatten, dass Beiträge von Tierfreunden auf tripadvisor u.a., wo sie zwar von vielen gesehen werden können, schnell wieder verschwanden, bringen wir jeden Beitrag auf unserem wiki Hotels und Veranstaltern zur Kenntnis. Bei Fragen zur Nutzung kontaktieren Sie gorskiisabel@t-online.de.

3) Wenn Sie während Ihres Urlaubs einem Tier begegnen, das Hilfe braucht, schauen Sie nicht weg! Kontaktieren Sie den Tierschutzverein an Ihrem Urlaubsort und bitten Sie um Hilfe. Übernehmen Sie die Kosten für diese Hilfeleistung, z.B. die Rechnung für tierärztliche Behandlung, eine Futterpatenschaft für dieses Tier bis zur Vermittlung ect (Vergewissern Sie sich, dass diese Organisation nicht euthanasiert, ggf. kontaktieren Sie gorskiisabel@t-online.de), denn die kleinen Vereine sehen sich Hunderten von Notfällen gegenüber! Wenn Sie ein Tier finden, das Sie adoptieren wollen, kontaktieren Sie den örtlichen Tierschutzverein und stellen sicher, dass vor Ihrer Abreise ein Pflegeplatz für das Tier vorhanden ist für die Zeit der Vorbereitung zur Einfuhr, dessen Kosten Sie übernehmen. Die Einfuhr aus einem "Drittland" in die EU ist recht aufwendig, was Zeit und auch Kosten angeht, lohnt sich aber immer, wenn man sein Herz an ein Tier verloren hat. Kontaktieren Sie gorskiisabel@t-online.de Wir geben Ihnen jede Hilfestellung in Zusammenarbeit mit dem lokalen Tierschutz, von der medizinischen Vorbereitung über die Einfuhrgenehmigung bis zur Ankunft Ihres Tieres. Füttern Sie nie gedankenlos ein Tier während Ihres Urlaubs und lassen es dann unversorgt stehen. Das ist sein sicherer Tod!

Informationen zu den einzelnen Inseln

Bahamas

Informationen von Baark , gegründet 2009.

Eine Untersuchung 2012 ergab eine Zahl von etwa 20.000 streunenden Hunden in den Bahamas. Augenblicklich findet eine Untersuchung zum aktuellen Stand statt. Baark reicht die Ergebnisse nach so schnell wie möglich.

Es gibt ein von der Regierung finanziertes Tierheim mit 50 Tötungen pro Woche 2009. Derzeit hofft Baark, dass sich die Zahl seit ihrer Arbeit auf 5-10 pro Woche verringert haben könnte, aber es gibt dazu keine bestätigten Zahlen.

Es gibt 2 weitere Tierheime, eines in Freeport, eines in Nassau von der Bahamas Humane Society, das jetzt den Status eines "No kill shelters" beantragt hat, d.h. es dürfen nur unheilbar kranke oder aggressive Tiere eingeschläfert werden.

Die allermeisten Streuner haben Besitzer, die sich nicht um sie kümmern, sie frei herum laufen lassen und nicht kastrieren. In geringerer Zahl existieren wirklich herrenlose Straßenhunde, scheu, aber nicht aggressiv.

Die meisten Streuner leben in der Innenstadt von Nassau und in Armenvierteln, wo Armut und Bildungsmangel die Ursachen sind, dass Leute sich nicht um ihre Tiere kümmern.

Die legale Situation hat sich in den letzten 20 Jahren verbessert. Obwohl es immer noch genügend Fälle von Vernachlässigung und Tierquälerei gibt, ist die Zahl zurückgegangen. 2012 hat ein neues Tierschutzgesetz das bisherige aus dem Jahr 1960 ersetzt, aber es ist nicht viel passiert, um es auch durchzusetzen.

Dennoch ist das Bewusstsein in Bezug auf Tierschutz und Tierrechte erheblich gewachsen. Es gibt nationale und internationale Organisationen, die Mittel und Ärzte zur Verfügung stellen für Kastrationen von Tieren armer Leute, die sich die OPs nicht leisten können.

Mit ihrer Hilfe konnte Baark 3547 Tiere von 2009 - 2012 kastrieren, 2315 Hunde und Katzen in 2013, 1184 Hunde und Katzen 2014 und ab 2015 bis jetzt 406 Katzen.

Einer Staupeepedemie Ende des Sommers 2014 fielen 1000 - 5000 Hunde zum Opfer, die Zahl ist schwer einzuschätzen, weil die meisten niemals zu einem Tierarzt gebracht wurden.

Kuba

Informationen von Aniplant, gegründet 2007.

Informationen über die Zahl der in Kuba lebenden Hunde und Katzen liegen nicht vor. Die seit 2010 auch in den USA registrierte Tierschutzorganisation The Animal Projekt ist die einzige Organisation, die in Kuba arbeiten darf. Es ist in Kuba gesetzlich vorgeschrieben, dass auf jedem Gebiet nur eine einzige Organisation tätig sein darf. Aniplant untersteht dem Landwirtschaftsministerium, genau wie die kubanischen Tierärzte. Tierheime gibt es nicht, aber einige Privatpersonen in Havanna, die Tiere in ihrem Zuhause aufnehmen. Östlich von Havanna ist die Tötungsstation, wo von den Behörden beauftragte Hundefänger ihre Opfer abliefern. Die Tiere werden dort mit Strychnin vergiftet, 13-15000 Vergiftungen pro Jahr. Andere Methoden gelten als zu teuer. Elektrischer Strom wird ebenfalls angewandt. Seit Aniplant kastriert, sollen die Tötungen auf 9600 pro Jahr zurückgegangen sein. Aniplant kastrierte 2007 500 Hunde und Katzen, 2008 1000, 2009 über 2000, 2010 über 3000, 2011 über 4000 und seit 2012 jährlich über 5000 Tiere.

Eine Zeitlang unterhielt Aniplant mehrere Praxen in Havanna, wo Tiere günstig behandelt wurden, was zum Konflikt mit den niedergelassenen Ärzten führte, die um ihren Verdienst fürchteten. Nun gibt es nur noch eine Praxis 2 Tage die Woche, ansonsten wird mobil kastriert. Ein einzigartiges Projekt findet in der Altstadt von Havanna statt: Die dortigen Museen haben einen großen Teil der dort lebenden Streuner adoptiert, die alle von The Aniplant Project kastriert wurden. Abends kehren die Tiere auf den Pfiff der Trillerpfeife eines Polizisten heim zu ihren jeweiligen Museen.

Inzwischen beteiligen sich auch andere Unternehmen an dem Projekt: Kubas Zentralbank, die Büros der Gewerkschaft der Journalisten, eine Werkstatt des Gesundheitsministeriums, eine Tankstelle der Kommunistischen Partei und eine öffentliche Toilette. Die Tiere tragen Halsbänder, an denen ihr „Ausweis“ befestigt ist mit Name, Adresse und der Bestätigung, dass sie kastriert sind, und sind so vor dem Zugriff der Hundefänger geschützt.

Dominikanische Republik

Informationen von

Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V.

, gegründet 2005.

Fundación Pets Breeding Control / Dr. Lourdes Ripley

, gegründet 2011.

RescátaMe & , gegründet 2013.

Associazione suizzera per l'aiuto e il supporto dei cani creoli

, gegründet 2013.

Es gibt ungefähr 2,4 Millionen Streuner in der Dominikanischen Republik. Es gibt eine wachsende Zahl kleiner Tierschutzorganisationen gegründet von amerikanischen, kanadischen, deutschen und lateinamerikanischen Residenten und auch einigen Dominikanern, die sich der Problematik bewusst sind, die sich alle bemühen, Tiere in möglichst großer Zahl kastrieren zu lassen und ihre Lage zu verbessern.

Die 1998 in Sosúa an der Nordküste gegründete Asociasión de los Amigos por los Animales de Sosúa, die seit 2008 eine eigene Kastrationsklinik hat, dürfte mit die älteste Tierschutzorganisation in der Dom. Rep. sein. Inzwischen haben sich in dieser Region weitere, allesamt kleine Organisationen mit sehr begrenzten Mitteln gebildet, sowie in Puerto Plata, Samaná, Bayahibe, Punta Cana, Santo Domingo, die Hunde und Katzen kastrieren mithilfe ausländischer volontierender Ärzte und auch einiger dominikanischer Ärzte, die teilweise eigene Tierschutzorganisationen gegründet haben und pro Kastration eine Gebühr zwischen 15 - 30 US$ erheben.

Es gibt keine Organisation und kaum Tierärzte - keine Chirurgen! - im Südwesten der Dom. Rep., wo wir 2014 angefangen haben , zu arbeiten. Insgesamt wurden schätzungsweise bisher 20.000 - maximal 25.000 Tiere kastriert. Ausserdem versuchen Organisationen an der Nordküste, durch Tierschutzarbeit in den Armenvierteln die Lebensqualität der Tiere zu verbessern. Ihre Mitglieder besuchen regelmäßig die Familien in den Armenvierteln, behandeln die Tiere antiparasitär, was auch den meistverbreiteten Krankheiten vorbeugt, bringen Futter, klären auf, kümmern sich um kranke und verletzte Tiere und holen Tiere zum Kastrieren, wenn ein Arzt da ist. Im Raum Sosúa-Cabarete profitieren schon einige 1000 Tiere von dieser Arbeit.

Es gibt keine Tierheime, die von der Regierung/den Kommunen unterhalten werden (daher auch keine Euthanasien in Tierheimen). Es gibt 5-6 private, kleine Tierheime von Tierschutzorganisationen und einige Privatleute, die Tiere in ihrem Zuhause aufnehmen. Die Kapazität beläuft sich auf wenige 100 Tiere landesweit.

Es gibt alle Typen von Streunern, verwilderte, Stadt-, Vorstadt-, Dorfstreuner, Strandhunde, ausgesetzte, Streuner mit Besitzern, in Gruppen oder einzeln. Die meisten findet man in armen Gemeinden, städtischen Slums, überall da, wo Armut, wenig Bildung und viel Müll zu finden ist. Sie leben vom Müll, reißen Müllsäcke auf, werfen Mülltonnen um, um an den Inhalt zu gelangen, bewohnen Müllhalden. Dort, wo sie wegen ihrer grossen Zahl und dieser Aktivitäten als Plage empfunden werden, gibt es Menschen, die sie quälen, schlagen, treten, verjagen, zum Vergnügen überfahren, mit Säure übergiessen, mit Benzin übergiessen und anzünden, in Plastiksäcken ins Wasser werfen.

Aber sie leben auch an den Stränden und um Hotelanlagen, vom Wohlstandsmüll und der Freundlichkeit von Touristen, ständig von Giftködern ect bedroht. Vergiftungen finden dort regelmäßig statt, um ihre Zahl zu begrenzen.

Ausgesetzt werden Welpen, trächtige Hündinnen, kranke oder krank aussehende Tiere, deren Zustand ungebildete Dominikaner aus Unwissenheit fürchten. Während auf vielen der kleineren Karibikinseln Tollwut unbekannt ist, ist sie in der Dom. Rep. durchaus ein Thema.

Hier offizielle Untersuchungen und Berichte über das Auftreten von Tollwut und Impfungen zwischen 2006 - 2008:

Article in local newspaper "HOY" from 2006:

Report from the DR Ministry of Public Health on rabies:

Report from the 2008 Caribbean Animal Welfare Conference:

Auch Tierschutzorganisationen führen immer wieder Impfkampagnen durch, in dem Maß, in dem Impfstoff zu Verfügung steht.

Es fehlt an Pharmakonzernen, die Impfstoff in ausreichender Menge in Entwicklungsländern spenden!!!

Seit dem 23.11.2011 hat die Dominikanische Republik ein Tierschutzgesetz: Law 248-12

Auszüge:

Verboten sind:

Artikel 1

a) "Praktiken am Tier, die nicht bewilligt sind und Eingriffe an nicht bewilligten Orten"

b) Chirurgische Eingriffe an nicht narkotisierten Tieren. Chirurgische Eingriffe dürfen nur von Tierärzten vorgenommen werden. Im Notfall darf jeder helfen, muss sich nachher aber rechtfertigen.

c) Auf dem Staatsgebiet der Dom. Rep. darf kein Tier so gehalten werden, dass sein Tod oder dauerndes Leiden verursacht wird. Es gibt Bestimmungen zu Käfig- und Kettenhaltung.

d) Zoophilie ist verboten.

Mit Gefängnis von 1 - 3 Monaten oder einer Geldstrafe von 5.000 - 20.000 Pesos, in schweren Fällen mit Gefängnis von 3 - 6 Monaten oder einer Geldstrafe von 25.000 - 50.000 Pesos wird geahndet:

Artikel 2

Welpenhandel auf offener Straße oder Märkten, Mißhandlungen von Tieren, Kettenhaltung mit Würgehalsband, Vergiftungen.

Artikel 3

Kranke Tiere sind einem Tierarzt vorzustellen und dürfen nur von diesem eingeschläfert werden.

Artikel 4

Jeder Bürger muss einem leidenden Tier helfen und es einem Tierarzt vorführen. Die Kosten, die bei der tierärztlichen Behandlung eines fremden Tieres entstehen, sind von dessen Besitzer gegen Vorlage einer Quittung zu erstatten.

Artikel 5

Tierversuche und Drogenexperimente mit Tieren sind verboten.

Artikel 7

Wird einem Tier Leid zugefügt, können sich Besitzer und Täter privat einigen.

Artikel 8

Der Staat, auch Polizei und Militär sind verpflichtet, notleidende Tiere zu schützen.

Dieses teils anspruchsvolle, teils lückenhafte Gesetz exisitiert bis jetzt hauptsächlich auf dem Papier und ist seltenst zur Anwendung gekommen. In der Dom. Rep. gibt es unter der armen Bevölkerung immer noch eine Menge Analphabeten. Viele wissen gar nichts von der Existenz dieses Gesetzes.

Puerto Rico

Informationen von Amigos de los Animales , gegründet 2005. (Die Gründer waren bereits zuvor aktive Tierschützer in Puerto Rico)

Es gibt etwa 1 Million Hunde und 2 Millionen Katzen in Puerto Rico. 2011 waren es 100.000 Hunde in den Straßen von San Juan, heute sind es 250.000.

Es gibt etwa 15 kleineTierschutzvereine, 5 kleine, arme, schlecht ausgestattete und personnel unterbesetzte Tierheime und mindestens 4 Tötungen, in denen ca 90.000 Tiere jährlich von nicht medizinisch ausgebildetem Personal mit inhumanen Methoden getötet werden. Gesetzlich sind die 78 Kommunen Puerto Ricos dazu verpflichtet, jeweils ein Tierheim zu unterhalten…

Puerto Rico ist ein nicht inkorporiertes Gebiet der USA, stellt weder einen eigenen Bundesstaat dar noch gehört es zu einem anderen Bundesstaat. Die Insel hat keine eigene Aussenpolitik; wahlberechtigt sind Puerto Ricaner in USA nur mit Wohnsitz in einem der anderen US Bundesstaaten. Innerhalb Puerto Ricos herrscht eine gewisse Autonomie und eigene Gesetzgebung. So dürfen z.B. ausländische Tierärzte, auch aus den USA, in Puerto Rico nicht volontieren, und nur vereinzelt unterstützen puertorikanische Tierärzte den Tierschutz und gewähren reduzierte Preise, was die Kastrationszahlen stark einschränkt: 2013 waren Amigos de los Animales glücklich über 280 Kastrationen.

Es gibt unter den Streunern natürlich auch Hunde mit Besitzern und bereits auf der Straße geborene, wie auf allen Inseln, aber auch einen sehr hohen Anteil an ausgesetzten Hunden, und unter ihnen einen sehr hohen Anteil an Rassehunden: Es gibt auf Puerto Rico 450 Pet Shops, dazu Hinterhofzüchter und Welpenfabriken. Die Ware Hund wird erworben und schnell wieder entsorgt, wenn man ihrer überdrüssig ist, in den Tötungen oder ausgesetzt, auf der Strasse oder an Stränden, von denen Playa Lucia an der südöstlichen Küste bei Yabucoa besonders berüchtigt ist.

Ein stillgelegter alter Hafen befindet sich dort gegenüber einer Shell Ölplattform. Unkontrolliert und jedem zugänglich, wird der als "Dead dog beach" bekannte Strand gern dazu benutzt, Hunde auszusetzen, Pit Bulls mit grausamen Methoden zu "trainieren" oder die dort dahinvegetierenden, hungernden, durstenden, von Räude und jeglicher Art von parasiten befallenen Hunde zu quälen, zu verstümmeln,mit kochendem Öl zu übergießen, als Zielscheiben für Schießübungen oder Autos zu benutzen…

Besonders Jugendliche tun sich bei derartigen Grausamkeiten hervor. Während die Regierung nichts tut, um den Tierschutz zu unterstützen oder Tierquäler zu bestrafen, ist grausame behördliche Willkür Alltag. Gefürchtet sind die Heimtierrazzien in Mietshäusern und Wohngebieten, in denen Tierhaltung untersagt ist. Beamte gehen von Wohnung zu Wohnung, reißen den Besitzern die vor Panik kotenden und urinierenden Hunde und Katzen mittels Schlingen, die an Stangen befestigt sind, unter Androhung von Wohnungskündigung vom Arm, injizieren den Tieren unidentifizierte Chemikalien, um sie anschließend zu töten.

Bei einer solchen Razzia 2007 wurde ein regelrechtes Massaker veranstaltet, die Tiere wurden getötet, indem man sie gegen Fahrzeuge schmetterte oder von einer 20 m hohen Brücke warf, an deren Fuss die Besitzer ihre toten oder sterbenden Tiere wiederfanden. Damals wurde eine Sammelklage eingereicht, die zutage brachte, dass solches Vorgehen eine gängige Praxis war. Angesichts der eingeschränkten Möglichkeiten bemühen sich Organisationen wie Amigos de los Animales mit der Initiative Petfinder Touristen zu ermutigen, Tiere zu adoptieren. Die Ausfuhr in die USA gilt als Inlandreise und ist denkbar einfach. Schon über 1000 Tiere haben in den USA ein Zuhause gefunden.

St. Thomas, US Virgin Islands

Informationen von Lucky Paws Foundation , gegründet 2007.

Auf den zu den USA gehörenden US Virgin Islands sind Hundehalter gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Hunde registrieren zu lassen, was die Einheimischen natürlich nicht befolgen; daher liegen keine Zahlen zu dem tatsächlichen Hundebestand vor. Es liegen Statistiken der Humane Society St. Thomas für 2013 und 2014 vor:

2013……2014
Von ihren Besitzern abgegebene Hunde:213223
Aufgegriffene Streuner:635726
Insgesamt:848949
davon euthanasiert:298262
Dem Besitzer zurückgegeben:3737
In die USA vermittelt:103184

Die Humane Society St Thomas dient auch als staatliches/kommunales Tierheim und ist von den Behörden vertraglich dazu verpflichtet, Streuner einzufangen. Es gibt daher keine großen frei lebenden Streunerpopulationen auf St. Thomas, im Gegensatz zu Katzen, um die sich die Lucky Paw Foundation mit ihren Katzencafés bemüht.

Die Hunde werden 5 Tage im Tierheim aufbewahrt. Um die Zahl der Tötungen zu verringern, gibt es das Pets on Wings Programm der St. Thomas Humane Society und Wings (US Airways): Vermittlungsfähige Tiere werden zur Adoption zu Tierheimen in US-Bundesstaaten mit Aufnahmekapazitäten ausgeflogen. Die Flüge sind jedoch nicht kostenlos und die Humane Society St. Thomas sucht ständig Flugbegleiter und Spender, um Tieren eine Überlebenschance in den USA geben zu können:

Die meisten Streuner findet man in den Armenvierteln, wo sie von ihren Besitzern unbeaufsichtigt frei herumlaufen, und auf der Müllhalde, wo sie nach Nahrung suchen. Vielfach sind es die Nachbarn, die Hunde in das Tierheim bringen, weil sie sich ärgern, wenn die Tiere auf ihr Grundstück kommen.

Es ist mehr Aufklärung nötig und ein von der Regierung gefördertes Kastrationsprogramm. Die relativ hohen Kosten für eine Kastration erlauben es Armen nicht, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Stattdessen bringen sie den unerwünschten Nachwuchs auch noch ins Tierheim!

Seit die Lucky Paw Foundation Katzencafés eingerichtet hat, wo dieTiere gefüttert, gefangen, kastriert, wieder entlassen und weiterbetreut werden, ist die Zahl der im Tierheim endenden Katzen um 17% zurückgegangen. Obwohl die Lucky Paw Foundation eine Organisation für Katzen ist, engagiert sie sich nun auch für eine bezahlbare/kostenlose Kastration von Hunden mittelloser Insulaner.

Nevis

Nevis ist Teil der Föderation von St Kitts und Nevis.

Es gibt 2 Tierschutzorganisationen auf Nevis, die C.A.R.E Nevis Animal Society und die Nevis Ark – Nevis Humane Society.

Wir erhielten ein sehr bewegendes Dokument:

„Wir haben eine beklagenswerte Situation für herrenlose Katzen und Hunde auf unserer Insel Nevis. Dazu kommt, dass es kein Tierschutzgesetz auf Nevis gibt. Die ein, zwei Gesetze gegen Hundekämpfe werden völlig ignoriert. Es gibt ein Gesetz zur „Tierkontrolle” das voller Mängel ist und nie umgesetzt wurde. Man findet darin kein einziges Wort über den Schutz von Tieren vor Tierquäler.

Hunde werden wöchentlich im Ring in Hundekämpfen verstümmelt. Hunderte von Tieren werden monatlich vergiftet von Hundehassern. Hunde werden vernachlässigt, gequält, verhungern… Und wir haben zu viele Fälle von Menschen, die Hunde aufhängen. Ein besonders schrecklicher Fall ist der eines zehnjährigen Jungen, der seinen 6 Monate alten Welpen aufhängte, weil seine Mutter sagte, er solle ihn loswerden.. Menschen, die Tiere vergiften, gehen völlig straffrei aus. Wenn jemand seinen Hund aufhängen oder ersäufen möchte, so ist das laut Gesetz vollkommen in Ordnung, denn ein Hund oder eine Katze ist persönlicher Besitz! Die Ignoranz ist offenkundig, verschlimmert durch das absolute Desinteresse der Regierung, die Situation zu verbessern. Wir haben den Politikern von Nevis Emails geschickt und Gespräche mit ihnen gesucht, aber sie haben kein Interesse. Ich stimme zu: Die einzige Möglichkeit, eine Änderung herbeizuführe ist durch internationalen Druck und wir informieren Touristen, dass, wenn sie Tiere lieben und nach Nevis kommen, sie Dinge sehen werden, die sie sehr verstörend werden.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Regierung wirtschaftlichen Schaden erfährt und die internationale Presse genug Nachteiliges berichtet über die Art, wie Tiere hier behandelt werden, solange werden Kleintiere hier unendlich leiden. Die örtlichen Tierärzte hassen die Tierschützer; sie fürchten Konkurrenz. Der Amtstierarzt tut alles in seiner Macht stehende, um unsere Bemühungen zu unterminieren. Wir hatten ein großes Projekt das anderthalb Jahre entwickelt wurde: Einen Tierpark mit einer kleinen Tierklinik, einem Tierheim, einer Hundeschule, einem Zentrum für Eziehung und Aufklärung und einem Café für gesellige Zusammenkünfte. Das Landwirtschaftsministerium hat uns die Genehmigung für das Projekt entzogen, weil der Standort zu nahe an einem Wohngebiet sei!! Wir mussten das Land verlassen, das wir gepachtet hatten und für das wir gezahlt haben und als Alternative wurde uns sein völlig ungeeignetes, verwildertes Stück Land in einem Industriegebiet weit weg von der Stadt angeboten.Wir waren gezwungen, Anwälte einzuschalten. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit von den Medien, damit Touristen ihren Einfluss auf die Tourismusindustrie in der Karibik geltend machen können: Kommt nicht auf eine Insel, wo das Leben von Tieren weder der Bevölkerung noch den Politikern etwas bedeutet! Tiere haben keine Stimme, Touristen schon…!

in Wir sind glücklich, wenn Menschen, die Nevis besuchen, den Tierschutz kontaktieren, wenn sie ein Tier finden, das Hilfe braucht.“

Die Kontaktadressen zu den Tierschutzorganisationen von Nevis finden Sie Hier.

Antigua

Informationen von Antigua & Barbuda Humane Society , gegründet 1991

Am Anfang der Geschichte der Organisation stand die Involvierung der Touristen in den Tierschutz: Die Antigua and Barbuda Humane Society war gerade im Aufbau. Eine wie in der Karibik üblich im Radio übertragene Parlamentsdebatte schreckte die Mitglieder auf; es ging um die Problematik streunender Hunde.

Der Landwirtschaftsminister meinte dazu: "Das ist ganz einfach; sie gehören alle erschossen." Die jungen Tierschützer, die auf Unterstützung von Regierungsmitgliedern hofften, die im Ausland studiert und gelebt hatten, begriffen in diesem Moment, daß Aufklärung der Bevölkerung nicht reichen würde. Es begann eine Kampagne, um die Regierung zu sensibilisieren. Man appellierte nicht an das Mitleid mit der Kreatur , sondern betonte ökonomische Gesichtspunkte. Zahllose Briefe von Touristen wurden vorgelegt, in denen stand, wie sehr sie die Insel liebten, ihre Bewohner, ihre Strände, dass sie aber nicht wiederkommen würden, weil sie den Anblick der vielen leidenden Tiere nicht ertrügen.

Die Minister waren schockiert: Was ihnen als Normalität erschien, schadete der Wirtschaft. Ohne Kritik zu üben, bot sich die Antigua and Barbuda Humane Society an, die Arbeit zur Verbesserung der Situation zu übernehmen und erhielt die Genehmigung, Kastrationen durchzuführen; das Lob dafür überließ sie gern der Regierung. Eine bis heute fruchtbare inoffizielle Zusammenarbeit…

Das zeigt, wie wichtig Touristen für den Tierschutz in der Karibik sind! Ohne ihre Mithilfe ist Tierschutz vielerorts dort gar nicht möglich!

Es gibt etwa 30.000 Hunde in Antigua und Barbuda. Die meisten von ihnen sind sogenannte "Schlüsselkinder". Sie haben Besitzer, laufen frei herum, besuchen die Touristen an Stränden und anderen touristischen Einrichtungen, lassen sich verwöhnen und kehren abends wieder heim. Sie finden sich morgens beim ersten Tuten der Schiffssirene an dem Dock ein, wo die Kreuzfahrtschiffe festmachen, verbringen dort den Tag und lassen sich füttern und streicheln. Um 4:00 nachmittags, wenn die Schiffe ablegen, kehren sie heim. Wenn ihre Besitzer tagsüber abwesend waren, wissen sie überhaupt nicht, dass ihre Hunde von zuhause weg waren. Allerdings sind diese frei laufenden Hunde oft auch ein öffentliches Ärgernis:

Sie werfen Mülltonnen um, geraten in Beißereien untereinander, man findet ihre "Hinterlassenschaften" auf Gehsteigen und an Stränden. Seit 2006 gibt es ein Gesetz, den Dogs Registration & Control Act: Alle Hunde über 6 Monate müssen danach gechipped und registriert sein und ein Halsband mit Hundemarke tragen. Hunde jeden Alters müssen zu jederzeit auf dem Grundstück des Besitzers oder unter seiner Kontrolle sein. (Anmerkung: So ein Gesetz ist der absolute Gegensatz zur karibischen Realität und nicht umsetzbar oder wenn, dann mit fatalen Folgen:

Aus Kostengründen sind die meisten Grundstücke Einheimischer nicht eingezäunt, Kettenhaltung wäre die Alternative. Wenn die Hunde, deren Besitzer solche Gesetze nicht befolgen, dann eingesammelt werden, wird zwangsläufig Euthanasie in großem Stil einsetzen. Das ist, wohlgemerkt, auf Antigua bisher nicht der Fall!! Doch es ist unbedingt erforderlich, sich mit dem Lebensstil südlicher/tropischer Länder zu arrangieren:

Das Leben findet großteils draussen, im Freien und auf der Straße statt und dazu gehören auch die Hunde! Allerdings können sie gutgenährt, gesund, geliebt und respektiert sein! Das zu erreichen, muss das Ziel des Tierschutz in solchen Regionen sein.) Seit Inkrafttreten dieses Gesetzes sind 5000 Hunde gechipped und registriert worden, die meisten vermutlich während Kastrationskampagnen.

Etwa 10.000 Tiere wurden seit dem Bestehen der Antigua & Barbuda Humane Society kastriert, die regelmäßig Kastrationen zu niedrigen Preisen durchführt und seit Mai 2014 mit der US Organisation Caribe Spay Neuter zusammenarbeitet, was Kampagnen mit höheren OP-Zahlen, jeweils etwa 200-300 OPs, zuläßt. Die Antigua & Barbuda Humane Society fordert ein von der Regierung unterhaltenes Tierheim, das keine Tötung werden soll: Eingesammelte oder abgegebene Streuner sollen dort aufbewahrt werden und, wenn sie nicht innerhalb einer vorgegebenen Frist vom Besitzer abgeholt werden, dem Tierschutz zur Vermittlung übergeben werden. Nur unheilbar kranke oder aggressive Tiere sollen eingeschläfert werden. (Da derzeit alle eingesammelten oder abgegebenen Hunde im Heim der Antigua & Barbuda Humane Society landen, das begrenzte Kapazitäten hat, ist der Wunsch verständlich, die Risiken solcher kommunaler Tierheime sind hinlänglich bekannt.) Die Antigua & Barbuda Humane Society versucht nicht, Tiere zur Vermittlung ins Ausland, z. B. die USA, auszuführen, sondern auf der eigenen Insel zu vermitteln; die hohen Zahlen der Tötungen in den Tierheimen der entwickelten Länder (2,7 Millionen jährlich in den USA) sind in Antigua hinreichend bekannt.

Französische Antillen

Informationen von

Verein zur Hilfe und Förderung des kreolischen Hundes e.V.

, gegründet 2005.

RSP Martinique , gegründet 2005

Societé de Protection Animale de la Guadeloupe , gegründet 1986.

Die Situation in den Französischen Antillen wird in besonderem Maße von der Gesetzeslage geprägt. Die Inseln sind ein Teil Frankreichs, départements d'outre mer, und es gelten französische Gesetze. In Frankreich ist das Streunen von Tieren gegen das Gesetz, auch eine Katze, die mehr als 200m entfernt vom nächsten Gebäude und ohne Menschen angetroffen wird, gilt als Streuner. Diese Tiere dürfen von jedermann aufgegriffen und in einem kommunalen Tierheim abgegeben werden.

Es gilt Kennzeichnungspflicht (Chippen, Tätowieren) ab dem 4. Monat, d. h. wenn Züchter und Händler ihre Ware bereits an den Mann gebracht haben, und Registrierungspflicht. Jede Gemeinde ist verpflichtet, ein Tierheim zu unterhalten oder mit einem kommerziellen Betreiber eines solchen einen Vertrag abzuschließen. Die Betreiber solcher Tierheime unterliegen keinen Beschränkungen, mit wievielen Gemeinden sie Verträge abschließen dürfen, sie verpflichten sich nur, für die abgegebenen Tiere der Gemeinden ihrer Vertragspartner ausreichende Aufnahmekapazitäten zu Verfügung zu stellen.

Sie erhalten eine Pauschale von den Gemeinden je nach Einwohnerzahl und eine Aufwandsentschädigung der Tierbesitzer bei Abholung, die dann noch zu einer Ordnungsstrafe verurteilt werden. In Frankreich schließen manche Betreiber solcher Tierheime Verträge mit bis zu 30 Gemeinden ab. Die Tiere sollen 8 Tage aufbewahrt werden (Es sind Fälle bekannt, wo diese Frist nicht eingehalten wird.) In dieser Zeit ist der Tierheimbetreiber dazu verpflichtet, zu versuchen, den Besitzer festzustellen.

Ist das Tier nicht gekennzeichnet, ist es fast aussichtslos, selbst wenn die Besitzer suchen: Viele dieser kommerziellen Tierheime werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, liegen oft weit entfernt vom Wohnort der Tierhalter, die nicht wissen, wo sie suchen sollen. Nach 8 Tagen dürfen die Tiere legal getötet werden, sie dürfen auch - müssen aber nicht - an Tierschutzvereine zur Vermittlung abgegeben werden, falls diese Aufnahmekapazitäten haben.

Die kommunalen/kommerziellen Tierheime dürfen nicht vermitteln, die Tierschutzvereine dürfen Streuner nicht von der Strasse einsammeln, da sie "Eigentum der Gemeinden" sind. Dieses Gesetzeswerk führt in Frankreich jährlich zu einer hohen Zahl an Euthanasien junger und gesunder Tiere, offiziell 50.000, inoffiziell 500.000. In den Französischen Antillen, in denen "aufgrund der besonderen Lage" die Aufbewahrungspflicht auf 4 Tage herabgesetzt ist, macht dieses Gesetz Trap/Neuter/Release Einsätze unmöglich. Ebenso ist es unmöglich, z. B. kastrierte Streuner an Futterplätzen zu betreuen etc.

Das französische Gesetz erlaubt jeder Tierschutzorganisation, eine Klinik zu führen, in der Tiere armer Leute umsonst behandelt und auch kastriert werden können. Es muss jedoch eine permanente Klinik sein, mobile oder temporäre Einrichtungen sind nicht gestattet. Die Dachorganisation SPA France unterhält mehrere solcher Kliniken, eine davon in Französisch Guyana, aber keine in den Französischen Antillen. Es gibt in den Französischen Antillen alle Arten von Streunern, Strassenhunde in den Städten und Ortschaften, am Strand (obwohl Tiere an französischen Stränden weitestgehend verboten sind), Streuner mit Besitzern, verwilderte Hunde, ausgesetzte Hunde - gern nehmen Franzosen, die sich eine begrenzte Zeit auf den Inseln aufhalten, z. B. als Saisonarbeiter, einen süßen kleinen Welpen von der Strasse auf, genauso schnell kann er aber bei Abreise wieder auf der Strasse landen, wenn sich kein Abnehmer findet - , aber auch eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Kettenhunden.

Oft werden schon Welpen an die Kette gelegt, die mit einem Vorhängeschloss verschlossen und nie wieder gelöst wird und in den Hals einwächst. Oft sind die Ketten meterkurz. Oft werden die Tiere nur ein Mal pro Woche versorgt. Sie haben meist keinen Schutz vor Sonne oder tropischen Regengüssen. Es sind Fälle bekannt, wo verzweifelte Kettenhunde sich stranguliert haben in dem erfolglosen Bemühen, an die nächstgelegene Wasserpfütze zu gelangen, um ihren quälenden Durst zu stillen. Sind diese Tiere zu abgestumpft zum Bellen und als Wachhunde nicht mehr tauglich werden sie gern ausgesetzt. Die Behörden finanzieren den Tod von Tausenden von Tieren jedes Jahr.

Martinique

2006 hieß es von behördlicher Seite, dass auf Martinique insgesamt etwa 100.000 Hunde leben, einschließlich der gut gehaltenen Hunde tierlieber, ansässiger Franzosen. Es gibt einen kleinen Tierschutzverein, den RSP Martinique, mit Aufnahmekapazität für etwa 17 Hunde und genauso vielen Katzen, der pro Jahr maximal 250 Tiere vermittelt, einen Teil auf Martinique, aber den weitaus größten Teil über Tierschutzorganisationen in Frankreich; eine weitere kleine Organisation S.O.S. Animaux de Compagnie ohne Internetpräsenz und die Tötung in St. Luce, die lt. eigenen Angaben bei Bedarf 100 Tiere und mehr pro Tag euthanasieren kann.Die Behörden verwenden Gelder der öffentlichen Hand, um die Vergiftung von Tausenden von Hunden pro Jahr zu finanzieren, und auch von privater Seite werden immer wieder an allen möglichen Orten Giftköder ausgelegt. Unter den Opfern sind auch immer wieder Hunde, die von ihren Besitzern (angeleint) spazierengeführt werden. Hundefänger kommen auf Anfrage oder Anordnung an Orte, wo sich größere Mengen an Hunden eingefunden haben. Sie locken die hungrigen Tiere mit Nahrung an, betäuben sie mit Narkosepfeilen, werfen sie auf LKWs und fahren sie zur Tötung.

Kastrationen: Alle paar Jahre sponsoren die Brigitte Bardot Fondation und die SPA France eine Kastrationskampagne mit etwa 10.000 Euro für ca 100 Tiere: Während der Kampagne können Tierhalter zu einem Tierarzt ihrer Wahl gehen mit einem Zertifikat, das sie beim RSP Martinique erwerben, und ihrem Einkommensnachweis. Dort zahlen Angehörige der Mittelschicht 2/3 der OP-Kosten, arme Leute 1/3, den Rest zahlt der Sponsor. Der Tierarzt verlangt je nach Größe des Tieres und ob es sich im Fall einer Hündin um ein trächtiges Tier handelt oder nicht, mit dem vorgeschriebenen Chippen bis zu 280 Euro. Nach 100 OPs ist die gesponsorte Summe meist aufgebraucht.

Auf St. Martin profitieren einige Tiere davon, dass es im ehemals holländischen Teil der Insel, Saint Maarten, einige niedergelassene Tierärzte gibt, die Tiere nach Vorlage eines Zertifikats, das man für 20 US $ beim Tierschutz erwerben kann, kastrieren, und zwar ganzjährig. Sie behandeln auch Tiere, die über die offene Grenze aus dem französischen Teil der Insel gebracht werden.

Guadeloupe

Es liegen uns keine Zahlenangaben über die Menge an Hunden vor, die auf Guadeloupe leben, doch dürfte die Zahl um etliches höher liegen als auf Martinique. Dass Guadeloupe einen der ältesten Tierschutzvereine in der Karibik hat, wird der Besucher kaum merken, nicht übersehen aber wird er die zahllosen Elendsgestalten, die, skelettiert, von Räude befallen, verletzt, verstümmelt, auf den Straßen herumschleichen oder mit entzündeten, sandverklebten Augen und Ohren am Strand liegen. Es gibt kein einziges Tierheim auf Guadeloupe, aber 5 Tötungen. Guadeloupe hat eine lange Geschichte wiederkehrender Massenvernichtungen und -vergiftungen seiner Strassenhunde.

1995 wurden 3000 Tiere auf einmal nachts mit Lassos eingefangen und mit Giftspritzen umgebracht. Augenzeugen berichteten von verzweifelten Tieren, die in die Abwasserkanäle flüchteten, wohin ihnen ihre Mörder aus Angst vor den darin hausenden Ratten nicht zu folgen wagten. Daraufhin wurden Touristen zum Boykott von Guadeloupe aufgerufen. Seit ihrer Gründung kämpft die Societé de Protection Animale de la Guadeloupe einen zähen, endlosen, herzzereißenden Kampf gegen die Sturheit, Ignoranz und Grausamkeit der Behörden und - der dort ansässigen Tierärzte, denen es nur um Profit geht! Nach Petitionen und endlosen Verhandlungen mit Behörden und Amtstierärzten erklärten letztere die Kastration von Strassenhunden für "unmöglich" - im Angesicht der Erfolge in anderen Karibikländern! 2003 besuchte ich selbst Guadeloupe und sprach mit Tierärzten und Eigentümern von Tierkliniken, entsetzt von dem Anblick des Massenelends auf den Strassen.

Man sagte mir, Verhandlungen mit den Behörden wegen einem geeigneten Ort und den benötigten Mitteln zur Durchführung von Kastrationen der Streuner seien im Gange. 2004 erhielt die AVPLG (l’Association des Vétérinaires Praticiens Libéraux de la Guadeloupe), die Organisation der in Guadeloupe niedergelassenen praktizierenden Tierärzte, 1 Million Euro von den Kommunen zur Kastration von Hunden mit Besitzern, die nun 80 Euro statt 260 für die Kastration einer Hündin zahlten, und 40 Euro für die Kastration eines Rüden, solange die Million ausreichte, um die Differenz zum üblichen Preis zu decken! Kein einziger Strassenhund wurde kastriert! Ich rufe ins Gedächtnis:

Das Streunen von Tieren ist in Frankreich gesetzlich verboten. Es ist daher unmöglich, Strassentiere zu kastrieren und auf der Strasse in geeigneter Form weiterzubetreuen.

Solange Frankreich seine ohnehin fehlerhaften und unzureichenden Tierschutzgesetze nicht verbessert und an die Gegebenheiten der Départements d'outre mer anpasst, gibt es für die Strassentiere der Französischen Antillen keine Hoffnung! Die Aussage der Amtstierärzte, die Kastration von Strassenhunden sei unmöglich, ist, basierend auf dieser Gesetzesgrundlage, korrekt!

Ebenfalls 2004 eröffnete die kleine Tierschutzorganisation Ti Racoon auf Guadeloupe ein nicht genehmigtes Tierheim für 150 Tiere, um die Behörden zur Anerkennung der Notwendikeit eines Tierheims für notleidende Tiere zu zwingen: Sie mussten alle ihre Tiere auf behördliche Anordnung einschläfern lassen. Durch Intervention der Societé de Protection Animale de la Guadeloupe konnten noch 44 Hunde vermittelt und so gerettet werden.

Aktuell läuft auf AVAAZ.org die PetitionAktuell läuft auf AVAAZ.org die Petition Stop au massacre des chiens et des chats! Guadeloupe`= Roumanie!

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Seit Jahren bieten nationale und internationale Tierschutzorganisationen Guadeloupe ihre Hilfe bei der Kastration von Streunern an. Präfekt, Bürgermeister und Kommunen haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, zu antworten. Sie halten halsstarrig am französischen System der Finanzierung von privat betriebenen Tötungen durch die Kommunen fest - und verschleudern dabei ungeheure Summen an Steuergeldern, bestärkt in diesem Vorgehen von der Direction des Services Vétérinaires, den französischen Amtstierärzten, die an diesem System mitverdienen, da die Euthanasierungen in den Tötungen von ihnen durchgeführt werden:

Die Gemeinde Morne à l'Eau zahlte nachweislich 320 Euro pro Euthanasie, die Gemeinde Baie Mahault 100.000 Euro pro Jahr an ihre Tötung. 2-3000 Tiere sterben pro Jahr in den Tötungen - ein profitables Geschäft, auch für die Tierärzte, die kein Interesse haben, etwas an diesem für die Populationskontrolle völlig ineffizienten System zu ändern - während täglich 600 Welpen in Guadeloupe geboren werden! Für Katzen liegen keine Zahlen vor.

Dominica

Informationen von Humane Society of Dominica , gegründet 2005

Dominica ist eine arme Insel, die vom Tourismusboom wenig profitiert. Es fehlen die Strände auf der gebirgigen Vulkaninsel, deren Landschaft von felsigen Steilküsten, Tropenwald und reißenden Flüssen geprägt ist. Wer hier im Tourismus arbeitet, setzt auf Wellness und Ökotourismus.

Die Humane Society Dominica war bei ihrer Entstehung völlig mittellos und hat bis heute kein Geld für eine Auffangstation oder die dringend benötigte mobile Klinik. Stattdessen haben sie ein einzigartiges Schulprogramm entwickelt, ein Curriculum für alle Grundschulklassen, dazu workshops und Sommercamps für Kinder und Jugendliche in den Schulferien, um jungen Menschen Tierliebe, Verständnis, Kenntnisse im richtigen Umgang mit Tieren und ihrer richtigen Behandlung zu vermitteln. Über 13.000 Kinder wurden 2014 unterrichtet. Die Humane Society of Dominica ist gezwungen, mit einheimischen Tierärzten zu arbeiten, die sich vehement gegen ausländische volontierende Ärzte wehren, aus Angst, die Gebühren, die sie auch dem Tierschutz gegenüber erheben, zu verlieren, da sie kaum andere Verdienstmöglichkeiten haben, was die Kastrationsmöglichkeiten natürlich in Grenzen hält. (Zur Zeit wird versucht, etwa 6700 Euro zu erheben für 100 Kastrationen, d. h. eine Kastration kostet 67 Euro; das ist für Arme wie Tierschutz gleichermaßen unerschwinglich!)

Es gibt keine Zahlenangaben zu den Hunden in Dominica. Die Einheimischen lassen ihre Hunde meist frei laufen, die meisten sieht man in der Stadt und in den Dörfern; der Anteil derer, die einen Besitzer haben, überwiegt.. Sie kehren abends heim, werden eventuell einmal am Tag gefüttert, und sind ansonsten eigenständig auf Nahrungs- und Partnersuche zwecks Fortpflanzung unterwegs. Viele Menschen in Dominica verstehen den Sinn von Kastrationen noch nicht, und der Preis lässt die OP nicht zu. Es gibt kein Tierheim. Der tierische Nachwuchs bleibt sich selbst überlassen und die Überlebenden bilden teilweise Rudel, die auf der Strasse leben oder in abgelegeneren Gegenden der Insel, was die natürliche Beschaffenheit der Insel erlaubt. Es gibt zwar ein Tierschutzgesetz in Dominica, das aber nicht angewandt wird, und keinerlei Auflagen zur Registrierung von Hunden oder Populationskontrolle.

Jamaika

Informationen von The Animalhouse Jamaica , gegründet 1990

Es gibt etwa 200.000 Streuner in Jamaika. Selten sieht man Rudel, meistens sind sie allein oder zu zweit oder dritt unterwegs, bedingt durch die schlechte Versorgungslage.

Die meisten findet man auf den Straßen, in der Nähe öffentlicher Märkte und an Hotelstränden, überall da, wo sie hoffen, Nahrung zu finden. Ihr Zustand ist schlecht; sie sind abgemagert, haben Räude und von Fliegenmaden bevölkerte Wunden.

Es gibt 3 Tierheime in Jamaika; The Animalhouse Jamaica an der Nordküste mit einer Kapazität für 200 Tiere, das private Tierheim Montego Bay Haven in Montego Bay, das etwa 60 Tiere aufnehmen kann und die Jamaican Society For The Prevention Of Cruelty To Animals in Kingston, gegründet bereits 1904, mit angeschlossener Tierklinik.

Die JSPCA ist assoziiert mit der britischen RSPCA, sieht es als ihre Aufgabe, sich für Verbesserung der Bedingungen in privaten Zwingern, auf Rennplätzen und in Schlachthäusern einzusetzen, und übernimmt lt. eigener Aussage Funktionen wie Untersuchung von angezeigten Fällen von Tierquälerei und Vernachlässigung.

Desweiteren unterhält die JSPCA ein Erziehungs- und Bildungsprogramm für den richtigen Umgang mit Tieren, 4-8 Schulen werden monatlich besucht, es gibt aber auch Kurse für Erwachsene, z.B. auf Polizeistationen u. ä. Es werden regelmäßig Kastrationskampagnen in Wohngegenden mit geringem Einkommen abgehalten. Die JSPCA verfügt über eine mobile Klinik. Die JSPCA nimmt monatlich etwa 100 Tiere auf, meist Hunde und Katzen, die meisten wurden von ihren Besitzern abgegeben. Tiere, die von nicht innerhalb einer bestimmten Frist vermittelt werden können, müssen eingeschläfert werden. Um diese Zahl zu verringern, hält die JSPCA monatliche Adoptionsveranstaltungen ab inklusive Beratung. Die zu vermittelnden Tiere sind kastriert, antiparasitär behandelt und vom Tierarzt untersucht.

Auch internationale Organisationen kastrieren in Jamaika, wie die amerikanische Organiation International Spay Neuter Network 2012 und 2013. Die Sandals Stiftung der sich sehr für die sozialen Belange ihrer Heimat einsetzenden jamaikanischen Hotelkette Sandals Resorts unterstützte diese Kastrationen sowohl in Jamaika als auch auf den Bahamas. Trotzdem ist bisher nur ein Bruchteil der Tiere kastriert. Es gibt eine ganze Reihe Tierärzte in Jamaika, auch eine veterinärmedizinische Kammer, doch die einheimischen Ärzte haben wenig Interesse am Tierschutz und die Preise für Kastrationen sind viel zu hoch.

Das jamaikanische Tierschutzgesetz ist veraltet, es stammt aus dem Jahr 1908; die Verordnungen zu Zwingerhaltung und der Paragraph gegen Tierquälerei aus dem Jahr 1965. Es gibt Bestrebungen seitens des Tierschutz, dieses Gesetz zu verbessern und insbesondere die Strafen für Verstöße zu verschärfen.

Es gibt eine Besonderheit in Jamaika: Die Insel ist tollwutfrei und aus lauter Angst vor Infektionen darf der Impfstoff nicht eingeführt werden. Das heisst für Vermittlungen ins Ausland: Die Tiere müssen entweder nach USA oder Kanada vermittelt werden, wo Tiere aus tollwutfreien Ländern ungeimpft einreisen dürfen oder müssen in diesen Ländern Zwischenstop machen, um geimpft zu werden, damit sie nach Einhaltung der erforderlichen Frist in andere Länder weiterreisen dürfen.

St. Vincent & Grenadines

Informationen von Vincentian Society for the Prevetion of Cruelty to Animals , gegründet 2011.

St. Vincent hat mindestens soviele Hunde wie Einwohner nach vorsichtiger Schätzung der VSPCA:

2013 lag die Bevölkerungszahl offiziell bei 103.000.

Zu St. Vincent gehören auch die Grenadines.

Folgende sind bewohnt:

Bequia: 5000 Einwohner

Mustique: 800 Einwohner

Canouan: 1200 Einwohner

Mayreau: 280 Einwohner

Union Island: 2700 Einwohner

Das ergibt eine Anzahl von etwa 113 000 Hunden bei dieser Gleichung. Die meisten laufen frei herum, da es kaum eingezäunte Grundstücke gibt. Es gibt Streuner ohne Besitzer und solche mit Besitzern, die man häufig daran erkennen kann, dass sie eine Art selbstgebasteltes Halsband tragen.

Es gibt ein einziges Tierheim auf Union Island und einige Privatleute, die Tiere aufnehmen. Man findet Streuner überall, wo sie Abfälle oder einen Unterschlupf finden, in verlassenen Gebäuden, Kanälen, unter Brücken. Ein beliebter Ort zum Aussetzen ist die kommunale Müllhalde. Hier finden sie genug Nahrung. um auch in Gruppen überleben zu können. Sonst sind sie aufgrund des spärlichen Nahrungsangebots eher allein oder zu zweit/dritt unterwegs. Auch in Ortschaften gibt es überall Streuner.

Das Tierschutzgesetz von St. Vincent & Grenadines stammt aus dem Jahr 1947 und hat mangels Anwendung die Lage in den letzten 20 Jahren weder verschlechtert noch verbessert.

Der Zustand der echten Streuner ist schlecht, der der freilaufenden Hunde mit Besitzern variiert, je nachdem wie sie gefüttert werden. Manchmal erhalten sie Tischabfälle, meistens aber nur (weissen) Reis.

Seit ihrer Gründung hat die VSPCA 1100 Tiere kastriert. Die Kastrationen sind kostenlos. Das größte Problem ist noch, die Menschen vom Sinn der Kastrationen zu überzeugen. 4–5% der kastrierten Tiere litten bei Untersuchung an einer durch Paarung übertragenen Geschlechtskrankheit, z.B. das aufwendig und teuer zu behandelnde Sticker Sarkom, eine Tumorart, die bei der Paarung übertragen wird und in der Karibik sehr häufig vorkommt.

Der VSPCA stehen 3 Ärzte und ein Van als mobile Klinik zu Verfügung. Es werden Anstrengungen unternommen, auch auf den kleinen Grenadinen Bequia, Union Island, Canouan und Mayreau zu helfen.

Grenada

Informationen von Grenada Society for the Prevention of Cruelty to Animals , gegründet 1936.

Die Grenada Society for the Prevention of Cruelty to Animals, GSPCA, wurde 1936 als Royal SPCA gegründet und ist der einzige Tierschutzverein auf Grenada. Die GSPCA hat eine Tierklinik in St. George, der Hauptstadt von Grenada, und dort auch ein Tierheim mit begrenzten Aufnahmemöglichkeiten für heimatlose Tiere, die vermittelt werden.

Genaue Angaben über die Anzahl der auf Grenada lebenden Hunde gibt es nicht, doch 2008 gab die GSPCA auf der alle 4 Jahre in jeweils anderen karibischen Staaten abgehaltenen Karibischen Tierschutzkonferenz bekannt, dass sie pro Jahr etwa 1200 Tiere kastrieren, ungefähr 1 Prozent der Population.

Das Tierschutzgesetz von Grenada, Carriacou und Petite Martinique stammt aus den Sechzigern des letzten Jahrhunderts und ist veraltet - und natürlich selten angewandt.

Erst kürzlich wuren wir von einer Touristin kontaktiert, die eine karibische Rundreise gemacht hat und den auffälligen, besonders schlechten Zustand der Tiere auf Grenada und Tobago im Verhältnis zu den anderen Inseln kommentierte.

Carriacou & Petite Martinique

Informationen von Carriacou Animal Hospital

, bestehend seit 2012.

Etwa 7500 - 10.000 Hunde leben auf Carriacou und der 5 km östlich von Carriacou liegenden Insel Petite Martinique. Im Vergleich dazu die Einwohnerzahl: 6000 Menschen leben auf Carriacou und 900 auf Petite Martinique.

Es gibt kein Tierheim. Bevor die Tierklinik Carriacou Animal Hospital 2012 eröffnet wurde, unterhielt die Grenada Society for the Prevention of Cruelty to Animals ein Strandhaus auf Carriacou für Kastrationseinsätze.

Es gibt sehr wenige wirklich herrenlose Tiere, die meisten haben irgendwo einen Besitzer, der sich nicht um sie kümmert. Daher müssen sie ihr Leben selbst managen. Man findet sie überall, wo es möglicherweise Nahrung gibt, am Müll, in der Nähe von Lebensmittelverkäufern oder Restaurants.

Seit die Klinik im Januar 2012 eröffnete, hat sich der generelle Gesundheitszustand der Tiere erheblich verbessert. Bis heute wurden von der Klinik 1500 Tiere kastriert, 5000 medizinisch behandelt und 250 vermittelt. Die Gebühren für Kastrationen und Behandlungen werden auf freiwilliger Basis bezahlt: 85% der Tierhalter sind zu arm, um etwas zu zahlen.

Barbados

Informationen von The Ark Animal Welfare Society Barbados

, gegründet 1998

Es gibt 4 Tierschutzorganisationen auf Barbados: The Ark Animal Welfare Society Barbados, The Hope Sanctuary, RSPCA und Animal Control. RSPCA und Animal Control schläfern Tiere nach befristeter Aufbewahrung ein.

Über die Aunahmekapazitäten der RSPCA gibt es keine genauen Angaben, es ist nur bekannt, dass sie viele Hunde in Gemeinschaftszwingern unterbringen für die Frist der Aufbewahrung und ausserdem viele Pensionshunde als zahlende Gäste aufnehmen. The Hope Sanctuary hat Platz für etwa 90 Hunde und 60 Katzen. The Ark Animal Welfare Society Barbados ist das kleinste Heim und das einzige, das das Land, auf dem es steht, nicht besitzt, sondern pachtet. 45 - 50 Hunde haben hier Platz. Es gibt keine Aufnahmemöglichkeiten für Katzen, aber 8 Katzen, die hier dauerhaft leben. Die meisten der Tiere, die im Heim landen, werden von ihren Besitzern abgegeben. Es sind wenige echte Strassentiere dabei.

Es gibt keine genauen Angaben zur Zahl der Hunde auf Barbados, nach vorsichtiger Schätzung liegt sie bei mindestens 100.000. Die Zahl der kastrierten Tiere ist gering. Aufwendige, zeitraubende formelle Vorbereitungen sind notwendig, bevor die Behörden volontierenden Tierärzten aus dem Ausland gestatten, auf Barbados zu kastrieren.

Viele der freilaufenden Hunde haben, wie auf anderen Inseln auch, "Besitzer", die es völlig in Ordnung finden, wenn die Hunde als Selbstversorger leben. Hundefutter ist teuer auf Barbados und so erhalten die meisten Hunde, falls sie von ihren Besitzern gefüttert werden, unzureichende Tischabfälle auf der Basis von Reis und Makaroni. Die meisten Hunde sind von Flöhen, Zecken, Würmern befallen. Räude, Herzwurm und von Zecken hervorgerufene fiebrige Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern. Barbados ist tollwutfrei.