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Meine Reise in die Dom. Rep.

(31.03. – 14.04.2016)

 

1. Tierschutz und Tourismus in Punta Cana

2. Begegnung mit Peace Corps

3. Kastrationseinsatz in Samaná (Teil 1)

4. Kastrationseinsatz in Samaná (Teil 2)

5. Kastrationseinsatz in Samaná (Teil 3)

6. Faszination Karibik…

 

3. Kastrationseinsatz in Samaná (Teil 1)
mit Dr. Monika Eickhoff, Dr. Julia Neumann und Dr. Anna Bremus (05.-09.04.2016)


Am 3. April kam ich nachmittags auf dem Malecón von Santa Barbara di Samaná an,
dieser viel befahrenen Avenida direkt an der Bay von Samaná…


…wo Kim 30 Straßenhunde betreut.


Hier ist das Büro von Whale Samaná…


…und Kims Apartment in diesem Gebäude mit Blick auf die Bucht, in der viele Boote ankern.


Auch Kims Boot liegt hier, ganz rechts im Bild.


In Kims Apartment leben immer etwa ein Dutzend Hunde. Viele von ihnen haben eine Behinderung. Vierzig weitere leben auf ihrer Farm, zusammen mit 30 Pferden und anderen Tieren.

Die Treppe, die vom Malecón zum Haus führt, wird von Alfi bewacht, der sich den überdachten Eingang zu den Apartments, wo auch Kims Truck steht, mit einigen Artgenossen teilt. Er folgt Kim oder ihrem Truck auf Schritt und Tritt, soweit er nur kann. Er ist ein Straßenhund, sagt Kim. Alfi weiß es besser…

2012 war ich zum ersten Mal hier. Damals machten Kim und ich Pläne für unsere weitere Zusammenarbeit und ich verließ Samaná mit einer Wunschliste. Kims ersten Wunsch, Dr. Francisco zum Chirurgen auszubilden, konnten wir 2013 und 2014 mit der Hilfe von Dr. Tarek El Kashef erfüllen, doch es sollte vier Jahre dauern, bis ich auch Kims zweiten Wunsch nach einem Schulprogramm in spanischer Sprache, um Kinder zu tierlieben Menschen zu erziehen, erfüllen konnte. Erst Anfang 2016 fand ich so ein Programm in Costa Rica. Kurz vor meiner Reise habe ich es ihr in einer Email geschickt und nun will ich mit ihr die Umsetzung planen, den Anfang einer intensiven Arbeit mit den Einheimischen, ohne die es keine befriedigenden Resultate im Tierschutz geben kann, egal, wieviel wir kastrieren…

Mitten in der Nacht kommen drei todmüde Tierärztinnen an, Julia Neumann, Monika Eickhoff und Anna Bremus, die in Santo Domingo gelandet sind. Sie werden in einem Apartment im ersten Stock einquartiert.

Am nächsten Morgen geht es zur Klinik, die Kim für Dr. Francisco eingerichtet hat. Hier lagert das Equipment für den Einsatz.


Es läuft sehr gut für Dr. Francisco. Er arbeitet für das Landwirtschaftsamt, hat mittlerweile auch Klienten in seiner Kleintierpraxis, kastriert jede Woche zwei Hündinnen für Kim und beteiligt sich am Unterhalt der Klinik.


Raya und Pedro wohnen zur Zeit hier. Raya wurde als räudiges Skelett auf dem Malecón gefunden und sollte nach ihrer Kastration eigentlich wieder dorthin entlassen werden, doch sie weigerte sich, die Klinik zu verlassen. Nun ist die bildhübsche Hündin unser Patenkind für 30 Euro im Monat und wartet auf Adoption…


Pedro wurde angefahren. Anfänglich heilte die Wunde gut, doch dann brachte ihn der Besitzer wieder. Pedro hatte sich erneut verletzt. Nun tritt Gelenkflüssigkeit aus und es bleibt nur noch die Amputation…

In der Klinik erwarten uns schon Cindy und Abel. Abel war Student der Veterinärmedizin, bis er bei einem Motorradunfall schwer versehrt wurde und sein Studium abbrechen musste. Nun freut er sich, bei dem Einsatz helfen zu können.


Kims Truck füllt sich schnell…

Zum Schluss werden die OP Tische geladen. Dann geht es nach Las Pascualas, wo bereits das Banner von Samaná Dogs prangt.


Erst einmal hat hier vor einigen Jahren ein Einsatz stattgefunden.

Einsatzort ist ein Gebäudekomplex, der ehemals von der deutschen GEZ für ein landwirtschaftliches Entwicklungshilfeprojekt genutzt wurde. Leider zerfiel das Projekt, nachdem die Leitung in andere Hände überging.


Der große, offene, überdachte Raum, in dem einst Versammlungen stattfanden, eignet sich vorzüglich als OP.


Am Nachmittag sind die Ärztinnen schon wieder munter und sortieren das Material, das sie am nächsten Tag verarbeiten werden…

Am Abend haben sie ihren ersten Patienten in Kims Haus. Macho heißt dieser unmännlichste aller Hunde. Er ist Epileptiker und wurde während eines Anfalls in Kims Abwesenheit schwer gebissen von Pirata, der Dr. Kashef 2013 ein Auge entfernen musste. Seither lebt sie bei Kim. Anscheinend hat sie das seltsame Gebaren von Macho während seines Anfalls in eine Art blindwütiger Raserei versetzt. Macho hat eine große Wunde am Hals, aber das eigentliche Problem sind die vielen kleinen Wunden, von Fangzähnen verursacht, die sich oberflächlich geschlossen haben. Darunter hat sich Wundflüssigkeit gebildet, das Ganze ist angeschwollen und verursacht Macho höllische Schmerzen. Er braucht eine Drainage. Kim hat Angst vor der Narkose, doch die Ärztinnen versichern, dass Propofol von Epileptikern gut vertragen wird und so wird beschlossen, dass Macho morgen in Las Pascualas behandelt wird. Kim fand ihn auf dem Malecón in einer Plastiktüte, die Beine mit Draht gefesselt, zusammen mit einem bereits toten Hund. Ob die Besitzer ihn wegen seiner Epilepsie loswerden wollten oder ob dieses traumatische Erlebnis die Anfälle auslöste, wir werden es nie wissen…


Die kleine Mia, die immer alle Aufmerksamkeit für sich beansprucht…


…muss natürlich auch auf den Untersuchungstisch.


Abfahrt am nächsten Morgen…


Kim hält kurz bei ihrem Büro, um Eis für die Kühlbox zu holen, in der die Getränke lagern werden. Bis hierhin können Alfi und sein Freund Jerry uns begleiten. Dann müssen sie zurückbleiben.

Ankunft in Las Pascualas. Kim trägt Macho. Für mich ist dies ein sehr bewegender Moment. 30 Mal habe ich in den letzten 8 Jahren Ärzte über den Atlantik geschickt, die Einsätze von Deutschland aus mitverfolgt und darüber berichtet. Nun bin ich zum ersten Mal selbst dabei!

Cindy an der Rezeption. Hier werden die Patienten empfangen, ihre Daten aufgenommen und in kleine blaue Becher gesteckt. Jedem Kastrationskandidaten wird ein Halsband geschenkt. Daran wird der blaue Anhänger mit der Patientennummer befestigt.


Die Becher wandern zur OP-Vorbereitung…

…der Station von Anna Bremus. Ein Jahr lang hat sich diese junge Ärztin beworben, die erste von vielen jungen Bewerbern, die bereit war zu assistieren und nicht nur Operieren üben wollte. Doch Anna konnte viel mehr als Tiere für die OP vorzubereiten. Sie hat alle Rüden kastriert und war immer zur Stelle, wenn Julia oder Monika eine weitere Hand brauchten. Sie war ein unschätzbares Mitglied des Teams und – Gott sei Dank! – sie will wiederkommen.


Wichtige Utensilien in Annas Station, um Dosierungen auszurechnen…


…und Medikamente zu verabreichen.


Kims Helfer Kilvio ist für die Instrumentendesinfektion zuständig.


Gleich zu Beginn ein sehr trauriges Ereignis. Ein Mann bringt seinen Hund, der von einem Guagua angefahren wurde.
Die Wirbelsäule ist gebrochen.


Er zeigt keine Reaktionen mehr bei der Untersuchung. Es bleibt nur die Euthanasie.

Bitterlich weinend nimmt der Mann Abschied von seinem Hund, an dem er sehr hängt.

Ich weine mit ihm – und überlege: Einen Rolli für den Hund zu beschaffen ist kein Ding der Unmöglichkeit, doch bei der Untersuchung zeigte sich, dass sich bereits Maden und andere Parasiten im Afterbereich angesiedelt hatten und aus dem allgemeinen Pflegezustand des Hundes lässt sich schließen, dass der Besitzer mit der Versorgung eines gelähmten Hundes, dem Säubern, dem Windeln, schlicht überfordert wäre. Hier nehmen die Menschen ihre Hunde nicht mit ins Haus, auch wenn sie krank oder verletzt sind und auch wenn sie sie lieben. Und ein Tier hilflos in seinen Exkrementen liegen zu lassen, hat mit Tierschutz nichts zu tun. Außerdem kann man einen Rollihund nicht unbeaufsichtigt draußen herumlaufen lassen wie die Leute es hier tun. Es bleibt nur die Erlösung.

Genau wie in Deutschland für freilaufende Katzen ist in der Karibik das Auto Ursache Nr. 1 von schweren Verletzungen mit Todesfolge oder Behinderungen, mit dem Unterschied, dass den Menschen hier das Geld fehlt, ihre Grundstücke einzuzäunen, während ein Katzenzaun in Deutschland durchaus im Bereich des Möglichen liegt.


3 Katzen stehen heute auf dem Plan, Anna rasiert die erste…


Da liegt sie, bereit für die Chirurgin…


Und Dr. Julia macht den ersten Schnitt des Einsatzes!


Der zweite ist ein roter Kater namens Fulano. Er gehört Peace Corps Volontär Matt.


Fulano war sehr indigniert, weil er mit Herrchen in einer Tasche anreisen musste, doch seine OP ist schnell vorüber und er wird es bald vergessen.


Die dritte Katze trägt den unwahrscheinlichen Namen Microwave…

…und bei ihr war es allerhöchste Zeit. Die Dame hatte einige „Braten in der Röhre“. Diesem Wurf ist der grausame Tod durch Verhungern oder Infektionserkrankungen einige Wochen nach der Geburt erspart geblieben, der unweigerlich das Schicksal eines Großteils dieser Säuglinge ist, selbst wenn sie von Menschen aufgenommen werden sollten, denn noch immer verweigert die Pharmaindustrie dem Tierschutz die notwendigen Spenden von Wurmkuren und Impfstoffen.


Die drei Kätzchen sind die ersten im Aufwachbereich…


Hier kommt Petunia, die erste Hündin dieses Tages..

Von der Rezeption geht es zum Wiegen, der zweiten Station. Gewogen wird zuerst Hund mit Mensch, dann der Mensch alleine. Die Differenz ergibt das Hundegewicht, nach dem die Narkose dosiert wird.


Petunia im OP. Anna hört die Herztöne ab – alles in Ordnung!


Derselben Dame gehört auch die kleine Maya…


…die bei Monika auf dem Tisch landet…


…und auf Frauchens Schoß wieder aufwacht.


In der Zwischenzeit hat sich der „Warteraum“ im Schatten eines großen Baums gefüllt.


Carolina war sehr fleißig. Sie hat die beiden Kätzinnen und 4 Hündinnen gebracht, Sarah, Carmina, Lily und eine Boca Negra, wie braune Hunde mit dunkler Maske hier genannt werden.


Die Ärztinnen haben mich zum Hundehalter bei der Anästhesierung auserkoren. Anscheinend halten die meisten Hunde mich für eine vertrauenswürdige Person.


Kim lässt alle Hunde intubieren. Das sollte sich noch als sehr weise herausstellen. Weder von Hunden mit Besitzern noch von Streunern kann man hier erwarten, dass sie nüchtern erscheinen.


Sarah und Carmina, Nr. 3 und 4, haben eine Odyssee hinter sich…


Touristen freundeten sich mit den beiden im Urlaub an.

Da sie Angst hatten, dass die Hündinnen nach ihrer Abreise vergiftet würden, bezahlten sie einen Dominikaner dafür, die Hunde zu einem anderen Strand zu bringen und zu füttern. Dort waren sie erst recht vom Giftmord bedroht.


Doch sie hatten Glück und wurden von dem Dominikaner adoptiert.


Nun ließ Kim die bildhübschen Hundemädchen holen, sie wurden kastriert…


…und gegen Tollwut geimpft.

Liebe Tierfreunde,

bevor Sie in die Karibik gehen, besuchen Sie unsere Seite Tierschutzadressen in der Karibik! Dort finden Sie Organisationen auf jeder Insel und wenn Sie die Kosten für das Tier, das Sie retten wollen, übernehmen, hat es eine gute Chance zu überleben.


Die kleine Lily ist ein Beispiel für die schlechten Venen, die viele der Chihuahuas und Chi-Mischlinge hatten.


Weder ins rechte noch ins linke Vorderbeinchen ließ sich der Katheder schieben. Erst am Hinterbein gelang es. Und ausgerechnet Lily brauchte eine Infusion.


Lily im Aufwachbereich. Sie sieht noch recht mitgenommen aus, hat die OP aber problemlos überstanden.

Joey, der Hund von Cindy (Nr. 2) aus der Aufwachstation, ist eine ganz besondere Persönlichkeit. Er hat eine doppelte Behinderung. Ihm fehlt nicht nur das rechte Vorderbein, auch das linke Hinterbein ist gelähmt.


Er kommt aber prima damit zurecht, auch Stufen stellen für ihn kein Problem dar.


Cindy bespricht mit Julia therapeutische Möglichkeiten für Joeys Hinterbein.

Bereits in Santa Maria habe ich gehört, dass es auch in Samaná Peace Corps Volontäre gibt. Hier erfahre ich, dass Kim schon immer von ihnen unterstützt wurde.


„PC“ Dan hilft im Aufwachbereich, genau wie Theresa.

Besonders wertvoll sind ihre Spanischkenntnisse, wenn es darum geht, den Leuten Instruktionen zur Behandlung ihrer Hunde und zur Medikamentengabe zu erklären.

Als Peace Corps Volontäre arbeiten beide im Bereich der Entwicklung neuer Einkommensmöglichkeiten für Einheimische. Dan versucht, ein kleines Unternehmen aufzubauen, das Touristen Kanufahrten im Mangrovenwald des Nationalparks Los Haitises auf der anderen Seite der Samaná Bay anbietet und Theresa arbeitet mit den Frauen in der Produktion von Kokosnussöl.


Hier findet Theresa die Strandhunde, die sie zur Kastration bringt.

An diesem Tag sind es zwei. Eine kleine, noch sehr junge schwarzweiße Hündin, die durch Ehrlichiose so anämisch ist, dass sie an dem Tag nicht mehr operiert werden kann, bekommt eine Dosis Antibiotika und geht in eine Box bis zum nächsten Tag.


Chava, die zweite Hündin, hat erst vor 2 Monaten Welpen gehabt.


Sie befindet sich bereits wieder im Stadium früher Trächtigkeit.


Außerdem hat auch sie Ehrlichiose, was die OP zu einer ziemlich blutigen Angelegenheit macht.


Doch sie übersteht die OP gut. Da sie kein Zuhause hat, bleibt auch sie über Nacht in einer Box.

Die braune Leica wohnt gleich gegenüber, auf der anderen Straßenseite. Bei ihr wurde mir bewusst, wie richtig mein Fragenkatalog für junge Ärzte ist, die sich für einen Kastrationseinsatz bewerben und deren Erfahrung ich nicht einschätzen kann; und sie sollte nicht die einzige bleiben:„Können Sie eine trächtige Hündin kastrieren, die Bluter ist, weil sie Ehrlichiose hat und vielleicht noch ein anderes Problem, das chirurgisch gelöst werden muss? Alles in einer Narkose ohne so viel nachanästhesieren zu müssen, dass das Tier nicht mehr aufwacht? Mit einfachsten Mitteln ohne viel technisches Zubehör? “Unterprivilegierte Hunde sind nicht zum Üben geeignet, schon aufgrund der mangelnden Nachsorge. Sie verdienen den besten Chirurgen, den es gibt.


Leica war trächtig mit zehn ! Föten.


Außerdem hatte sie ganz offensichtlich Ehrlichiose, blutete stark und die Ligaturen hielten nicht.

Dann musste es schnell gehen. Leicas Innereien mussten heraus, um die blutenden Gefäße zu finden, abzuklemmen und zu vernähen. Plötzlich fing sie an, sich zu erbrechen, Knochen… Der Tubus hat Schlimmeres verhütet.


Bevor die Darmschlingen wieder in den Bauchraum zurückgelegt werden, werden sie mit Ringerlösung gewaschen und desinfiziert.


Nadel und Faden schon in der Hand, wirft Julia noch einen Blick auf die beruhigend gleichmäßig tropfende Infusion, dann kann vernäht werden. Auch Leica blieb über Nacht in einer Box.


Chiquita , die kleine Nr. 13, wird vorbereitet.

Nach der Rasur wird Abel ihren Bauch desinfizieren. Sie bekommt wie alle Patienten Augentropfen, damit die Bindehaut nicht austrocknet in der Narkose, wo die meisten Tiere die Augen offen haben, aber nicht blinzeln.

Adhäsivkleber und Frischhaltefolie bewähren sich hervorragend anstelle der Abdecktücher der frühen Einsätze, die teuer waren und, wenn aus Stoff, nicht unwesentlich zum limitierten Gewicht des Gepäcks beitrugen.


Ein Chi für Julia zum Entspannen…


Doch ausgerechnet diese kleine Dame hört plötzlich auf zu atmen. Mit geschlossenen Augen hört Anna auf die Herztöne: Ja, sie kommt wieder!


Chiquita wacht auf. Alles gut!


Danach ist Cucha dran, die, obwohl ihr Frauchen recht ängstlich schaut, überhaupt keine Probleme hat.


Zwischendurch kommt ein sehr besorgter Junge mit einem kranken Chihuahua, der nicht frisst.


Anna spritzt ein Antibiotikum. Wenn es nicht besser wird, muss er wiederkommen.

Diese Jungen warten schon seit dem frühen Morgen. Es wird klar, dass sie heute nicht mehr drankommen. Außerdem, es sind Rüden… Aber bemühen wir uns nicht gerade um Kinder? Werden diese Jungen morgen wiederkommen oder aus Enttäuschung wegbleiben? Und versuchen wir nicht immer wieder, Männer aufzuklären, die ihre Rüden nicht kastrieren lassen wollen? Kim macht einen Deal mit den Buben: „Wenn Ihr morgen wiederkommt, kriegt Ihr 10 Pesos. Wenn Ihr nicht kommt, müsst Ihr mir 10 Pesos zahlen.“ Kim ist eine großartige Pädagogin. Die Jungen sind begeistert - und am nächste Morgen als Erste da!


Princessa, die Nr. 16, wird von Abel und Julia ausgebunden.


Sie ist der letzte Chihuahua des Tages…


Monika operiert Susi, die Nr.19. Sie ist die letzte große Hündin für heute…


Am Nachmittag war dieser Notfall gebracht worden.


Ein kleiner Rüde mit einem unförmig angeschwollenen Gesicht. Kein Wunder, dass er nicht mehr frisst. Was immer auch diese schlimme Infektion verursacht hat, die Zähne sind es nicht.


Ein kleiner Schnitt und schon läuft es…


Der Kleine wird kurz in Narkose gelegt. Ein weiterer Schnitt wird unterhalb des Ohrs gemacht, eine Mullbinde wird durchgezogen, die die Drainage offen hält.


Dann wird er verbunden und in eine Box gelegt. Auch er bleibt über Nacht.

In der Zwischenzeit sind schon einige Telefonanrufe eingegangen von Karen, der Besitzerin des Hostels La Hacienda in Las Galleras. Karen ist eine große Katzenfreundin und ihr Hostel ist auf Tierfreundliche Hotels in der Karibik erschienen.

Ihr Kater kann nicht urinieren. Er hat wahrscheinlich Blasensteine. Karen muss erst Blasenkatheter besorgen, dann will sie vorbeikommen. Am Spätnachmittag trifft sie ein. Die Katheder sind für Katzen ungeeignet, aber ihr Kater hatte großes Glück! Auf der Fahrt hat sich der Stein gelöst. Jetzt funktioniert die Blase wieder, was er sofort im Auto unter Beweis stellte.


Der letzte Patient ist Macho. Bei ihm reichen 2 Schnitte nicht für die Drainage.


An mehreren Stellen müssen Löcher gemacht und Mullbinden durchgezogen werden.

Die Narkose mit Propofol hat Macho gut vertragen. Die Drainagen wurden in den nächsten Tagen noch öfters mit Ringerlösung gespült und sein Zustand verbesserte sich zusehends.

Dann geht es heim nach diesem ereignisreichen Tag. Vier Hunde bleiben in ihren Boxen zurück. Morgen kommt Judy, die A.A.A.S. Chefin, aus Sosúa. Auch sie habe ich seit 2012 nicht mehr gesehen…

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