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Zum ersten Mal bei der A.A.A.S.

Schon lange hatte ich unser Projekt in der Dom. Rep. besuchen wollen, um das bisher Erreichte einmal mit eigenen Augen zu sehen und mit neuen Ideen für Zukünftiges zurückzukehren. Und doch kam das Angebot eines besonders günstigen Fluges von der Reiseagentur Peter Menzel, die auch die Flüge all unserer Tierärzte bucht, sehr überraschend. Ich hatte nur 24 Stunden Zeit, mich zu entscheiden. Als Irene Müller-Weinzierl, auf deren Hundeplatz im Oktober 2011 unser Hundefest zur Unterstützung des RSP-Martinique stattgefunden hat, mir anbot, mich auf dem Gnadenhof Greinöd, unserem Vereinssitz, zu vertreten, gab es kein Halten mehr.

Natürlich wollte auch ich nicht mit leeren Händen zur A.A.A.S. kommen und so schrieb ich all unsere Ärzte an und bat um Sachspenden. Die Post brachte viele Pakete nach Greinöd.

Medizin

Es kam soviel zusammen, auch für die Sugar Kids, die im Frühjahr ihre Schule bereitwillig für einen Kastrationseinsatz geräumt hatten, dass ich unmöglich alles auf diesen einen Flug mitnehmen konnte, beschränkt auf 20 Kilo Freigepäck und 8 Kilo Handgepäck. Der Rest wird Ärzten zukünftiger Einsätze mitgegeben werden.

Ganz besonders herzlich möchte ich mich bei den Tierärzten Dr. Anne List, Dr. Tim Bonin, Dagmar Stech, Tarek El Kashef, Dr. Susanne Vogler, Heike Müller, Anja Hess und Dr. Katja Schirren bedanken.

Ich landete spät abends in Puerto Plata. Ein bißchen mulmig war mir schon, als ich beladen mit so vielen Medikamenten zur Gepäckkontrolle schritt, schließlich konnte ich mich ja nicht als Arzt ausweisen, doch ich wurde freundlich hindurch geleitet. Draussen erwarteten mich Judy und Carl, der im Hotel Tropix arbeitet, wo schon viele unserer Ärzte Aufnahme fanden. Sie brachten mich zum Appartement von Wolfgang, Judys deutschem Freund. Er hatte es mir für meinen Aufenthalt zu Verfügung gestellt.

Am nächsten Morgen laufe ich zu Fuss zu Judy, entlang am Sosúa- Cabarete Highway, vorbei an der Tankstelle, gleich dahinter das Schild von Dr. Bob, mit einem Rottweiler darauf , das auf einen ungepflasterten Weg weist. Wie oft habe ich anderen diesen Weg beschrieben, heute gehe ich ihn selbst zum ersten Mal, mit einigem Herzklopfen. Am Ende des Weges stehen einige, nicht all zu grosse Häuser: Rechts der Zugang zu Dr. Bobs Klinik, links Judys Häuschen, dazwischen, etwas zurück versetzt, die A.A.A.S. Klinik.


Judys Haus

Zum ersten Mal bei der A.A.A.S.

Auf dem Klinikgelände tummeln sich die Jüngsten.


Mein Rucksack wird erobert.

Hinter Judys Haus befindet sich die PetLodge mit Zwingern…

…und Ausläufen,…

…gefüllt mit vielen Notfällen und wenigen zahlenden Gästen,
deren Gebell die Umgebung mit Leben erfüllt.

Immer zu einem Spielchen aufgelegt…

Die kleine Digit hat ein Loch im Zaun entdeckt und will nun bei den Großen mitmachen.

Die Pet Lodge bietet auch einen Pflegeservice an und Frank, Judys rechte Hand in der Lodge, ist ein perfekter Hundefriseur.

Wenig später stehe ich zum ersten Mal im Allerheiligsten, im OP, wohin ich in den letzten Jahren so viele Ärzte geschickt habe. Meine Gefühle lassen sich schwer beschreiben; Glück, Freude, Aufregung, eine Art emotionaler tropischer Wirbelsturm… Am meisten aber empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit, für alles, was wir bisher erreichen durften und allen gegenüber, die uns auf dem Weg hierhin unterstützt haben!

Judy staffierte mich mit Fahrrad und Handy aus, lieh mir ihre Kamera, weil meine gleich nach Ankunft den Dienst versagte, und fuhr mit mir zu einheimischen Gemüsehändlern. Und schon war ich autark!

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