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Die Zukunft beginnt jetzt!

Vor meinem Abflug hatten Judy und ich ein langes Gespräch über die Zukunft. Wie schon bei meinen Gesprächen mit Kim in Samanà ging es dabei auch hier um die Förderung junger, einheimischer Ärzte.

Bereits im Juni 2010 finanzierten wir das erste Ausbildungsprojekt in Sosúa mit der kanadischen Ärztin Dr. Clooney.

Unter den Teilnehmern befand sich die junge dominikanische Ärztin Giselle, die bereits eine Lehrstelle an der Universität Santiago hatte. Im November 2010 leitete Tarek El Kashef aus Hamburg Giselles erstes eigenes Kastrationsprojekt, an dem auch ihre Studenten teilnahmen.

Mittlerweile ist Giselle so routiniert, dass sie eine Hündin in 20 Minuten kastriert. Zeitlich ist es ihr möglich, der A.A.A.S. monatlich für etwa 30 OPs zur Verfügung zu stehen. Wie Dr. José und sein Team in Bayahibe benötigt auch sie 550 Pesos/ca 10 Euro für Materialkosten + Tollwutimpfung pro OP.

Dr. Giselle soll ab 2013 in den Monaten in Sosúa eingesetzt werden, in denen keine ausländischen Ärzte da sind. Damit soll 2013 das erste Jahr werden, in dem Judys Traum in Erfüllung geht: Ein Kastrationseinsatz pro Monat bei der A.A.A.S.! Langfristig soll Dr. Giselle auch tageweise während der Einsätze mit ausländischen Ärzten anwesend sein, um Impfprogramme in legalem Rahmen stattfinden zu lassen, denn Impfungen sind ein Geschäft, das sich die niedergelassenen Ärzte nicht aus der Hand nehmen lassen wollen. Sie sind daher nur mit einem einheimischen Tierarzt durchzuführen. Eines Tages möchten wir nicht nur die notwendigen Tollwutimpfungen vornehmen lassen, sondern auch ein Programm zur Schutzimpfung von Welpen einführen, damit sie nicht im Alter von wenigen Wochen an Seuchen wie Leptospirose, Staupe und Parvovirus qualvoll verenden, wie ich es schon so oft in den Französischen Antillen erlebt habe.

Unser Ziel ist es, ihre Geburt zu verhüten. Da, wo uns das nicht gelang, schulden wir ihnen den bestmöglichsten Start ins Leben.

In Samanà wird Tarek El Kashef Anfang 2013 einen Monat lang den jungen Dr. Francis chirurgisch weiter auszubilden. Bisher haben sich ein Dutzend Ärzte für unsere Kastrationsprojekte 2013 angekündigt. Näheres wird bekanntgegeben, sobald exakte Daten feststehen. Ich habe von meiner Reise Arbeit für Jahre mitgebracht:

In den folgenden Jahren werden wir uns bemühen, gemeinsam mit unseren karibischen Partnern unsere Arbeit nach den Richtlinien der karibischen Tierschutzkonferenz 2008 fortzuführen:

Wir wollen Kastrationsprojekte auch an neuen Standorten durchführen und werden verstärkt die Ausbildung und den Einsatz einheimischer Ärzte fördern. Für die Erziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen benötigen wir in der Dom. Rep. ein Schulprogramm in spanischer Sprache, nach dem Modell der Humane Society auf der Insel Dominica, deren Arbeit Tierschützern weltweit als Vorbild dienen kann. Außerdem müssen wir versuchen, tierliebe Einheimische als Volontäre heranzuziehen, die bei der Betreuung der Tiere in ihren Bezirken und bei der Aufklärung ihrer Landsleute helfen, damit in Zukunft nicht vieles aus Personalmangel einfach ungeschehen bleibt. Die Begegnung mit Menschen wie Yanela und Carmen in Bayahibe, und jungen Ärzten wie Dr. José, Dr. Francis und Annabelle macht mir Mut und Hoffnung, dass uns dies gelingen kann. Die Möglichkeiten des Tourismus, als Wirtschaftsfaktor Nr. 1 in der Karibik auf die Situation der Straßentiere Einfluss zu nehmen, werden bisher nur auf wenigen Inseln wahrgenommen: Auf Antigua wurde so die Genehmigung zum Kastrieren erkämpft, in den Bahamas eine mobile Klinik finanziert.

Auch hier ist Aufklärung nötig. Die meisten Touristen wissen nicht, dass Straßentiere hauptsächlich ihretwegen umgebracht werden. Aber auch über den bereits existierenden, den Touristen unbekannten karibischen Tierschutz muss informiert werden. Jahr für Jahr erhalten wir Anfragen von vielen Touristen, die auf ihrer Urlaubsinsel ein Tier gefunden haben, dem sie helfen wollen, aber nicht wissen, an wen sie sich Vorort wenden können. Gleichermaßen muss den Behörden und Hoteliers begreiflich gemacht werden, dass die meisten ihrer Besucher eine tierfreundliche Einstellung haben und nicht dort Erholung suchen wollen, wo kurz zuvor die ihretwegen vergifteten Kadaver weggeräumt wurden. Es wird viel Diplomatie, Fingerspitzengefühl, Zeit und Arbeit erfordern, um hier Erfolge zu erzielen. Unsere Petition 2013 gegen die Vergiftungen von Straßentieren wird ein erster Schritt dahin sein.

Wie immer, hängt der Erfolg unserer Arbeit und das Wohl und Weh so vieler karibischer Tiere von Ihrer Unterstützung ab.

Wir bauen darauf, dass die Freunde und Förderer des kreolischen Hundes uns auch in der Zukunft die Treue halten.

Herzlichst, Ihre I. Gorski-Grobe

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